Wie ist Jesus weiß geworden? Das Praxisbuch

Shownotes

Diese Folge ist etwas Besonderes: Co-Host Sarah Vecera sitzt heute nicht nur am Mikro, sondern auch auf der Gästinnen-Seite – es geht um ihr neues Buch „Wie ist Jesus weiß geworden? Das Praxisbuch" (Patmos Verlag), das direkte Fortsetzung und Praxis-Ergänzung zu ihrem gefeierten ersten Buch ist.

Wir sprechen darüber,

  • wie aus einer VEM-Arbeitsgruppe von 2020 über Umwege ein Praxisbuch für Einzelpersonen und Gruppen wurde,
  • warum aktuelle Studien (Polarisierungsbarometer, Vielfaltsbarometer, Mitte-Studie, Rassismus-Monitor) zeigen, dass Begegnungsräume dringender denn je gebraucht werden – und warum Kirche genau das sein könnte,
  • warum das Gespräch über Rassismus gerade zwischen „zu woke" und „zu genervt" pendelt – und wie man trotzdem im Raum bleibt,
  • weshalb reines Kopfwissen nicht reicht und Rassismus auch im Körper sitzt – von unbewussten Sitzplatzentscheidungen in der Bahn bis zu Körperübungen im Buch,
  • wie das Buch bewusst beide Wege anbietet: eigene Reflexion allein UND Gruppenarbeit in Gemeinde, Hauskreis oder Team,
  • welche Awareness-Konzepte und Safer-Space-Überlegungen wichtig sind, wenn eine Gruppe nicht divers, sondern mehrheitlich weiß ist,
  • und zum Ausklang: ein "Herz" für Jürgen Klopp – über Authentizität, Humor und gesundes Selbstvertrauen ohne falsche Bescheidenheit.

Ein Gespräch darüber, wie aus gutem Wissen gute Praxis wird – und warum dafür auch der Körper gebraucht wird, nicht nur der Kopf.

mit freundlicher Unterstützung vom YEET-Netzwerk

Transkript anzeigen

00:00:07: Hallöchen, herzlich willkommen bei Stacheln und Herz.

00:00:10: Heute mit

00:00:12: Sarah Becher!

00:00:12: Dankeschön, danke schön.

00:00:16: Du bist nicht einfach nur Kommoderatorin heute sondern wir stellen dein neues Buch vor.

00:00:23: Ja eine doppel Rolle in der ich heute hier bin.

00:00:25: Ich freu mich.

00:00:26: Es ist schönes.

00:00:29: Pink

00:00:29: Sieht hübsch aus.

00:00:32: Ja, es sieht bestimmt.

00:00:34: auch die Buchrücken nebeneinander sehen bestimmt gut aus.

00:00:36: Ja,

00:00:36: sieht schön aus und auch innen drin sieht so schön aus.

00:00:38: also wie ist Jesus weiß geworden?

00:00:41: das Praxisbuch?

00:00:42: Richtig jetzt haben wir es noch einmal gesagt

00:00:44: yes

00:00:45: Es ist sehr pink aber ich finde tasteful pink.

00:00:50: ja und mein buch ist ja auch wie es hier war.

00:00:53: gewonnen ist ja auf ping als er weiß mit pink und diesmal is pink mit weiss.

00:00:56: das war ja.

00:00:58: und dass es einfach es sieht so hübsch.

00:01:01: Unterschiedliche Jesusse?

00:01:04: Wie ist denn die Blu-Reihe von, soll ich wissen.

00:01:06: Jesy?

00:01:07: Die ich so viel über Jesus spreche.

00:01:09: Genau es gibt hier so ein Bilderteil in der Mitte wo unterschiedliche Jesus Darstellungen

00:01:14: und auch hinten drauf sind.

00:01:15: auch noch

00:01:15: mal drei.

00:01:15: Ja

00:01:17: schön

00:01:18: diesen Jesus hier ganz rechts Der mit den wallenden blonden Haaren, das ist auch der, den ich so aus meiner Kindheit kenne als Indonesien.

00:01:29: Ja!

00:01:30: Ach, ich freue mich so dass dieses Buch weiß du, es war eine sehr lange Geburt.

00:01:38: Dieses Buch ist ja zuerst ein Kurs gedacht So.

00:01:44: Und wir haben angefangen in einer VEM-Arbeitsgruppe, ... ... mit der Idee, wir machen Glaubenskurs... ... der rassismuskritischer Glaubenskurs,... ... Rassismus und Kirchekurs irgendwie so, da haben wir das genannt,... ... waren uns auch nie ganz sicher!

00:02:00: Dann haben wir eine Arbeitsgruppe zusammengestellt,... ... Bilder im Arbeitskreis usw.

00:02:06: Mit Menschen aus Gemeinden anderer Sprache und Herkunft,... Und mit Leuten, die rassismuskritisch arbeiten in der Kirche und so.

00:02:17: Da waren wir echt ein super Gruppe!

00:02:20: Und die Leute stehen auch alle hinten im Buch drin... ...und dann haben wir so einen Kurs gemacht und haben den so erstellt.

00:02:26: und als wir dann so fertig waren was natürlich irgendwie auch über ein Jahr gedauert hat weil wir ja auch alle busy people waren und das war also die Hochphase über Rassismus zu sprechen in Deutschland usw.. da waren wir dann fertig ... wer soll diesen Kurs leiden?

00:02:46: Und hatten dann auch so im Jahr... ... im Jahr zwanzig, zweitenswundzwanzig.

00:02:49: Dann noch selber die Erfahrung gemacht,... ... in Gemeinden zu gehen über Imparassismus zu sprechen,... ... auf Widerstand zu stoßen und die Erfahrung machte,... ... dass wir selber sehr viel Learning gemacht haben.

00:03:01: Ich bin da ja auch zur Phönix gekommen, habe da angefangen... ... den Trainer in den Ausbildungen zu machen und so.

00:03:06: Und hab gemerkt wenn ich das alles nicht gemacht hätte,... ... hätt ich gar nicht mehr Über Rassismus sprechen können weil ich mit... mit den ganzen Widerständen und D-Railingstrategien, Abwehrmechanismen und Beschimpfungen ja auch.

00:03:19: Mit all dem hätte ich gar nicht mehr umgehen können.

00:03:22: Und das war eigentlich dann so der Konzert in der Gruppe, dass wir gesagt haben ach du liebe Güte!

00:03:26: Wir müssen die Menschen vor sich selbst spützen so ungefähr.

00:03:28: Wir können es doch nicht rausbringen weil... Wie dolle müssen die Leute geschult sein, um das so machen zu können?

00:03:37: Und müssen nicht auch Menschen aus gemeinten Andersprache und Herkunft oder POC, People of Color, müssen sich viel mehr dabei sein.

00:03:45: Menschen mit eigener Migrationserfahrung

00:03:47: usw.,

00:03:49: wie divers müssten die Gruppen sein damit so ein Kurs funktioniert?

00:03:51: und dann dachten wir schnell sehr okay gut keine Gemeinde ist so divers also nicht für sehr wenige Gemeinden möchte ich doch nichts sagen keine.

00:03:58: aber Also, wo kann man das überhaupt wie machen?

00:04:02: Und dann haben wir uns so sehr daran verfangen und wie es dann so ist.

00:04:05: Dann haben wir als weniger getroffen und gar nicht mehr getroffen unterlag da so ein Ordner zwei Jahre rum und dann kam doch mal wieder die Idee auf.

00:04:15: Da haben wir noch einmal zusammen getan und dann stand das lange auf meiner To-Do Liste und war halt nicht so dringend.

00:04:21: und dann ist immer wieder nach unten.

00:04:23: Und zum Laufe der Zeit... Ich meine Leute buchen mich ja immer noch für Lesungen mit.

00:04:27: Wie sich Jesus weiß geworden Habe ich so gedacht, eigentlich könnt ihr das alles selber machen.

00:04:32: Immer noch nach vier Jahren muss ich ja jetzt nicht immer noch hier rumfahren und dieselben Lesungen halten.

00:04:37: Ich war das total gerne!

00:04:38: Ich liebe Lesungen mit Menschen ins Gespräch zu kommen ist wirklich mein Lieblingsformat mag ich viel mehr als ein Powerpoint Vorträge halten mache auch aber das mache ich wirklich total gerne.

00:04:50: Und gleichzeitig dachte ich, da ist ja so viel Anfrage.

00:04:55: Die Leute müssen es doch auch selber machen können!

00:04:56: Ich kann ja jetzt nicht die Rassismus-Tante sein, die immer kommt und ohne mich könnt ihr nicht über Rassismus reden.

00:05:01: Das hat mich dann doch wieder gepackt nochmal mit der Gruppe zusammen und dann noch mit dem Verlag zusammen.

00:05:07: Und dann tada letztendlich ist dieses Buch entstanden.

00:05:10: Und das war ja deine persönliche und deine professionelle Erfahrung?

00:05:15: die damit dazu geführt hat und die Zusammenarbeit, die du da in der Gruppe hattest.

00:05:21: Aber es gibt ja auch gesellschaftlich genug Anlass für sowas.

00:05:25: Also wenn wir uns die gesellschaftliche Lage angucken dann kann man einerseits sagen... Ja, Leute sind so ein bisschen erschöpft von dem Thema.

00:05:37: So sechs Jahre nach George Floyd, nachdem das ja auch in Deutschland immer mehr zum Thema wurde.

00:05:43: Aber gleichzeitig ist es ja so relevant wie nie.

00:05:46: Also wenn wir den Polarisierungsbarometer-Zweißen-Fünfundzwanzig von der TU Dresden angucken – also über Einenundachtzig Prozent der Befragten nehmen die Gesellschaft als gespalten war.

00:06:01: Und das größte Spaltungspotenzial wird dem Thema Zuwanderung zugeschrieben.

00:06:05: Der Vielfaltbarometer von der Robert Bosch Stiftung, dass Vielfald weniger positiv bewertet wird als sechs Jahre zuvor?

00:06:14: die Mitte Studie der Friedrich-Ebert Stiftung.

00:06:18: Da wird gesagt, dass das Orte fehlen für Austausch und Begegnungen und das Abschottung und Misstrauen zu Entfremdung führen.

00:06:27: Die Studie plädiert auch ausdrücklich für mehr Räume in den Menschen unterschiedlicher Hintergründe respektvoll ins Gespräch kommen.

00:06:34: oder der Rassismus Monitor vom Dezim Institut wo Neunzig Prozent der Befragten anerkennen, dass Rassismus Realität ist.

00:06:42: Und fast drei Viertel, also dreiundseipzig prozenter rassistisch markierten Menschen von Diskriminierung im letzten Jahr berichten.

00:06:52: und außerdem auch immer noch ein Drittel zustimmen der Aussage, dass es menschliche Rassen gibt.

00:07:01: Ja

00:07:01: das erwählte ich seitdem ja immer wieder ne?

00:07:03: Genau.

00:07:03: also da sind ja sehr aktuelle Studien, groß angelegte Studien und das zeigt ja auch... Also erst mal diese Zahlen sind ja nicht neutral.

00:07:13: dahinter sitzen Menschen die diese Aussagen machen, die diese Erfahrungen auch machen Und genau diese fehlenden Orte der Begegnung die in der Mittelstudie beklagt werden Diese Orte gäbe es ja eigentlich zum Beispiel in Kirche.

00:07:32: Und die werden aber nicht als solche benutzt und ist dieses Buch vielleicht auch so ein bisschen Beitrag dazu zu, solche Orte zu gestalten?

00:07:43: Genau also das war auch nochmal so einen Anlass dass genau diese Studien, diese Zahlen und auch so das wahrnehmen.

00:07:51: Es gab so eine Phase, weißt du bei wie Jesus weiß geworden.

00:07:54: Am Anfang meiner Lesung, also im Jahr-Zweifel, als es erschienen ist... Da war volle Euphorie.

00:08:00: Also, in dem Jahr die Gehypten, etwas mehr linksprogressiven Kirchenleute, kamen alle und waren auf den Lesungen und haben, hey wow!

00:08:09: Und so.

00:08:10: Dann kamen auch skeptische und ältere Leute.

00:08:14: Es ist ja nicht nur es gibt auch älteren Leute, die das gehypt haben und so.

00:08:19: Ich will jetzt gar nicht einen alten Jung aufteilen... dann auch mehr Leute, die kritisch waren und sich angegriffen haben.

00:08:32: Weil sie ihr Engagement aus der Partnerschaftsarbeit z.B.

00:08:39: infrage gestellt haben und ihr ideales Selbstbild kritisiert gesehen haben.

00:08:46: Die gab es dann auch.

00:08:47: Dann gab's irgendwann als klar war mit ansteigender AfD ... Es waren dann auch Leute, die dann irgendwann so ab im Jahr zwanzig in den Kirchen gekommen sind zu Lesungen und gesagt haben ja wollen wir müssen nicht mehr darüber diskutieren.

00:09:02: Da waren sich auch die allermeisten einig.

00:09:03: es gibt Rassismus und das ist toll wie liebevoll du darüber redest und mit uns ins Gespräch kommst Und niemanden einen Rassist nenns sondern sagts Wir sind alle rassistisch sozialisiert.

00:09:13: Du kannst so gut mit uns reden.

00:09:14: und da waren Leute dann noch eher begeistert und haben sich auch liebevoll

00:09:17: angenommen

00:09:18: gefühlt in meiner Tonalität.

00:09:24: Und dann gab es so eine Phase zum letzten Jahr, wo Menschen dann auch mittlerweile genervt sind bei ich sag mal das was in Anführungsstrichen als Vokabular so wahrgenommen wird.

00:09:37: Ja?

00:09:37: Vokavula!

00:09:38: Im Vokamula ja, mein schönes...

00:09:40: Ist das ein Riff?

00:09:41: Nein.

00:09:42: Habe ich das jetzt gerade erfunden?

00:09:44: Oh mein Gott.

00:09:44: Ja, Vokambular.

00:09:47: Also... Und der reift bei manchen Menschen ja schon, wenn du genderst.

00:09:52: Also das sind da schon als zu linksbruchssiefe oder so.

00:09:55: Oder

00:09:55: einfach nur sagst... ...Mensche haben Rechte, Menschenrechte.

00:10:00: Ich

00:10:01: bin für Menschenrechten.

00:10:04: Inklusion ist übrigens kein Egg-At-On, inklusion ist ein Menschenrecht, also wenn Du dazu gehörten, mehr als eine Rampe.

00:10:11: Ja und da sind Leute schon so ein bisschen genervter gewesen.

00:10:18: Und da nämlich genau das, was du in diesen Studien, die du gerade benannt hast, dann nämlich dass auch so war und es nimmt man auch wahr in Verlagen zum Beispiel, dass Bücher über Rassismus aber auch andere Diskriminierungsformen viel weniger gekauft werden als eben im Jahr.

00:10:41: So der große Aufschrei, dass irgendwie Tupokka auch ins Morgenmagazin eingeladen wird oder so.

00:10:46: Das war jetzt natürlich mit ihrem neuen Buch noch mal aber das hat ja auch nicht explizit nur mit Rassismus zu tun sondern ist ja ihre Lebensbiografie und sie hat sich eine Öffentlichkeit erarbeitet und bekommen.

00:10:59: deswegen interessieren sich Leute jetzt mehr für ihre Biographie ungefähr.

00:11:04: Ist ja auch nochmal was anderes oder speziell in dem Fall?

00:11:08: Aber so reine Bücher über Rassismus, Abelismus, Queerfeindigkeit oder so.

00:11:14: Das wird nicht mehr so gehypt.

00:11:16: Also die, die es interessiert haben sie jetzt auch verstanden.

00:11:20: Die brauchen nicht mehr einen Grundlagenbuch und die das nicht interessiert sind genervt.

00:11:25: Und vielleicht sind auch die die interessierte sind auch genervt Und es ist auf jeden Fall kein Markt mehr dafür da, also so von unserer gesellschaftlichen Entwicklung her und das zeigen ja auch diese Studien.

00:11:36: Genau da habe ich aber gedacht.

00:11:38: gleichzeitig gibt es trotzdem noch in der Kirche Menschen die sagen Mensch wie können wir denn aber miteinander ins Gespräch kommen?

00:11:46: Ich nehme in der kirche auch Menschen wahr die auch sehr links progressiv positioniert sind und die sehr hart in ihrer Sprache teilweise sind, aber klar in ihrer Haltung.

00:11:57: Das ist ja auch gut!

00:12:00: Und dann gibt es Menschen, die werden nicht so klar in ihre Haltung wahrgenommen und werden

00:12:06: dann auch

00:12:07: von links progressiv – ich plakate jetzt etwas ne?

00:12:10: auch kritisiert, weil zum Beispiel ihre Sprache... Weil die dann weiß ich nicht das M-Wort ausgesprochen haben oder so und gleich verurteilt werden.

00:12:18: Und da gibt es dann auch schon Reibereien zwischen Mitte und Links.

00:12:22: Dann gibt's eher Rechtskonservative, also damit meine ich auch rechtskonsertive und nicht rechtsextremen und nicht undemokratischen Leute sondern Menschen, die konservativ sind.

00:12:32: Also da gibt es ja auch viele und das ist auch okay.

00:12:36: man darf auch rechtskonferentiv sein so in einem demokratischen Spektrum völlig fein.

00:12:42: Und die sind dann vielleicht so.

00:12:45: meine Wahrnehmung, ich sage auch keine Studien drüber.

00:12:47: Er ist um eine Beobachtung im Thema Rassismus.

00:12:49: Die regen sich dann aber auf dann schon vielleicht über's Genen und sagen wir früher war auch nicht alles so.

00:12:54: Und sie sind noch genervter als

00:12:56: noch vor zwei Jahren.

00:12:59: Genau, und das stimmt ja sogar zum Teil.

00:13:02: Also dann werden nämlich plötzlich, ich sag jetzt mal in Parteien CDU-Wählende werden mit AfD-Lern in einen Pod geschmissen so... Und da wollen sie natürlich nicht hin!

00:13:14: Dann werden auch da die Gräben größer.

00:13:18: Gleichzeitig denke ich mir oft bei meinem Lesungen, das ist aber toll weil ihr seid alle in einem Raum Und jetzt und dann bin ich auf die, die so versucht sind auch die Stimmung zu halten und zu balancieren.

00:13:29: Und dann auch in Pausengesprächen und auch danach versuche ich vor allem immer, da sind natürlich eher die Linkspositionierten, die dann auch danach zu mir kommen und reden wollen und so ein Bonding machen.

00:13:42: Dann passiert das, dass es meistens weiße Menschen in der Kirche sind Dann sind das weiße, progressive.

00:13:51: Die ja auch so ein bisschen jetzt von der Antiracismus-Piocifraus und bisschen Selbstzustätigung wollen.

00:13:57: So

00:13:58: ein bisschen Absolution auch?

00:13:59: Ja!

00:13:59: Und wir sind ja die guten Weißen.

00:14:01: Bitte sag mir dass das nicht die gute Weiße wird.

00:14:03: Du hast gerade

00:14:04: zwar gesagt Wir sind alle rassistisch sozialisiert aber ich doch ein bisschen weniger oder?

00:14:08: Weil guck mal was ich alles mache und Ich habe ja auch noch hier den Hans, der grade das N-Wort genannt hat.

00:14:15: Der hab' ich ja vor allen hier nochmal auch reglementiert gesehen und das war unmöglich.

00:14:21: Und so, ich habe ihn ja extra nicht reglementiert.

00:14:24: Also uns zwar nicht weil ich es richtig finde sondern weil in dem Moment in dem ich ihn jetzt vor allem hier beschäme sehe ich dass wird es so auf Widerstand stoßen.

00:14:36: aber ich sehe vor allem er ist freiwillig zu einer Lesung zum Thema Rassismus gekommen um zu lernen.

00:14:43: wenn ich da jetzt gegen haue Dann geht er so in den Widerstand, dann geht der nie wieder zu einer Lesung vielleicht.

00:14:52: Man

00:14:52: verliert ihn und vielleicht auch andere im Raum die nicht offen gesprochen haben sich aber mit ihm identifizieren?

00:14:57: Ja genau durch mein hartes Eingreifen für dich dann auch.

00:15:01: Und gleichzeitig ist natürlich auch das ein Balanceakt, das weiß ich auch weil in dem Moment in dem ihr das Endwort ausspricht auch Verletzungen.

00:15:08: also da muss man auch so'n bisschen abwägen drinne.

00:15:11: wenn er jetzt irgendwie eine schwarze Person neben sitzen würde oder jugendlich oder so, dann müsste ich natürlich auch das ist mir schon klar.

00:15:23: Aber genau dafür habe Ich kann ja nicht in jede Gemeinde gehen.

00:15:28: Und ich rieche so viele Anfragen auch immer noch mit Leuten und auch mit Fahrkonventen, die wirklich Interesse haben.

00:15:34: Ich bin ja im Bikariatskursen und so ... Auch Synoden und so... Die Leute brauchen was weil sie wollen!

00:15:40: Also Synoden haben ja in mehreren, ob das jetzt im Rheinland, im Westfalen oder in der Nordkirche, Berlin oder in anderen Kirchen ist, die haben beschlossen, die wollen sich mehr mit Antirassismus zutriften.

00:15:52: Und die brauchen jetzt Handwerkszeug.

00:15:55: Du hast es ja schon gesagt, dein erstes Buch hat für viel Gesprächsstoff gesorgt.

00:15:59: Leute sind miteinander ins Gespräch auch gekommen – das wolltest du ja auch!

00:16:03: Und das ist jetzt aber ein Praxisbuch.

00:16:05: Das heißt, es ist ein Machbuch, einen Buch zum tun und zu machen.

00:16:11: Warum reicht es denn nicht sich mit Rassismus?

00:16:15: Intellektuell nur zu beschäftigen.

00:16:17: Warum müssen Körper und Gefühle hier mit lernen?

00:16:19: Und was sind so die Methoden, die du dafür auch anwendest oder vorschlägst?

00:16:24: Man muss erst mal sagen dieses Buch besteht aus zwei Teilen und das war auch so ein bisschen tricky.

00:16:29: ich habe gerade gesagt wir haben Kurs erarbeitet und daraus ist dann dieses Buch entstanden.

00:16:34: und dann bin ich damit ja mit dem Verlag meiner wunderbaren Lektorin Anja Hager, die ich immer gerne namentlicher wähne weil ohne sie wäre ich nicht Das nicht, aber ohne sie wäre ich nicht auf die Idee gekommen Buch zu schreiben.

00:16:50: Deswegen habe ich mit ihr auch zusammen das Praxisbuch gemacht und dann war so ein bisschen auch die Vorstellung von Verlagseite auch so ein bißchen anders als meine mit der Gruppe weil wir wollten ja einen Kursbuch für Gemeinden rausbringen.

00:17:06: Du verlagst, das kenn ich aber auch stehen gesagt.

00:17:09: Naja für eine Person alleine dass du das alleine für dich auch machen kannst.

00:17:12: also man kann ja auch in dieses buch rein schreiben.

00:17:14: deswegen ist es ja auch so schön die sein ne?

00:17:16: Es

00:17:17: sind jetzt zwei teile.

00:17:18: Also der erste teil ist für dich deine reflektion und zweiteilzwei ist für gruppen

00:17:23: genau.

00:17:23: Das soll ich gerade sagen.

00:17:25: Genau also deswegen haben wir dann so ein es ist kein kompromiss es ist jetzt grade auch richtig toll so weil menschen die das zum beispiel ihrer gemeine anbieten wollen können das Ja Erst mal für sich machen den ersten Teil und auch einzelne, die dann in der Gemeinde oder auch in anderen Gruppen kannst du das machen.

00:17:44: Damit arbeiten als Kurs können sie ja auch für sich alleine haben um das dann hier auszufüllen.

00:17:50: gleichzeitig wollte ich jetzt aber auch nicht so ein super.

00:17:54: Also es geht ja nicht nur ums Verkaufen, sondern auch darum... also ich werde nicht reich mit zum Buch.

00:18:00: Mir geht's ja mehr darum auch was anzubieten.

00:18:03: Deswegen gibt's auch ein QR-Code und man muss jetzt auch nicht für alle Teilnehmenden das Buch kaufen wenn man das in der Gruppe anbietet, sondern kann sich auch die entsprechenden Sachen, die nötig sind uns durchzuführen, kann man sich dann auch auf Rassismus & Kirchidee von unserem Blog runterladen als Kopiervorlagen.

00:18:18: Das ist auch möglich!

00:18:20: Und man muss auch übrigens nicht wie Jesus weiß geworden haben dafür.

00:18:25: Man kann das auch anbieten und dann gibt es Textstellen, die man sich anhören oder durchlesen kann.

00:18:33: Das ist halt nicht abhängig von dem ersten Buch.

00:18:37: So ein Buch zu lesen, da gehören ja auch Ressourcen zu die du haben musst also Konzentration Zeit Geld und so weiter.

00:18:49: Und das war mir auch noch mal wichtig dass es jetzt nicht so ein Verkaufsmodell ist.

00:18:52: Du musst das erste kaufen aus Weiterzumachen und eigentlich müssen alle kaufen sondern dass es auch ressourcenorientiert ist, für den Menschen.

00:19:01: Und wirklich was verändern soll weil mir das eben gerade in diesen Zeiten wirklich ein Anliegen ist und da etwas Menschen an die Hand zu geben, die das für sich ausfüllen können, die dies in Gruppen machen können miteinander ins Gespräch kommen können und vor allem dann auch...und das war mir auch so wichtig den Körper mit reinzunehmen.

00:19:19: du sprach das grade an.

00:19:20: Rassismus ist etwas was wir im Kopf natürlich auf einen Seite gelernt haben.

00:19:25: Aber es steckt auch in unseren Körpern, was ich auch mit rassistischer Sozialisierung meine.

00:19:31: Das haben wir ja alle unbewusst gelernt als Kinder durch Kinderbücher, Durchlieder, durch fährt welche Rolle in der Gesellschaft und so weiter.

00:19:39: das sitzt ja tief in unseren Kinderkörpern auch drin.

00:19:42: So dass wenn ich zum Beispiel in einer Bahn sitze... Ich bin jetzt am Wochenende Regional Express wiedergefahren, der war rappelvoll Und dann gab es einen Vierer, da saß ein schwarzer Mann und alle drei anderen Plätze waren frei.

00:19:53: Da denke ich mir mal, geil, da setze ich mich jetzt hin und hab auch Platz!

00:19:56: Dann saßen wir beide da... Und dann kam irgendwann der Station weiter, kam ein anderer schwarzer Mann.

00:20:03: Der sich auch zu uns gesetzt hat aber sich erst mal durch die Menge quetschen musste weil sich kein anderer zu uns besetzt hat.

00:20:08: und dieses Phänomen erleben ja viele schwarze Leute und dennoch würde niemand sagen ich setze mich bewusst nicht neben dem schwarzen mann.

00:20:18: Aber leute die rassistisch sozialisiert sind haben vermutlich Ein komisches gefühl sich dahin zu setzen schämen sich auch dafür.

00:20:25: deswegen spricht man ja nicht darüber Man sagt ja nicht, ich setze mich da hin, weil er sitzt im Schwarzer Mann.

00:20:31: Also es passiert sehr unbewusst, subtil.

00:20:33: aber es passiert und zwar regelmäßig.

00:20:35: Guckt wenn ihr Bahn fahrt, sitzen ganz oft schwarze Menschen allein im Vierer obwohl sonst alle belästet blickt sind.

00:20:42: Da passiert was auch in unseren Körpern, was dann sehr unterbewusst zu Vorurteilen, Ertalkhandlungen oder Handlungen die wir nicht mal bewusst wahrnehmen... führt.

00:20:53: und das muss irgendwo so in unserem Körper sein.

00:20:56: Und auch bei rassifizierten Menschen, also bei People of Color passiert ja auch was im Körper.

00:21:04: Also Rassismus hat eben auch etwas mit Körpern zu tun – auch Traumata, auch Transgenerationales

00:21:10: usw.,

00:21:11: dass jetzt alles im Körper ist.

00:21:13: Da habe ich mich von Resma Menakim inspirieren lassen des Buchs My Grandmother's Hands.

00:21:20: Das ist ein Buch, was eigentlich für POC geschrieben ist amerikanischer Kontext und er macht auch da viel Körperarbeit und so meditationsmäßig.

00:21:33: und nimmt auch den Körper mit rein.

00:21:35: Und das habe ich so ein bisschen versucht, mit reinzunehmen, dass sich eine Liturgie quasi für so Abende oder auch für dich selber, wenn du das alleine machst gemacht habt.

00:21:46: Da gibt es vorher dann einen Überblick am Anfang und eben auch eine kurze Körpereinheit-Übung am Anfang die sehr unterschiedlich ist.

00:21:55: Ich schließe die Augen oder senke meinen Blick und der mir kurz was vor.

00:22:00: Es gibt eine Reflexions... Frage oder auch eine Atemübung, um eben auch ganz bewusst nochmal den Körper mit reinzunehmen und ja, um da nicht nur im Kopf das zu durchdenken.

00:22:15: In deiner Arbeit verspürst du da auch viel Widerstand?

00:22:18: Weil gerade so im kirchlichen Raum der ja häufig sehr akademisiert geprägt ist auch wo Leute vielleicht weniger Probleme damit haben, ein Buch zu lesen, sich einen Vortrag anzuhören.

00:22:30: Sich intellektuell mit einem Thema auseinanderzusetzen und die dann sagen okay ich habe Sarahs Buch gelesen, ich hab Tuckburgers Buch gelese, aber allerdings Buch gelesene Ich verstehe jetzt Rassismus!

00:22:39: Und wenn du dann ankommst mit Übungen zur Körperwahrnehmung und Atem und schaut mal wo spürt ihr das in eurem Körper?

00:22:49: Gibt es da deines Erachtens oder deine Erfahrungen nach mehr... Widerstand als auf dieser kognitiven Ebene?

00:22:57: Also ich muss auch ehrlich sagen, wenn ich jetzt in so ein Fahrkonvent gehe und da einen Vortrag halte über zwei Stunden, dann mache ich eigentlich auch keine Körperarbeit.

00:23:05: Das ist schon nach was wo ich gerade so in so kirchlichen Settings

00:23:09: eher

00:23:10: zurückhaltender bin.

00:23:12: und auch bei einer Synode wo ich einen Hauptvortrag gehalten habe, da hab' ich schon ein Lied gespielt das irgendwie schon... als revolutionär anders geilt.

00:23:25: Man bewegt sich ja in so Framings, wo es schon irgendwie auch weiße Hauptverträge auf so einer Synode, wo dann ein Professor kommt und seine drei Punkte auf ne Weißen Power-Präumfolie präsentiert, wo noch das Uni-Logo drauf ist – und da war's das auch!

00:23:42: Das Meine ganze Art zu sein, zu reden und danach noch ein Lied einzuspielen.

00:23:50: Das reicht dann auch schon damit es als was super innovatives anderes so gelabelt wird.

00:23:58: Aber da ist das Buch ja vielleicht einen Versuch, etwas mehr in die Tiefe zu gehen?

00:24:02: Ich

00:24:02: glaube genau dass war das auch.

00:24:03: Da habe ich gedacht, da können sich jetzt mal Leute mit beschäftigen, sie können das nachlesen, gerade akademisierte Kopfmenschen Wobei ich bei dem Begriff auch immer echt mit Hardere, weil Leute benutzen das so für mich als ob sie kein Körper hätten.

00:24:16: Wir haben alle ein Körper und manche haben einfach mehr gelernt, auch dazu zu verstecken was im Körper ist.

00:24:21: Und gleichzeitig war das für mich ja auch in Learning.

00:24:24: Also... Ich bin jetzt zum Beispiel, ich habe ein paar mal versucht in meinem Leben Yoga zu machen.

00:24:29: Es ist nicht meins!

00:24:32: Und dieses Ruhige und so.. Das ist auch nicht so meins.

00:24:36: Gleichzeitig hab' ich aber auch Erfahrungen gemacht Wo ich selber auch in mir sehr, sehr viel Widerstand aber gemerkt habe mit so Meditationen und Atemübungen.

00:24:46: Und auch die Frage wo spürst du das im Körper?

00:24:48: Das war irgendwie so.

00:24:50: weißt du also... Das kenne ich auch immer noch.

00:24:54: Wir waren letztens, und ich weiß nicht ob du das erinnert, zusammen mit mehreren Menschen haben wir auch so eine Körperübung gemacht.

00:25:00: und dann sagte die, die das gemacht hat, sagt und wir atmen durch die Fußsohle ein.

00:25:06: Und dann ziehen wir das durch unseren Körper und atmen den Kopf aus.

00:25:09: Und das war auch so einen Moment.

00:25:11: da geht es zu einer Stimme in mir, die sagt was für ein Quatsch ey!

00:25:15: Ich atme durch die Fußsohle ein.

00:25:21: Und durch den Kopf ausatmen, kriege ich noch hin.

00:25:22: Aber durch die Fusssohler einatmen und mich jetzt verwurzeln... Der

00:25:27: Atemverband hat durch den ganzen Körper?

00:25:28: Ja!

00:25:28: So ist so irgendwie ... Also gleichzeitig merke ich aber auch wenn ich mich dann überwinde und die Überwindung ist nicht mehr ganz so groß war wirklich nur so ein kleiner Moment.

00:25:40: Ich habe es nicht so lange drüber nachgedacht als ich das da hatte mit der Fußsohl und dem Einatmen.

00:25:45: Aber ich merke wirklich neurologisch auch, wie gut mir das tut.

00:25:51: Wie ruhig ich werde und also alleine so Atemübungen die kann nicht auch machen in einer Gruppe wenn ich mich aufrege und so oder wenn ich innerlich unruhig werde.

00:26:00: So kleine Atem Übung oder auch so Klopfübung oder so.

00:26:04: Da gibt es da gibt's Faszinierende Sachen, die mich auch in den letzten Jahren selber total fasziniert haben.

00:26:10: Also auch so zu Hause mit meinem Mann wenn wir dann irgendwie... Wenn man sich zum Beispiel das finde ich total krass, wenn du dich sechs Sekunden küsst Ich spüre es im meinem Körper Könnte alle mal ausprobieren Sechs Sekunden Das macht neurologisch.

00:26:29: was mit dir?

00:26:30: Sechs und mehr meinst du?

00:26:31: Ja

00:26:31: ja, sechs Sekunde nicht weniger als sechs Aber normalerweise Wir sind jetzt seit zwanzig Jahren zusammen, die Romantik.

00:26:39: Wenn wir uns kürzen zum Grüßung oder zum Abschied ist es ja auch so im Alltag, das sind keine sechs Sekunden.

00:26:46: Sechs Sekunden können auch lang sein?

00:26:49: Ja!

00:26:49: Vielleicht geht's momentan, wenn ich gedacht habe, hey, machen wir mich dreimal täglich.

00:26:53: Wir nicht.

00:26:54: Mindestens zählen?

00:26:55: Ja, wir nicht.

00:26:56: und... Oder zwanzzig Sekunden umarmen Also dann fährt der Nervensystem beruhigt sich in dem Moment.

00:27:04: Und das, also wir versuchen das so regelmäßig zu machen und es ist echt krass wie sehr ich das körperlich spüre!

00:27:13: Und mein Mann halt auch ne?

00:27:14: Das finde ich so... das finde ich faszinierend.

00:27:17: Also an solchen Kleinigkeiten merkt man ja wow da ist mehr in unserem Körper was Auswirkungen hat Auch auf meinen Denken als ich eigentlich geglaubt habe zum Meinen Sogar ne Kopfmenschen.

00:27:29: Ja und dass das eine, das andere auch beeinflusst also auch andersrum?

00:27:33: Das was du denkst macht es ja auch mit deinem Körper und was du im Körper spürst beeinfluest auch deinen Denken.

00:27:40: Und gleichzeitig ist mir da auch noch mal wichtig zu sagen... ...das ist hier auch bei Yoga der Fall Da haben jetzt auch... Also Yoga ist ja auch so ein Hype.

00:27:50: Ich bin jetzt nicht Freundin davon alles an kulturelle Aneignungen zu verteufeln.

00:27:55: Das wäre falsch weil Also sehr, sehr viele Dinge sind kulturelle Aneignungen und das macht ... wenn du das konsequent durchführen würdest würde das ab Absurdum führen.

00:28:08: Aber sich trotzdem vor Augen zu halten wo diese Traditionen in den Körper mehr reingenommen werden unter anderem Yoga.

00:28:16: Wo es

00:28:16: auch viel selbstverständlich ist?

00:28:17: Ja aber auch ja andere Form.

00:28:19: wie gibt ja viele gerade so im sportlichen Bereich viele Sachen aber auch viel meditatives und so.

00:28:26: Und auch nochmal zu schauen, wo kommt das denn her?

00:28:28: Das kommt nicht meistens nicht aus Mitteleuropa.

00:28:32: Und da noch mal auch gerade wenn wir über Rassismus sprechen oder um koloniale Denkweisen die wir auch eingeübt haben sehr ungewusst dann ist das auch etwas mit.

00:28:42: Wir können alles im Kopf lösen.

00:28:43: Das wissen jetzt mittlerweile die meisten Menschen dass es nicht möglich ist und wir dann unsere Grenzen kommen.

00:28:50: Aber und da wird sehr viel Aneignung betrieben, weil diese Wissensbestände und diese Praxis darüber die Praktiken darüber, die kommen meistens aus dem globalen Süden.

00:29:04: Und das finde ich ist auch nochmal und das war mir auch in einem Buch noch mal auch wichtig so was auch anzuerkennen, sowas zu be- nennen.

00:29:10: Das heißt nicht dass man das nicht benutzen darf.

00:29:14: Sowieso gibt es an jeder zweiten Ecke und das ist sowieso auch dieses, wir dürfen nicht, man darf das schon.

00:29:22: Aber zu benennen so, das finde ich dann auch noch mal die Ursprüngle zu benennen.

00:29:26: Die fand ich auch wichtig.

00:29:27: da habe ich mir auch Mühe gegeben, sowas dann eben auch zu benenden.

00:29:32: Noch einmal um aus Buch zurückzukommen Ich finde es super dass es diesen ersten Teil gibt für die eigene Arbeit und dann den zweiten Teil für die Gruppen, aber es ist auch noch mal wichtig.

00:29:45: Die Leute können das selber machen.

00:29:47: also man braucht jetzt keine POC, die Bildungsarbeit für die Menschen dann machen soll sondern das Praxisbuch ist dazu da dass man selber auch ins Handeln kommt.

00:29:56: Total!

00:29:57: Also das kann jede Person für sich selber machen.

00:30:03: Es können auch POC-Personen für sich machen.

00:30:05: wenn ich das so durchgehen würde...

00:30:08: Das ist kein Buch für weiße Menschen.

00:30:10: nur

00:30:14: Ich habe bei dem, also wenn wir ehrlich sind und uns die kirchliche Landschaft angucken.

00:30:21: Gerade die Menschen angucken, die sich auch ein Buch kaufen und die solche Kurse anbieten oder diese was sich für sich alleine kaufen dann ist die Realität dass das mehrheitlich weiße Menschen sind.

00:30:30: Die haben die Ressourcen dazu und sie sind da in unseren Kirchen usw.

00:30:34: Ja deswegen hatte ich schon Beim Schreiben und auch wir, die wir den Kurs damals gemacht haben, hatten wir mehrheitlich weiße Menschen vor Augen.

00:30:43: Weil das nochmal die Realität ist.

00:30:46: Gleichzeitig merke ich ja auch bei allen Büchern, die ich zum Thema Rassismus gelesen habe dass ich auch vieles darüber gelernt habe weil ich ja in Deutschland sozialisiert bin und auch selbst POC, die es nicht sind lernen darüber ja auch wie Rassismus wirkt.

00:31:03: Und Rassismus ist sowieso global umfassend.

00:31:05: also auch Menschen, die in Tanzania aufgewachsen sind und sozialisiert sind beispielsweise sind hier auch eine Art und Weise rassistisch sozialisiert anders als in Deutschland aber auch weil Rassistus überall auf der Welt wirkt.

00:31:17: Also von daher für Menschen, an die ich gedacht habe mehrheitlich weiß.

00:31:26: Man kann aber auch alleine als PUC den ersten Teil auch alleine machen und auch in der Gruppe.

00:31:32: Aber gerade wenn man das in der gruppe macht da hab ich nochmal auch Da habe ich so nochmal verschiedene verschiedene Gruppenkonstellationen diese geben kann noch mal berücksichtigt und benannt weil Über die Gruppenkonstellation können sich auch Dynamiken ändern.

00:31:52: Also wenn zum Beispiel die Gruppe überwiegend weiß ist, dann wichtig, dass man dann auch als weißer Reflektionsraum das auch sieht und benennt und belegt.

00:32:09: Und auch wenn man das als weiße Person allein liest.

00:32:12: Wenn man es als POC-Person zum Beispiel alleine liest ist glaube ich auch wichtig sich vor Augen zu führen.

00:32:17: Ich kann an manchen Stellen durch rassistische Erfahrungen in meinem Leben was meiner Kind hat oder jetzt auch retraumatisiert werden.

00:32:24: Und wenn es eine mehrheitlich weiße Gruppe gibt in der so zwei drei oder auch nur eine POC-Person ist.

00:32:31: Es ist besonders wichtig, dass man die POC Person dann nicht so als Belegerfahrung im Raum hat.

00:32:39: und da gibt es sehr subtile Mechanismen bei weißen Menschen das sie eben auf ich gerade berichtet habe wenn Menschen zu mir kommen Die wollen auch so ein bisschen Entlastung.

00:32:52: Also weil du reflektierst ja deine eigene Reflektion in dem Buch, auch was hat dich geprägt?

00:32:56: Was hat ich im Kindergottesdienst geprächt?

00:32:58: Was hatte ich in deinem Glauben gepräht?

00:32:59: Wer hat dich geprägt?

00:33:00: und so weiter... Und das wühlt ja ziemlich viel in dir auf!

00:33:05: Wenn dann eine POC-Person im Raum sitzt, ist es vielleicht der Anker den ich nehmen kann um mich zu vergewissern.

00:33:13: Ganz so schlecht bin ich trotzdem nicht Und dann werden sehr, sehr unbewusst.

00:33:19: Das sind Mechanismen die es gibt und die niemand böse meint und auch den meisten Menschen in dem Moment gar nicht verstehen.

00:33:26: deswegen erkläre ich sowas auch in einem Buch dass man da sehr aufpassen muss Dass man nicht seine eigenen Gefühle so davon überrollt ist das man die gefühle gerade von rasifizierten menschen Nicht mehr wahrnimmt.

00:33:41: da wird man vorher drauf gebracht Und da sind dann zum Beispiel, wenn sehr, sehr wenige Menschen POC sind im Raum.

00:33:48: Aber da sind was Schönes und was auch unbedingt bereichern sein kann?

00:33:55: Dafür habe ich auch nochmal gewisse Awareness-Konzepte reingeschrieben und Safer Spaces und wie man das dann auch in Gruppenkonstellation gestalten kann.

00:34:02: Lesen kann das Buch jede Person für sich selbst.

00:34:06: Wo du gerade Awareness Konzepte, Safer Space ist... Und auch die Orte, wo diese Gruppen ja auch stattfindet.

00:34:16: Also viele Gemeinden schreiben das ja auch so an ihrer Tür oder in ihr Gemeindebrief und auf die Fahnen und sagen es dann auch hier sind alle willkommen.

00:34:35: Warum reicht das deines Erachtens nicht?

00:34:40: Das Wort aware heißt ja schon so aufmerksam sein, beware sei aufmerksam.

00:34:44: Und die Aufmerksamkeit ist in dem Moment soll sie darauf gelenkt sein dass wir eben nicht der sichere Ort sind der wir meinen den wir hier versprechen weil Rassismus kann überall passieren.

00:34:57: Rassismus kann auch noch in unserem Gespräch gerade passiert sein oder passieren.

00:35:02: Da sind wir alle nicht vorgewappnet, umso wichtiger ist es dass man sich genau das auch vor Augen führt und keine Versprechung macht die nicht die man nicht einhalten kann.

00:35:13: gleichzeitig kann man aber sagen passt mal auf Wir haben uns beschäftigt wir kennen Dynamiken Und genau darauf achten wir auch.

00:35:22: also können wir einen safer space ein sicherer Ort sein als ein ort Wo Leute das nicht bewusst ist, dass es das gibt so.

00:35:31: Und dafür gibt's halt auch Konzepte.

00:35:34: und dabei ist mir zum Beispiel auch ganz wichtig, dass Safer Spaces und Awareness, das sind keine Konzeptpapiere aus der EKD oder aus kirchlichen Kontexten sondern auch diese Konzepten kommen aus schwarzen und queeren Bewegungen in denen Menschen sich Schutz selbst organisieren mussten.

00:35:55: also dass wir das jetzt heute nutzen und es wird ja auch öfter in kirchlichen Kontext mittlerweile benutzt.

00:36:00: Und was super, super gut ist, sich das aber trotzdem vor Augen zu führen, dass es ein Geschenk ist, was uns mal generalisierte Menschen gegeben haben?

00:36:10: Das finde ich mir auch nochmal wichtig.

00:36:12: Das habe ich auch bemerkt und da sollte man auch als solches annehmen.

00:36:16: Da unterscheidet es sich im Prinzip dann auch von Seelsorgen.

00:36:20: zum Beispiel weil ich dann auch schon einmal gehört hab okay wenn's Awareness Personen gibt kanns dich auch Seelsorgeperson geben.

00:36:25: Das eine wertet das andere ja nicht ab, in keinerlei Richtung.

00:36:28: Also Seelsorge wertet Awareness Menschen und Awareness-Menschen werten Seelsorgende nicht ab.

00:36:34: Das ist mir ganz wichtig.

00:36:35: aber es kommt aus unterschiedlichen Bewegründen sozusagen.

00:36:42: Und es hat auch noch mal natürlich auch also Notfallseelsorge, kranker Saison, dass hier alles nochmal was ganz anderes.

00:36:47: Ich meine jetzt eher so wenn es so seelsorge Personen gibt auf Events und so die gibts ja auch Und dann gibt es neuerdings öfters Awareness-Personen auf solchen Events.

00:36:57: Da kann man dann fragen, wo ist der Unterschied?

00:36:58: Früher hießen die Seelsorgen, warum heißt das jetzt Awareness Personen?

00:37:01: und ich glaube dass der Unterschied da noch mal wichtig zu benennen ist, wo kommt das her, dass es von aus marginalisierten Kontexten kommt, die genau auch im Prinzip ja auch Seelsorgeansprechperson sein können Aber mit einer Awareness und einer Schulung zu Diskriminierungs- sensibilität, auch intersektional.

00:37:22: Also Ablestungsquieferentigkeit, Rassismus

00:37:24: usw.,

00:37:25: dass man darin geschult ist und sich dem bewusst ist das Macht, Machtdynamiken, Hierarchien immer im Raum sind Ist man aber auch als Wandsperson jetzt nicht die Sprachpolizei, sondern erst mal Ansprechpersonen.

00:37:42: Und da wahrscheinlich auch ähnlich wie in der Seelsorge erstmal für die Person, die zu mir kommt?

00:37:47: Ich bin nicht gegen dich, wenn du weißt bist oder ob du schwarz bist.

00:37:50: Ich bin ich gegen dich.

00:37:52: Ich Bin Nicht Die Sprach-Polizei Sondern ich Bin Jetzt Für Dich Da Weil es Dir gerade Aus Welchen Gründen Auch Immer Geht Es Dir Jetzt Gerade Schlecht, du bist aufgewühlt.

00:38:04: Irgendwas hat dich mitgenommen oder du hast einfach eine Ansprechperson weil dir manches nicht klar ist oder irgendwas Unangenehmes passiert ist oder du dich stählst und ich weiß damit umzugehen usw.

00:38:13: So halt

00:38:15: wobei auch manchmal denke bei diesem alle sind willkommen sich das so groß auf die fahren zu schreiben aber sich nicht wirklich näher damit beschäftigen zu wollen, was das bedeutet und was man eigentlich dafür tun muss.

00:38:28: Damit sich alle auch willkommen fühlen.

00:38:30: Das hat vielleicht auch so ein bisschen nach diesem extrem starken Wunsch nach Harmonie in der Kirche zu tun, den ja viele haben, sodass man sich das ganz gut aufs Schild schreiben kann.

00:38:44: Aber wenn es dabei darum geht, wirklich bestehende ... Systeme, auch ja vielleicht auch tabuisierte Traditionen die einfach so sind.

00:38:58: Machtmissbrauch, Sexualität Gewalt Rassismus Antisemitismus was tief verankert ist.

00:39:06: ich kann mich zum Beispiel noch an einem Einsatz aus deinem Buch wie es Jesus weiß geworden erinnern das mir immer in Erinnerung.

00:39:14: Der Satz der Rassismus steckt in unserer Kirche, wie erst best in den Wänden.

00:39:19: Und ich mag dieses Bild zu sehr weil es halt eben dieses Unsichtbare ist.

00:39:24: Es ist da und es macht uns alle krank aber wir sehen es nicht.

00:39:30: Und gerade so diese Harmoniesucht beziehungsweise dieses, aber es sind doch alle Willkommen.

00:39:36: Ich muss das nur sagen und dann wird es auch passieren.

00:39:40: So ich mache mir die Welt wie sie ist und wenn das mal nicht so passiert, dann frage ich mich woran das liegt?

00:39:45: Es liegt aber auf gar keinen Fall an mir.

00:39:51: ist schwierig, ich glaube das steht uns allen so ein bisschen im Weg auch in der Kirche.

00:39:56: Und gleichzeitig geht es dir ja nicht darum irgendwie mit dem Finger auf Leute zu zeigen und da irgendwie Leute zu beschämen oder zu sagen wie ihr macht das hier alles falsch sondern es geht ja darum Verantwortung zu übernehmen.

00:40:08: Ja auch.

00:40:09: aber auch Verantwortung zu Übernehmen hat ja schon wieder auch so einen Leistungsdruck weißt du?

00:40:13: Also ich glaube dass Menschen wenn sie erst mal da sind und keinen Widerstand fühlen, sich nicht beschämt fühlen.

00:40:21: Also viele fühlen sich ja beschämnt!

00:40:23: Und wir haben nie gelernt so richtig mit Scham umzugehen weil wir als Kinder schon gehört haben du musst dich nicht schämen trotzdem war die Scham da.

00:40:28: also haben wir schon von sehr klein auf gelernt dass es ein unerwünschtes Gefühl.

00:40:34: Deswegen ist es auch so schwierig, sobald Scham aufkommt.

00:40:37: Und deswegen ist es mir so wichtig, auch Schuld und Scham abzubauen in der Antirassismusarbeit.

00:40:43: Auch mit diesem Buch habe ich das versucht, dass man an manchen Stellen noch einmal deutlich zu machen wo das wirklich sinnvoll ist Menschen nicht vorzuverurteilen weil sie sich in dem Moment nicht öffnen.

00:40:53: also das Gefühl von Scham kommt auf.

00:40:56: Mein ideales Selbstbild ist in Gefahr.

00:40:59: Und wenn ich dann noch in der Gruppe bin, habe ich auch noch Zeugen dafür – das verschlimmert das und das will nicht auf gar keinen Fall, dass es rauskommt.

00:41:06: Deswegen verschliesse ich mich und gehe in den Widerstand.

00:41:09: Ich glaube mir reicht es erst mal in unserer Leistungsgesellschaft, dass Menschen dieses Buch nehmen ob für sich oder eine Gruppe und erstmal bei sich selber bleiben und werden sie dann merken

00:41:23: Sie haben

00:41:23: keine Energie, dann ist es auch okay.

00:41:25: Da müssen sie nicht durch irgendwelche Taten Verantwortung übernehmen.

00:41:29: Vielleicht ist das schon dein Stückchen was erst mal reicht?

00:41:34: Vielleicht kommt das in einem Jahr vielleicht in zehn Jahren, vielleicht doch nur eine ganz kleine Begegnung mit irgendeinem anderen Menschen.

00:41:43: Vielleicht setze ich mich an der Bahn in den Vierer wenn der schwarze Mander sitzt weil's mir jetzt bewusst ist oder was auch immer.

00:41:49: Oder ich tue es auch nicht, weil ich irgendwie dieses Gefühl auch nicht überwinden kann!

00:41:54: Aber jetzt weiß ich erstmal wo's herkommt.

00:41:56: Vielleicht reicht das erst mal weniger als mehr?

00:41:58: Das ist auch so ein bisschen etwas, was ich auch lernen durfte... Und da habe ich auch meine kirchliche Sozialisation so stark gemerkt, du musst dann auch was tun.

00:42:08: Du musst etwas leisten!

00:42:09: Du musst Verantwortung übernehmen!

00:42:10: Du muss

00:42:11: ein Zeichensetzen... Ja

00:42:13: irgendwie so ne?

00:42:14: Du musst irgendwie Partei ergreifen und du musst dieses und jenes tun und spenden und zahlen und dich dann noch einsetzen und dein Mund aufmachen und du darfst nicht schweigen gerade jetzt in diesen Zeiten und so.

00:42:25: und vielleicht ist es erstmal was zu verstehen Ich muss erst mal gar nichts.

00:42:30: So viel erleichtern das auch ist

00:42:33: Das ist ja erstmal enorm entlastend.

00:42:38: und um nochmal auch so ein bisschen darauf zu kommen, was dieses Buch nicht ist oder was die Arbeit darin nicht ersetzen soll.

00:42:48: Gerade wenn du auch darüber sprichst das es da auch um Erinnerung, um Kindheit, um Gefühle, um Körper... Trauma und Retraumatisierung zum Teil auch geht.

00:43:03: Also dieser Kurs oder dieses Buch, der setzt ja... Zum Beispiel keine Therapie.

00:43:10: Ja, ganz wichtig.

00:43:12: Auch wenn man so Körper arbeiten macht und sowas ist es auch nicht in der Gruppe.

00:43:16: Und das finde ich ist noch mal ganz wichtig zu sagen.

00:43:19: Also gerade bei mehrtägigen Antirassismus Trainings zum Beispiel sagen wir das ja auch.

00:43:27: Ich schreibe auch über Phoenix der Verein, bei dem wir beide ja auch sind und auch Antirassismus und Empowerment gelernt haben.

00:43:36: Und immer noch lernen.

00:43:38: da erkläre ich so ein bisschen die Philosophie dahinter.

00:43:42: Und auch da ist es eben auch noch mal wichtig, bei so einem Training am Anfang immer wieder zu sagen.

00:43:46: Auch wenn diese Gefühle aufkommen werden, die Tiefe geht es ersetzt keine Therapie und das isst keine Therapien.

00:43:52: ich bin keine Therapeuten.

00:43:54: Das ist

00:43:55: vielleicht auch nochmal wichtig für die Leute, die solche Übungen vielleicht anleiten?

00:43:58: Ja

00:43:59: genau!

00:43:59: Also auch dass sie

00:44:00: das nicht leisten müssen.

00:44:01: Genau

00:44:01: und darüber schreibe ich auch ein ganzes kapitulose Absatz paar Seiten in denen ich auch nochmal den Leuten sage... Also du bist dafür da als Leitung verantwortlichen Rahmen zu setzen für Würde, für Schutz und für gute Übergänge.

00:44:18: Du bist nicht dafür da Menschen zu heilen, zu therapieren, kenn deine Grenzen auch gut!

00:44:24: Du musst auch nicht die Menschen überzeugen

00:44:26: usw.,

00:44:27: weil jemand zu überzeugen oder jetzt auch Ratschläge zu geben und so das ist kontraproduktiv.

00:44:33: ich weiß auch von diesem Drang.

00:44:36: Ich will sie jetzt unbedingt beibringen.

00:44:38: Aber in dem Moment, in dem ich direkt in die Konfrontation gehe ist es... Dann kannst du aufhören, weil dann beginnt Widerstand.

00:44:46: Weil dieses ideale Selbstbild, die Familienerzählungen in deutschen Familien auch... Wir waren... Opa war kein Nazi!

00:44:53: Wir waren keine Nazis.

00:44:55: So dieses Selbstbild ist so in uns drin.

00:44:58: Das haben wir immer und immer wieder gehört in der Kirche, haben wir von Bonnhöfer gehört.

00:45:02: In der Erzähl-Selbsterzählung der Kirchen waren wir fast alle bekennende Kirche.

00:45:06: Und wir waren im Mindermann.

00:45:08: Wir haben alle Juden versteckt?

00:45:09: Ja

00:45:11: genau.

00:45:11: dass Antisemitismus so hochkommt.

00:45:13: Also das ist ja auch dieses... Das war nie weg, also Antisemitism war nicht weg, Rassismus war nie Weg.

00:45:21: aber wir haben uns eine Selbsterzählung erzählt als ob wir alle ideale Menschen wären und das wollen wir auch sein, was will ich keinem absprechen?

00:45:31: Aber es steckt so viel in uns drin Da brauchen wir Raum für das zu reflektieren.

00:45:37: Und ich glaube, dass Kirche genau da ein ganz entscheidender Ort sein kann in dieser zeit-, in dieser gesellschaftlichen Lage.

00:45:45: und dazu hilft vielleicht dieses Buch weil man sich so über die Frage wie ist Jesus eigentlich weiß geworden?

00:45:51: Erst mal eine leichte Frage darüber auch annähern kann und was anbieten kann.

00:46:00: Und es ist übrigens auch vielleicht das nochmal.

00:46:02: Das Buch ist ja in mehreren Kapiteln auch unterteilt, also sowohl auch in der Selbsterfahrung und auch im Gruppenprozess.

00:46:12: Also es gibt sieben Einheiten.

00:46:15: Man kann aber auch – und das ist auch noch mal erklärt – man kann nur fünf machen.

00:46:19: Auch gerade wenn man sagt, okay, fünf Abende irgendwie mit meinem Kontext oder so.

00:46:22: Oder wenn man eine Lesegruppe hat, dann kann man ja Poffat organisieren oder in einer Uni oder was weiß ich?

00:46:27: Fünf ist so und die beiden anderen sind zu add-on.

00:46:31: Wenn man sich noch mit Intersektionalität, also nicht nur mit Rassismus zum Beispiel bei der Queerenkirche oder so nochmal mehr damit auseinandersetzen möchte dann kann man das als add on noch mit drauf nehmen wobei mir klar ist es Queerfeindlichkeit kein Add On ist.

00:46:44: aber jetzt meine ich, wir kommen aus dem Bereich Rassismus in dieses Buch und ich empfehle natürlich eh alle Einheiten zu lesen und zu machen Aber auch das Kapitel Komene und Mission Da auch nochmal, dass es eher so ein für Leute die vielleicht lange in der Partnerschaftsarbeit sind oder sich da noch mal mehr mit zu beschäftigen.

00:47:02: Und dann gibt es in dem Buch auch zwei Gottesdienste wenn man das irgendwie im Gemeindekontext anbieten möchte.

00:47:09: Sind da zwei Gottesnienstentwürfe drin?

00:47:11: Oder Bibelarbeitsentwünfe kann man als beides nutzen.

00:47:14: Ich weiß ja auch wie man so Material hier benutzt.

00:47:16: Wenn ich einen Gottesnieß bin und ein Gottesnichtsmaterial mache, dann nehme ich mir eh das raus was passt.

00:47:20: Man kann aber alles nehmen.

00:47:21: Es gibt unterschiedliche Elemente die man auch mixen und menschen kann und wo man was rauspicken kann.

00:47:26: Dazu

00:47:26: sind die Leute auch herzlich eingeladen.

00:47:28: Das dürfen Sie gerne alles so machen, wie sie wollen.

00:47:30: Da sind Gebete, Aktionen, Predigten, Inputs

00:47:34: usw.,

00:47:34: Liturgien und so.

00:47:36: Auch das kann man alles nehmen.

00:47:38: Und da kann man dann auch noch mal so ein Kurs zum Beispiel einbetten, dass man sagt am Anfang feiern wir mit der Gemeinden Gottesdienst, wo wir dann auch Werbung machen.

00:47:45: Und dann bieten wir diese Abende an und dann machen wir auch einen Abschluss Gottesdienste in den Gestaltemann vielleicht mit Leuten, die teilgenommen haben oder was auch immer.

00:47:52: Das ist sehr frei.

00:47:53: Das darf natürlich jede Person für sich entscheiden, wie man das nutzt.

00:47:57: Aber das ist alles somit da und das war mir auch nochmal ganz wichtig weil ich ja auch du hast es gerade schon mal gesagt, ich möchte es auch ein bisschen mehr so etablieren jetzt nicht nur Körperarbeit sondern auch die Sprache, wie ich Liturgie gewählt habe.

00:48:09: Ja also da auch noch einmal... Da steckt doch so im Detail und manche merke ich gar nicht und das ist auch total okay aber das ist alle Teil des Ganzen auch so'n bisschen... Auch so'nn bisschen ketische Kultur, Liturgiesprache zu verändern, ein bisschen auch nur.

00:48:27: Und ich glaube viele werden erstaunt darüber wie viel es dann doch hören oder wer ist dann doch hört.

00:48:33: Manchmal sind das so kleine Veränderungen in der Sprache wo man einfach mal an einer Stelle inklusive Sprache benutzt oder wo man bestimmte Menschen die sonst vergessen werden, einfach mal anspricht und das merken die Leute.

00:48:49: Weiß ich habe ja von der UCC, die auch ein sehr... also die United Church of Christ in den USA, die seit vielen Jahren sehr etabliertes Antirassismus-Programm und auch so einen Kurs hat, auf dem mich auch ein bisschen beziehe und wo ich auch teile, ein bisschen hier mit einfließen.

00:49:08: Hier hab' ich auch nochmal erwähnt am Ende des Buches.

00:49:10: Da gibt's auch eine wunderbare deutsche Gruppe, die das übersetzt hat.

00:49:14: Bei der UCC gibt es einen liturgischen Teil und die sagen dann, den benutze ich eigentlich immer auch in Gottesdiensten zur Gegrüßung.

00:49:21: Wer auch immer du bist, wer noch immer du liebst, woran auch immer glaubst und zweifelst

00:49:26: usw.,

00:49:26: und du bist herzlich willkommen diesem Gottesdienst.

00:49:28: Das habe ich halt auch eingebaut!

00:49:30: Und dieser kleine Halbsatz, wen auch immer Du liebst... dass er überhörn, ja manche Menschen überhören das einfach.

00:49:35: aber wie viele queere Menschen schon zu mir gekommen sind und gesagt haben Du hast es explizit benannt, um mich willkommen geheißen.

00:49:46: Ich habe so viel Schmerz in der Kirche erlebt ... Und du hast mich explizit willkommen.

00:49:52: Das sind genau diese Kleinigkeiten, die den Leuten so viel mehr bedeuten als dieses.

00:49:57: alle sind Willkommen und Du sollst dich gefälligst angesprochen fühlen.

00:50:03: Ja also es geht sehr viel um Selbstreflektion.

00:50:07: man kann in dem Buch alleine arbeiten Man kann in Gruppen arbeiten und so weiter.

00:50:12: und Du sprichst ja ganz expliziter von Den Leistungsdruck da auch raus zu nehmen und auch nicht zu viel zu erwarten von sich selbst oder von der Gruppe, in der man arbeitet.

00:50:24: Und trotzdem spielt er nicht auch ein bisschen bei dir der Wunsch mit dass es auch eine Veränderung von kirchlichen Strukturen bewirkt in gewisser Weise jetzt.

00:50:35: also ich will jetzt auch nicht irgendwie jetzt das du dich da festlegst was dein Buch alles zu leisten hat oder was du dir erhoffst davon auch an Veränderungen.

00:50:45: aber Woran könnte man zum Beispiel merken?

00:50:49: Vielleicht ist es auch nur so was wie Veränderungen in der Sprache im Gottesdienst.

00:50:52: So kleine Sätze, dass man statt alle sind willkommen das ein bisschen anders formuliert.

00:50:58: aber woran merkt man, dass es auch darüber hinaus über diese Selbstreflektion hinaus eine Veränderung kirchlicher Strukturen gibt?

00:51:13: Ich glaube vor vier Jahren hätte ich noch gesessen und gesagt, boah, das klingt jetzt vielleicht irgendwie negativ als ich es meine.

00:51:23: Aber Kirche ist so lange über Jahrhunderte so verstrickt in einem kolonialen System in einem kolonialen Denken und auch wir in Europa, und auch wie er in Deutschland.

00:51:44: Das ist so-so tief in uns.

00:51:46: Es wäre irgendwie so vermessen zu sagen... Und da leistet mein Buch einen kleinen Anteil, das eine kleine Struktur weiß.

00:51:52: ich glaube eher weniger es mehr.

00:51:54: Ich will das Buch nicht überlagern und dass es sicherlich jetzt vielleicht nicht die beste Werbung aber vielleicht so dieses.

00:52:03: Ich erwarte erst mal nichts und das meine ich gar nicht böse, sondern dass soll eher als Erleichterung für die Lesenden.

00:52:10: Und auch dies vielleicht verwenden oder so gelten.

00:52:12: es kann zu Dialogen führen.

00:52:14: Und ich glaube, es reicht mir erstmal, dass Menschen miteinander und egal ob sie das alleine gemacht haben und irgendwie am Familientisch oder mit Freundinnen dann ins Gespräch kommen oder ob das im gemeinen Kontext oder wo auch immer passiert Wenn Menschen etwas sanfter miteinander in Verbindung kommen, in diesen Zeiten.

00:52:35: Ich glaube das wird mir schon reichen.

00:52:38: Wenn das ein Teil davon wäre dann fände ich da schön.

00:52:43: Klingt nach wenig.

00:52:44: aber wir müssen auch gerade so aktuell...

00:52:48: Wir müssten gar nicht so viel wollen?

00:52:50: Ja weil auch dieser Druck mehr.

00:52:51: jetzt müssen wir und wenn man sieht nehmt mal die CDU ja Die wollen und müssen ja mein Lieblingsbeispiel hier, ne?

00:52:59: Also die wollen und wollen und wollten haben so viel Druck und Druck.

00:53:02: Und verlieren immer mehr dabei obwohl sie das Gegenteil erreichen möchten.

00:53:05: also wo ich auch so denke vielleicht ist dieses wir wollen mehr und mehr und müssen müssen müssen.

00:53:10: vielleicht müssen wir erst mal gar nicht so müssen erstmal weniger müssen uns gegenseitig ein bisschen entlasten.

00:53:14: in Zeiten die ehemal schnelllebiger werden in Zeiten der multiplen Krisen die uns alle auch noch Angst machen und wir müssen leisten so vielleicht Das war erstmal Atmen.

00:53:27: Und dann erst mal gucken, was ist in uns und warum reagiere ich manchmal so oder so?

00:53:31: Und beim Thema Diskriminierung, Rassismus und auch andere Formen von Diskriminierungen, warum reagier' ich so?

00:53:37: Weil eigentlich will ich doch Menschen gern haben!

00:53:41: Wo kommt das eigentlich her, dass ich manches denken habe und erst einmal nur bei sich bleiben?

00:53:45: Ist echt glaube ich... Das Schönste, was Menschen mir als Gefallentum können wenn sie das wucht.

00:53:52: Auch für sich erstmal lesen oder so.

00:53:53: Also ja, das ist glaube ich so... ...was ich allen wünsche die sich damit beschäftigen.

00:53:59: Da waren dir jetzt schon viele Momente in unserem Gespräch wo ich das Gefühl hatte dass es etwas fürs Herz.

00:54:06: Und ganz treu unserer Tradition.

00:54:08: Wir haben ja jetzt auch über einiges Stacheliges gesprochen, würde ich sagen aber möchtest du noch etwas herauspicken aus diesem Buch wo du sagen würdest das ist etwas fürs Herz?

00:54:22: Ich glaube ich will nichts aus diesen Buch rausnehmen sondern ich möchte unseren

00:54:26: neuen

00:54:27: Fußball-Bundestrainer der Männernationalmannschaft nehmen.

00:54:33: alle kennen und alle lieben ihn Jürgen Klopp Und zwar habe ich letztens, und dazu müssen wir jetzt transparent machen.

00:54:41: Wir nehmen auf am einundzwanzigsten September.

00:54:44: Wir wissen nicht was am vierundzwantigsten september im spiel deutschland gegen niederlande passiert und wie es ausgeht.

00:54:52: ja das wissen wir jetzt.

00:54:53: an

00:54:53: die Klassiker.

00:54:56: Ist das der klassiker?

00:54:58: Ja ich glaube ja weil die so nebeneinander für uns hier in westdeutschland zumindest glaube.

00:55:03: ich weiß gar nicht ob das überall so ist.

00:55:05: Ist das nicht

00:55:06: der Klassiker?

00:55:08: Ich weiß nicht, ob man an der französischen Grenze lebt.

00:55:11: Ob der Klasiker dann eher Frankreich-Deutschland ist.

00:55:15: Nein,

00:55:17: Frankreich-Deutschland hat es nicht so eine Bedeutung wie ... Nee?

00:55:20: Vielleicht sag ich das auch nur weil ich in den Niederlanden groß geworden bin.

00:55:23: Ich

00:55:23: bin auch mit diesem Klassiker großgeworden und wir haben auf Amlern Urlaub gefordert.

00:55:27: War

00:55:27: das nicht ein Spruch von Beckenbauer auch?

00:55:29: Kann auch sein!

00:55:29: Ist das

00:55:30: nicht dieser Spruch?

00:55:30: We call it The

00:55:31: Classica?!

00:55:31: Ich weiß

00:55:32: es nicht!

00:55:33: Das war doch so'n Anglesismus von mir... Also

00:55:34: dass du solche Anglesismen dich ein bisschen strahlt schindest, ist wunderschön eigentlich.

00:55:37: Das ist herrlich!

00:55:38: Ah okay cool!

00:55:39: We call It the Classica.

00:55:40: I love IT!

00:55:41: Okay

00:55:41: gut!

00:55:43: Ich hätte jetzt über Busparien mögen werden.

00:55:50: Wir sind drin, immer noch keine Ahnung für Fußball.

00:55:53: Wir gucken uns keine Spiele neunzig Minuten an aber trotzdem wir lieben es darüber zu reden.

00:55:58: Ich glaube deswegen habe ich so daran gedacht das auch als Herz zu nehmen Weil Fußball, also jetzt kann man auch wieder in die Negativ-Schleife gehen und über das kapitalistische Herz ziehen usw.

00:56:08: ist alles sehr berechtigt.

00:56:10: Auch ein Bull!

00:56:10: Und gleichzeitig ja bei Jürgen Klopp können wir da jetzt auch Kritikpunkte suchen.

00:56:15: aber ich lag am Wochenende abends im Hotelzimmer und du weißt was ich häufig gucke und das lief nicht.

00:56:22: Aber es lief auf RTL eine Doku zu Jürg Klopp und die war auch irgendwie so... Wir verlinken euch die auf jeden Fall in den Show Notes, weil ich kriege den Namen jetzt gerade auch nicht mehr so sehr zusammen.

00:56:37: Doch endlich Kloppo!

00:56:40: Deutschlands neuer Bundestrainer.

00:56:43: Und die ist in der RTL-Mediathek vermutlich auch noch zu finden und lief da live im Fernsehen, dann leg ich mich... Ich lieb es ja einfach im Hotel zum Beispiel aufs Bett zu legen, im Fernseher anzumachen und dann noch so schon halb eins zu dösend dabei und dann irgendwann auszumachten.

00:56:56: Ich habe mir natürlich vor die Zähne geputzt von so, ne?

00:56:58: Und abgeschminkt nicht mit Handseife.

00:57:01: So!

00:57:02: Und dann lag das... Dann hab' ich nochmal meine Handy rausgeholt weil die haben den so cool zitiert auch.

00:57:08: Ich bin wirklich faszinierend, dass im Gegensatz zu Friedrich Merz der ungefähr der unbeliebteste Mensch Deutschlands ist.

00:57:15: Ist Jürgen Klopp der Beliebtiste glaube ich und da schauen die Leute auch die meisten dann so auch über Rett Bullen weg.

00:57:22: Und in dieser Doku wurde wirklich gesagt, das war RTL.

00:57:27: Aber es hat mich gehabt auf einer Emotional.

00:57:29: Hat ja mehrere Menschen gucken ja RTL, machen wir es mal nix vor.

00:57:35: Es hat nicht so gehabt weil Kloppo war dann so, das war der Hoffnungsträger und diese Euphorie die da rüber gebracht worden ist.

00:57:43: Die ging weit über Fußball hinaus also... Und das spüre ich ja auch irgendwie hier im Klock gegenüber.

00:57:49: Das ist ein guter Kerl!

00:57:51: Der hat das Herz am rechten Fleck und alle haben dann immer wieder gesagt, der Kloppro, der ist

00:57:56: hundert Prozent

00:57:57: authentisch, der is einer von uns, ne?

00:58:01: setzt er sich dahin.

00:58:02: und dieses Video ging ja auch letzte Woche viral.

00:58:04: Und auch gestern dabei, bei diesen ganzen Politzendungen nach der Wahl in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern wo alle so die hochrangigen Politikerinnen in der Runde saßen auf ID und ZDF.

00:58:17: Auch da haben sie dann das Video von Kloppo was vorher auf TikTok und Instagram viral

00:58:22: ging.

00:58:22: Ich möchte uns unsere Fahne zurückholen.

00:58:25: Da versuchen irgendwelche Parteien irgendwie nicht

00:58:28: den falschen überlassen Patrizismus.

00:58:30: Und dann haben die alle dieses Video in diesen hochrangigen Politik-Sendungen von Klochow, wie er das auch so ... Wie hat er es dann auch gesagt?

00:58:37: Dann sitzt der da mit seinem Capy und irgendwie denkt man sich, Mensch Jürgen, wie wert gewesen heute noch mal die Haare zu

00:58:43: kämmen oder so.

00:58:45: Braucht man denn nicht, wenn man ein Copy trägt!

00:58:47: Ja genau, das war echt so wie Bad Herdeil.

00:58:50: Heute hare waschen, ach komm, Capy drauf geht ne!

00:58:53: So alles sehen dich.

00:58:54: aber das macht ihn so authentisch.

00:58:56: Dann redet er dich, wusstest du nach?

00:58:57: damals als der Als er noch in Dortmund war, dann hat der so ein sau schlechtes Englisch gesprochen.

00:59:04: Und da hat er trotzdem englisch gesprochen und die Leute haben geliebt dafür.

00:59:08: Ein Liverpooler hat ja auch einen Engliskurs versucht, mittlerweile kann er gut Englischen.

00:59:12: Aber auch die Leute dafür, die haben den geliebten, weil das war ihm so scheißegal!

00:59:16: Dieses hundertprozentig authentische... Ich glaube, dass brauchen die Leute in Deutschland wieder.

00:59:22: Das schließt den Kreis zu diesem Buch.

00:59:26: Auch vielleicht manchmal auch sich selber lachen und nicht zu ernst nehmen.

00:59:30: Und nicht alles so auf die Goldwaage legen, weil das spaltet nur mehr und bringt uns nicht mehr zusammen.

00:59:37: Wenn wir alle ein bisschen mehr Kloppo in uns haben?

00:59:40: Vielleicht!

00:59:40: Und ob der jetzt die Hoffnung erfüllt am Donnerstag, das wisst ihr wenn ihr die Folge hört... Wir wissen es leider nicht, denn wir sind dann ins Rilanker und deswegen nehmen wir jetzt auf.

00:59:47: Aber mein Herz ist eben die RTL-Doko über Jürgen Klopp.

00:59:51: Aber das ist so schön, dass ich da noch einmal einhake aber... dieses einerseits sich nicht so ernst nehmen, aber trotzdem selbstbewusst sein in dem was man kann.

01:00:02: Ja

01:00:03: ich finde das verkörpert er ganz gut weil er ist ja jetzt Da ist ja keine falsche Bescheidenheit auch bei ihm.

01:00:08: Er weiß, was er kann und er hat ja auch einen Selbstvertrauen in der Mannschaft aber vor allem auch in seinen Fähigkeiten dass er das schon so gut wie möglich machen wird und kann.

01:00:20: und gleichzeitig aber auch nicht so dieser Druck von wegen... Die Last der Nationen lastet auf meinen Schultern.

01:00:29: Wir haben jetzt so oft, sind wir aus Turnieren rausgeflogen und haben schlecht abgeschnitten.

01:00:35: Jetzt muss sich das Blatt mal drehen.

01:00:39: Es kann ja sein, dass er das empfindet, aber zumindest das was er ausstrahlt ist finde ich eine ganz gute Balance.

01:00:47: sich nicht selbst überschätzen und sich nicht zu ernst nehmen, aber trotzdem auch keine falsche Bescheidenheit.

01:00:52: Und auch so ein gesundes Selbstvertrauen.

01:00:54: Aber alle Menschen haben dann gesagt mit ihm käte ihr auf uns zurück?

01:00:57: Dann habe ich immer gedacht okay wenn die jetzt wirklich... Ich sage auch Leute, er

01:01:02: ist jetzt nicht der Messias.

01:01:06: Also ein

01:01:06: bisschen mit ihm so verhandelt und dass du gerade nochmal sagst das mit dem Druck?

01:01:09: Dass auch noch mal.

01:01:10: die Leute haben ihn zitiert und dieses Zitat habe ich da auf meine Hände genommen und aufgeschrieben weil er hat gesagt und so wurde er zitiert in irgendeiner Pressekonferenz die alle legendär sind mit ihm wir lernen Spaß unter Druck zu haben.

01:01:22: Auch so dieses, ich lass mir meine Laune jetzt von dem Druck nicht verderben und was willst du machen?

01:01:27: Aber auch

01:01:27: nichts das wegzureden.

01:01:28: Genau!

01:01:28: Der Druck ist doch da.

01:01:29: Das bringt ja auch nichts zu haben dabei.

01:01:31: So zu tun als wäre der Druck nicht da.

01:01:33: Und da ist so dieses Lernen bei Spaß und Druck und das finde ich eine super Kombi.

01:01:38: Ja,

01:01:38: so.

01:01:39: So nochmal zurück das Praxisbuch von Wie es Jesus weiß geworden.

01:01:44: also Ihr müsst das Buch nicht kaufen, aber ihr könnt es kaufen.

01:01:49: Wer schon schön müsst ihr aber nicht haben!

01:01:50: Aber vielleicht habt ihr den Podcast ja auch einfach nur gehört und auch das will ich noch mal sagen.

01:01:53: Das ist jetzt auch keine Werbeveranstaltung.

01:01:55: wir verlinken natürlich in den Show Notes...

01:01:57: Also ich mache jetzt konkret Werbung für dieses Buch, kauft es.

01:02:00: Ja und vor allen Dingen baut solche Räume sucht euch solche Rräume stellt euch solche räumen zusammen Und wenn das Buch dabei helfen kann umso schöner.

01:02:11: Nehmt euch eine Gruppe, wahrscheinlich seid ihr schon in so einer Gruppe.

01:02:14: Ob das jetzt ein Hauskreis ist oder in eurem Team?

01:02:17: Eure Konfi-Runde der Bibelkreis... Wahrscheinlich seid ihr schon in irgendwelchen Gruppen.

01:02:25: Es muss nicht perfekt sein, nutzt die Materialien, die im Buch sind, nutzt die downloadbaren Vorlagen und so weiter.

01:02:33: geht erst mal mit euch selbst in die Reflektion und dann traut euch das auch gemeinsam in der Gruppe zu machen.

01:02:38: ich glaube dass buchled dazu ein Und auch wenn ihr es nicht kauft aber allein schon in diesen Räumen zu sein ist ist was super wertvolles.

01:02:46: Ja aber weißt du Auch wenn ihr das jetzt gehört habt Und du denkst dir jetzt, was für ein Scheiß?

01:02:52: Ich hab da keinen Bock drauf.

01:02:54: Ich will nicht oder selbst wenn du nicht denkst was für einen Scheiß.

01:02:57: Selbst wenn du denkest ach war ganz nett aber... Ist ja jetzt

01:03:00: nicht so meins.

01:03:00: Dann nimm doch einfach die neunzehn Euro und kauf den Eis.

01:03:03: Großes Eis!

01:03:05: Oder zwei drei?

01:03:05: Neunzehneuro-Eis okay das sind drei Kugeln mittlerweile

01:03:08: in Spanien.

01:03:09: In

01:03:10: Merzens Deutschland sind das drei

01:03:11: Kuge.

01:03:12: In Spanier war es also echt toll.

01:03:16: Für mich, ich meine das wirklich so.

01:03:19: Dann ist es auch okay?

01:03:20: Dann ist jetzt gerade nicht die Zeit und dann ist es wirklich okay, dann danke ich dir dass du es hier hin zugelassen hast!

01:03:25: Und ich meinte das ganz ganz ernst so.

01:03:28: in diesem Sinne hab zwei

01:03:30: bis zum nächsten mal ciao ihr

01:03:32: lieben Grüße aus Sri Lanka.

01:03:33: tschüss dies war ein podcast der vereinten evangelischen mission.

01:03:42: wir hoffen die heutige folge hat dir gefallen und zum weiterdenken und nachfragen

01:03:46: angeregt.

01:03:47: falls ihr fragen an uns habt oder uns Feedback geben wollt, freuen wir uns sehr darüber.

01:03:51: Schreibt uns auf Instagram oder ganz

01:03:53: klassisch per E-Mail an podcast.tvemission.org.

01:03:58: Weitere Informationen findet ihr auf www.rassismusundkirche.de.

01:04:04: Mit dem Podcast wollen wir dazu beitragen Kirche zu einem sichereren Ort zu machen.

01:04:09: Daher versuchen wir unterschiedliche Perspektiven hörbarzumachen und wissen gleichzeitig dass wir

01:04:15: nie alle Perspektive abbilden können.

01:04:17: Wenn ihr das für eine gute Idee haltet und uns darin unterstützen wollt, schreibt über uns auf euren Social-Media Kanälen oder lasst uns eine Bewertung bei Spotify oder iTunes da.

01:04:27: Danke für eure

01:04:28: Unterstützung fürs Reinhören und vor allem für all die Menschen, die dem Podcast inhaltlich und persönlich

01:04:35: mit Beiträgen bereichern!

01:04:37: Bis dahin – Mit den besten Grüßen von der VAM aus Wuppertal.

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