Adultismus: Die Diskriminierung, die wir alle schon erlebt haben – mit ManuEla Ritz

Shownotes

In dieser Folge von Stachel und Herz ist ManuEla Ritz zu Gast – Teamerin gegen Diskriminierung, Autorin und die Person, die den Begriff Adultismus vor rund 25 Jahren im deutschsprachigen Raum bekannt gemacht hat. Gemeinsam mit ihrer Tochter Simbi Schwarz hat sie 2022 das Buch „Adultismus und kritisches Erwachsensein" veröffentlicht; aktuell arbeitet sie an einem neuen Buchprojekt, in dem erstmals Kinder und Jugendliche selbst über Adultismus schreiben und malen.

Wir sprechen darüber,

  • was Adultismus eigentlich ist – die Diskriminierung von jungen Menschen durch Erwachsene, die wortwörtlich jede*r von uns selbst erlebt hat,
  • warum es dabei nicht um „Erziehung", sondern um Machtstrukturen geht,
  • was „schützende Macht" von Kontrolle unterscheidet – und wen wir eigentlich schützen, wenn wir Regeln aufstellen,
  • warum viele Erwachsene eigene Kindheitserfahrungen von Ungerechtigkeit verdrängt haben,
  • wie kleine Veränderungen in Sprache und Ton – Gespräch statt Interview, Rituale statt Kommandos – einen großen Unterschied machen,
  • was „kritisches Erwachsensein" heißt und warum die Verantwortung für Veränderung bei den Erwachsenen liegt, nicht bei den Kindern,
  • und was ManuElas persönliche Utopie ist: eine Welt ganz ohne die Trennlinie zwischen „Kind" und „erwachsen".

Ein Gespräch über Macht im Alltag, eigene Kindheitserinnerungen und die Frage, wie Beziehungen zu jungen Menschen auf Augenhöhe aussehen können.

mit freundlicher Unterstützung vom YEET-Netzwerk

Transkript anzeigen

00:00:07: Hallihallo, Hallöchen und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Stacheln und Herz.

00:00:13: Auch diese Woche hört ihr zu Beginn nur mich – Sarah und ich machen gerade ein bisschen Urlaub-, aber natürlich lassen wir euch nicht ohne eine neue Folge zurück!

00:00:23: Wir waren vor einiger Zeit in Berlin und haben dort mehrere Gespräche mit tollen Gästinnen aufgenommen.

00:00:29: Und heute nehmen wir euch mit in unser Gespräch mit Manuela Ritz.

00:00:36: Autorin und Teamerin für machtkritische Bildungsarbeit.

00:00:40: Und sie ist die maßgebliche Pionierin des Themas Adultismus im deutschsprachigen Raum, vor rund twenty-fünf Jahren hat sie den Diskurs über Adultismus hierzulande eröffnet das Konzept in die Bildungspraxis getragen und den Begriff des kritischen Erwachsenseins entwickelt.

00:00:59: Falls ihr mit dem Begriff Adultismus bisher noch nicht so viel anfangen könnt Adultismus beschreibt die Diskriminierung junger Menschen durch Erwachsene.

00:01:09: Sie zeigt sich in Sprache, in Regeln und Institutionen aber auch im ganz alltäglichen Beziehung.

00:01:17: Und oft tarn sie sich als Normalität für Sorge oder Verantwortung.

00:01:22: Hinsetzen wie?

00:01:24: dafür bist du noch zu jung?

00:01:26: Solange du deine Füße unter meinen Tisch stellst – oder ganz schlicht weil ich es sage!

00:01:33: Gemeinsam mit ihrer Tochter Simbi Schwarz hat Manuela das Buch Adultismus und Kritisches Erwachsensein hinter aufgeschlossenen Türen geschrieben.

00:01:44: Darin kommen beide Seite des Machtverhältnisses zu Wort, Erwachsene die lernen müssen ihre eigene Positionen und ihre Privilegien zur Hinterfragen und junge Menschen deren Perspektiven so oft überhört oder nicht ernst genommen werden.

00:02:01: In unserem Gespräch ging es darum, warum Adultismus so schwer zu erkennen ist – obwohl wir alle einmal Kinder waren.

00:02:09: Wir sprechen über typische Widerstände von Erwachsenen, über die Verbindung zur anderen Diskriminierungsform und über die Frage wie Fürsorge, Schutz und Verantwortung möglich sind ohne junge Menschen ihre Stimme und ihre Selbstbestimmung zu

00:02:27: nehmen.".

00:02:29: Wir haben auch darüber gesprochen, was kritisches Erwachsensein im Alltag eigentlich bedeutet.

00:02:35: Denn es geht ja nicht darum, dass erwachsene Personen nie wieder ein Fehler machen sollen oder Kinder überhaupt keine Grenzen gesetzt werden.

00:02:43: Es geht darum sich der eigenen Macht bewusst zu werden, zuzuhören, Entscheidungen zu erklären, Beteiligung wirklich zuzulassen und sich auch entschuldigen zu

00:02:53: können.".

00:02:55: Seit der Aufnahme ist aus dem Kontakt übrigens noch eine weitere Zusammenarbeit entstanden.

00:02:59: Wir konnten Manuela auch als Referentin für eine Online-Veranstaltung, der VAM zu Adultismus, Kinderrechten und der Beteiligung von Kindern gewinnen.

00:03:11: Kinderrechte sind auch das Hauptthema unserer diesjährigen Menschenrechtskampagne – und das Gespräch hat also bei uns definitiv weitergewirkt!

00:03:22: Und jetzt wünschen wir euch ganz viel Freude Einige Aha-Momente und vielleicht auch die eine oder andere unbequeme Erkenntnis.

00:03:31: Hier kommt unser Gespräch mit Manuela Ritz,

00:03:33: viel Spaß dabei!

00:03:48: Wir fangen mit einer Frage an in unserem Podcast, die wir all unseren Gästen stellen.

00:04:05: Und zwar die Frage was sind drei Facts über dich?

00:04:09: Die man nicht googeln kann.

00:04:12: Ich bin froh, dass du das Fan weggelassen

00:04:14: hast.

00:04:16: Also immer so eine Frage.

00:04:17: Das muss es eigentlich Fan verantworten, Leute.

00:04:20: Als ich aber nach Fanfacts gesucht habe ist mir eingefallen, dass ich als Kind also Vorschulkind.

00:04:28: Aber ich glaube, ich war auch schon in der Schule und da wollte ich gerne Schlagersängerin werden.

00:04:33: Wow!

00:04:33: Wer hat das so als Vorbild?

00:04:36: Wir reden von den Siebzigerjahren in der DDR.

00:04:41: Und

00:04:41: meine Vorbilder waren Klassiker Frank Schöbel.

00:04:45: Der hatte eine Kinder-Schallplatte.

00:04:47: Kommt wir malen einen Sonderhiesti.

00:04:49: Da habe ich immer Lauthalts mitgesungen.

00:04:53: Ich weiß gar nicht wie die anderen Leute so hießen... Als ich dann darüber nachgedacht habe, warum wollte ich das eigentlich?

00:04:58: Ich glaube es war wirklich eher so dieses...ich will in ein Mikro irgendwas.

00:05:06: Mit einem Mikro in der Hand.

00:05:09: Und da bist

00:05:09: du!

00:05:14: Du darfst auch gerne singen wenn du möchtest.

00:05:15: Ich kann auch alle meine Antworten singen genau.

00:05:18: Feel free.

00:05:21: Genau, ich glaube das ist so.

00:05:23: das erste Und das zweite was mir eingefallen ist, dass ich als ich angefangen habe mich mit Adotismus zu beschäftigen, seit irgendwie über zwanzig Jahre her.

00:05:34: Da hab' ich meine allerbesten Freundin und einem freundeten Kollegen gesagt Ich will, dass dieses Thema mal genauso groß wird wie Rassismus.

00:05:46: Und beide war so

00:05:49: niemals!

00:05:51: Das würde nicht klappen und so... Wir sind noch nicht ganz so da, dass es genau so präsent ist in allen Köpfen.

00:06:01: Aber der Weg ist ordentlich irgendwie vorangegangen.

00:06:05: Ich mache auch immer wenn ich so Inputs oder Kinos spreche oder sowas dann frage ich immer vorher wer das Wort Adultismus schon gehört hat bevor sie halt dahin gekommen sind.

00:06:20: meistens steht er denn irgendwelchen Ausschreibungen Einladung?

00:06:24: Und ich weiß noch, dass wenn ich das am Anfang gefragt habe vor zehn Jahren oder was.

00:06:28: Da hat sich wirklich kaum jemand gemeldet und jetzt gehen immer schon ein paar Arme nach oben und je nachdem wo.

00:06:35: Stuttgart hat mich total überrascht... Das war echt krass!

00:06:38: Als ich das da gefragt hab, da waren echt viele dabei.

00:06:42: Also es waren so pädagogische Fachkräfte.

00:06:58: Ich so gemerkt habe im Laufe der Jahre, dass ich immer neue andere verschiedene Formate suche wie man das den Leuten auch noch sonst irgendwie unterjubeln

00:07:11: kann.

00:07:13: Und wir, ich sage wir weil da noch Simbi meine Tochter da drinnen hängt und Suki die Kinderliederpersonen die früher mal gesagt hat Wir bringen dieses Jahr ein Buch raus In dem ersten Mal Kinder und Jugendliche über Autismus schreiben, malen und sonst irgendwas.

00:07:37: Und wir sind seit letztem Jahr schon damit beschäftigt und haben jetzt alle Kinderbeiträge zusammen.

00:07:44: Das ist so berührend!

00:07:46: Leute es wirklich so krass schön mit was von klaren Präzisen auch... Blick die dann natürlich drauf kommen, aber auch wie sie es umsetzen.

00:07:55: Es ist so geil was die für Ideen haben.

00:07:57: Wie heißt das Buch?

00:07:58: Wie ist der Titel?

00:07:59: Werden wir das schon wissen?

00:08:00: Ach,

00:08:00: da sag ich, sorry, sorry!

00:08:02: Das ist Anfang...

00:08:05: Wir sind ganz am Anfang des Jahres bei dieser Aufnahme.

00:08:08: Ich hab auch gedacht irgendwie meine Güte wenn wir mal, wenn wir jetzt schon wissen wie das hieß, dann könnte ich das hier richtig anpreisen.

00:08:16: Das heißt wer wird's?

00:08:17: Die Kinder sind elf Kindern beteiligt und Jugendliche selber gefragt, ob die Ideen haben.

00:08:23: Weil wir uns ... Wir hatten zwar Vorschläge an uns drei so gegenseitig aber immer hatte irgendwer irgendwas auszusetzen.

00:08:33: Ich meine da kommen wir wahrscheinlich auch noch drauf zu sprechen Aber es ist ja schon auch.

00:08:37: also wir haben das Thema auch schon einmal im Podcast gehabt.

00:08:42: Es ist ja häufig so dass beim Thema Adultismus über Kinder und Jugendliche gesprochen wird selten zu Wort kommen.

00:08:54: Gerade Adoltismus ist ja auch so ein Fachbegriff und da gibt es ja auch Forschung, Wissenschaft usw.

00:09:02: Aber die Person, um die es geht, kommt gar nicht oft zu Wort.

00:09:08: Deswegen finde ich dieses Buchprojekt, das klingt total schön!

00:09:12: Das ist ja der Inbegriff von Adultismus, oder?

00:09:15: Als ich angefangen habe als Trainerin zu arbeiten, das war ganz klassisch im Bereich von Antirassismus.

00:09:22: Und grad mal wer da meine Mentorinnen waren,

00:09:25: weil es dann alle zwei

00:09:26: Türen hat, die mir erklärt haben wie Rassismus funktioniert und da sind wir an dieser Stelle jetzt mit Adultismus halt auch.

00:09:32: Ich hab manchmal versucht wenn ich irgendwo eingeladen werde gerade wenn's um Beteiligung geht, ich beteilige mich ganz sicher nicht, wenn keine jungen Menschen beteiligt sind.

00:09:40: Das ist totaler Quatsch, was ihr da hier konzeptionell euch ausgedacht habt.

00:09:46: und dann habe ich aber auch einmal schon erlebt wo die das versucht haben ernst zu nehmen und dann Kinder, Vorschul-Kinder oder so eingeladen haben.

00:09:57: und es war so weird!

00:09:58: Es war jedenfalls so weird weil diese... weil das dann so ein Vorführdings.

00:10:02: jetzt setzen wir mal in unser Erwachsenesformat wo man eben sitzt und Dinge redet Ein paar Kinder hin, die auch was sagen.

00:10:10: Das war vollkommen schrecklich.

00:10:12: So Token-Kinder.

00:10:13: Es waren

00:10:13: vollkommen süßes Schräg.

00:10:15: und deswegen ist es spannend weil wir haben wirklich gar nichts vorgegeben außer... Die Frage wie ist das?

00:10:23: Wann ist denn das manchmal schwierig mit Erwachsenen?

00:10:24: Was machen sie dann?

00:10:27: Und dann kam Suki als wir angefangen haben darüber nachzudenken.

00:10:32: also Sie hat mich gefragt ob ich schon den Sammelband gibt zu Allotismus.

00:10:36: so alle Menschen die über Allotismus nachdenken schon mal was geschrieben haben und ich gesagt, nee.

00:10:41: Und dann hat sie gesagt wollen wir das rausgehen?

00:10:44: Wollen wir da mal loslegen und so Leute zusammen suchen?

00:10:47: Ich sagte nö!

00:10:49: Ich möchte gerne dass das nächste Buch von Kinder geschrieben wird.

00:10:52: zum Thema.

00:10:54: Dann kam Suki somit ja aber wir brauchen auch erwachsene Stimmen in dem Buch und ich war so nö.

00:11:02: Das

00:11:03: habe ich glaube ich wirklich.

00:11:06: Wochen oder Monate lang das irgendwie hin und her mit.

00:11:09: Ich war wirklich nicht happy, aber Sukis Ansicht war wenn die Kinder etwas schreiben oder malen oder präsentieren braucht es?

00:11:19: Oder ist es gut kritische Erwachsene zu haben, die auf dass was da präsendiert wird reagieren und zwar nicht mit dem Kopf und nicht mit Bewertung Irgendwie, so gesagt immer vom Herzen aus reagiert.

00:11:39: Damit es eine Übersetzungsleistung gibt.

00:11:41: Damit Erwachsene, die das Buch dann lesen oder angucken, nicht gleich in diesen Dings reinkommen.

00:11:50: Das hat sie aber komisch gemalt und ist irgendwie ein bisschen übertrieben.

00:11:55: Ich habe mich eingelassen und jetzt merke ich was für ein krasses ... Was für eine krasse Idee das war, weil als wir dann Simbi noch mit ins Team geholt haben.

00:12:03: Da gab es die Idee schon – die Kinder schreiben, die Erwachsenen reagieren und Simbi meinte dann … Ja aber die Kinder müssen auch im gleichen Format reagieren.

00:12:14: Die Erwachsene müssen im gleichen format reagiert.

00:12:16: also wenn ein Kind nun Bild malt, malt die erwachsene Person auch nur ein Bild!

00:12:25: Und wenn das Kind drei Sätze schreibt?

00:12:28: Dann darf der erwachsene Text nicht drei Seiten lang sein, sondern auch

00:12:31: Fachwörtern.

00:12:32: Und das ist so krass!

00:12:35: Die Kinder haben es alles rausgehauen, weil sie so schuld und schuld ärmel

00:12:38: sind.

00:12:39: Cooles Zeug.

00:12:40: Und die Erwachsenen stellen sich so an.

00:12:43: Das ist jetzt gar nicht irgendwie im Judging, sondern eine Person hat gesagt ... Das war ein Vorschulkind was zwei Zeichnungen eingereicht hat... Und die erwachssene Person hat dann gesagt Ich habe die Bilder gesehen, mein Kopf wusste sofort was die Antwort ist.

00:13:00: Mein Herz hat so ein Quort gesprochen aber ich kann nicht malen und dann darüber nachzudenken wie fast alle Kinder haben etwas gemalt?

00:13:08: Wie schnell das als Kind ist oder mal ich was?

00:13:11: Und dann wären es auch keine geile Sachen ausdrucksstarke Sachen und dann drüber nachzdenken wie uns das abtrainiert wurde.

00:13:20: Frisch, fröhlich.

00:13:21: Oh ja!

00:13:21: Da antworte ich jetzt vielleicht auch mal mit einem Bild und dann ging es dauernd darum dass Bilder falsch verstanden wurden das wir als Erwachsene halt auch verlernt haben tatsächlich über Bilder nur zu kommunizieren wenn dann nicht irgendwelche Worte dazu kommen.

00:13:33: also ich finde es gerade und die eloquentesten wissenschaftlichsten Menschen zu

00:13:40: sehen liegt dazu

00:13:40: oh mein Gott.

00:13:43: Ein Kind hat einen Daumenkino abgegeben, Leute.

00:13:45: Einen Daumen-Kino.

00:13:46: Dann haben wir hier irgendwo in Berlin einen Menschen sitzen, der reagieren muss und einen Daumenkino gerade bastelt.

00:13:55: Ich finde das so bombend.

00:13:56: Das ist richtig geil!

00:13:57: Es ist auch mal schön dass die Erwachsenen sich an Kinder anpassen müssen... ...und also an deren Ideen und nicht einfach.

00:14:04: Genau.

00:14:04: Und es wirklich rumzudrehen.

00:14:07: Die Kinder müssen dann noch wenn die Erwachsenen geantwortet haben, sagen ob es durchgeht oder nicht.

00:14:14: Ach so!

00:14:15: Die müssen das freigeben.

00:14:18: Aber damit werdet ihr dem Thema ja auch gerecht?

00:14:22: Ja.

00:14:24: Und du hast jetzt schon über Simbi und Suki gesprochen und über die Kinder, die bei dem Buchprojekt mitwirken.

00:14:32: aber wir wollen dich auch ein bisschen mehr kennenlernen darüber gesprochen, was du bist und wirst so machst.

00:14:42: Aber wir würden gerne von dir wissen wenn du dich nicht über Berufsbezeichnungen sondern über Beziehung beschreiben würdest.

00:14:49: wer bist du in dieser Welt?

00:14:52: So fange ich meine Workshops meistens an.

00:14:55: Ich bitte die Leute den Satz ich bin zu komplettieren.

00:15:02: Das klingt dann manchmal wie so Kontaktanzeigen.

00:15:13: Ich sage immer gerne, ich bin die Tochter zweier Mütter und eine Mutter zweier Kinder Und ich bin ein Einzelkind mit acht Geschwistern.

00:15:27: Ich bin Partnerin ... Beziehung.

00:15:39: Ja, das vielleicht?

00:15:41: Wow!

00:15:42: Das klingt schon so poetisch, ne?

00:15:45: Ich bin Tochter zweier Mütter.

00:15:47: Oder?

00:15:47: Und

00:15:48: Mutter zweier Töchter.

00:15:49: Nee, zwei Kinder mit zwei Kindern.

00:15:52: Kinder, Entschuldigung.

00:15:54: Und Einzelkind mit acht Geschwistern, das finde ich auch interessant.

00:15:59: Können die Leute jetzt Knobeln?

00:16:02: Das

00:16:02: lassen wir den.

00:16:02: Das überlassen wir den Leuten.

00:16:05: Ja, ach schön.

00:16:10: Du bist Mutter zweier Kinder?

00:16:13: Bist du darüber auch zum Thema Adoltismus gekommen?

00:16:16: oder wie bist du überhaupt dazu gekommen?

00:16:20: Du beschäftigst dich ja schon echt wirklich richtig lange damit und ich muss auch sagen so.

00:16:26: in den letzten Jahren habe ich öfter davon auch was gehört und mitgekriegt.

00:16:32: Auch über das Okay hab ich davon viel mitgekriegt und es ist aber auch noch nicht so lange.

00:16:40: Aber du bist schon richtig, also wenn ich irgendwo bin und was denn im Thema hört dann kommt doch immer fällt auch häufig dein Name Du wirst die Expertin schon so lange darin.

00:16:50: Und wie bist du dazu gekommen?

00:16:52: Weil du ja wirklich Ja eine der ersten wahrscheinlich so Deutschprafeln hast.

00:16:57: Jako guck mal!

00:16:58: Du warst die erste.

00:16:59: Also wie krass

00:17:01: Wow!

00:17:02: Er hat es erfunden.

00:17:05: Nee, er wunderte mich nicht.

00:17:06: Aber den Namen nach Deutschland zu holen, das war tatsächlich ich zuerst...

00:17:13: Wann war das in Laune?

00:17:18: Na ja, ich kann das wirklich immer an den Kindern ablesen.

00:17:22: Vor halt, vor rund zwanzig Jahren oder so.

00:17:25: Aber das Thema selbst was da drinsteckt, dass ... Ich glaube, ich war auch als Kind schon einen dass ich mich immer gewundert habe, wie Erwachsene so sind.

00:17:39: Und was sie so machen und wie die so Regeln aufstellen oder dann selber nicht einhalten... Also ich glaube jetzt können schon so Gespürte diese echt seltsam?

00:17:50: Oder wenn die Sachen versprechen und dann einfach nicht halten?

00:17:55: Das ist voll unfair, das ist ungerecht!

00:17:58: Die sind komisch.

00:18:03: habe ich ja in der DDR auch noch eine Ausbildung zur Erzieherin gemacht, Krippmeerzieherinnen bin ich in meinem ersten Beruf gewesen.

00:18:11: Und da hab' ich das gemerkt... also ich war, warte mal, ich war ich sechzehn oder siebzehnt vielleicht als ich diese Ausbildung angefangen habe.

00:18:19: Ich war Teenager und hab aber in der Ausbildung so wurde mir plötzlich so klar, ich soll jetzt plötzlich Menschen, die altersmäßig gar nicht so weit von mir weg sind irgendwo hinziehen.

00:18:33: Irgendwas

00:18:33: mit denen machen.

00:18:34: irgendwie das fand ich komisch.

00:18:37: Also wirklich diese Idee von du bist dann halt diejenige, die da den Tag bestimmt und du musst Angebote machen.

00:18:45: Du musst dies und das nächste finde ich echt strange Und hab dann im Beruf.

00:18:51: also ich habe nur drei Jahre in dem Beruf gearbeitet Und habe in diesem Arbeiten gemerkt, dass es wenn man das so macht.

00:18:58: Wenn man so erzieht von den Leuten wohin ziehen will, dass das anstrengend ist und meistens auch blöd sich anfühlt für ich glaube dem allermeisten Beteiligten.

00:19:09: also da halte ich aber auch noch nicht das Wort.

00:19:11: Aber ich habe so gemerkt wie ich das gelernt hab, ist das komisch?

00:19:18: Und hatte damals so das Wort oder das Singen.

00:19:21: für mich bin noch jung genug, ich will einfach nur Spaß haben.

00:19:26: Ich bin ja mit Leuten in meinem Raum und ich habe Bock einen schönen Tag zu haben.

00:19:30: Aber dann auch zu merken das es aber nicht so funktioniert wenn du in so einer Struktur hängst.

00:19:35: Wo ist die Antwort auf Bildungsprogramme?

00:19:37: Und diese sind da so weiter.

00:19:39: Das war der zweite Moment wo ich gemerkt hab, hmh, wie sich nicht irgendwie... Es ist komisch!

00:19:44: Und die Initialzündung kam aber dabei mein Sohn schon geboren.

00:19:49: Lukas war schon geworden Simi war in meinem Bauch und da hab ich eine Weiterbildung gemacht, in der ich eigentlich beigebracht bekommen sollte wie ich Trainerin bin gegen Diskriminierung.

00:20:00: Und da fiel das Wort.

00:20:03: Da haben wir verschiedene Ismen gesammelt und da fielt es Wortadultismus.

00:20:07: Alle haben das Flosso vorbei und ich war so

00:20:10: oh mein Gott!

00:20:13: Warte mal stopp halt!

00:20:16: Genau.

00:20:16: und dieses Suchen am Anfang war halt wirklich privat motiviert Weil ich gemerkt habe, mit meinen komischen... Ich hab ja dann später einen Westen sozusagen und wieder vereint in Deutschland.

00:20:29: Noch Sozialpädagogisch studiert und überall hatte ich irgendwie gehört wie man mit Kindern umgehen muss und die Erziehung geht oder was man da tun muss als Mutter bla bla bla.

00:20:39: Und bei Lukas habe ich eigentlich das wieder erfahren, dass ich auch in der Krippe schon hatte wenn man so mit einem Bild, auch mit so einem Selbstbild von ... Ich bin jetzt hier die erziehende erwachsene Person und ich will bestimmte Dinge erreichen oder dich formen, das echt zu viel Leid führt einfach.

00:21:01: Also viel Tränen, viel Geschrei auf meiner Seite immer aber auch auf seiner Seite weil er sich halt auch ungerecht behandelt gefühlt hat Und deswegen war dieses Wort so eine fast eine Erlösung.

00:21:12: wirklich.

00:21:12: Ich hab gedacht was krass.

00:21:14: und dann habe ich angefangen zu recherchieren.

00:21:17: Es gab nichts Deutschschüss zumindest.

00:21:20: Es gab ein paar so wenige Seiten in den USA, wo das Wort auftauchte und ich war ja aber schon Trainerin gegen Rassismus Und es hat mir echt geholfen, meine eigenen Rassismus Erfahrungen und dass was sich darüber theoretisch gelernt habe wie ich das einordnen kann dann zu parallelisieren.

00:21:38: Wie funktioniert das eigentlich mit Macht?

00:21:40: Und wie funktioniert es eigentlich des Menschen die in Machtposition sind andere Formen wollen beschreiben benennen Irgendwie durchs Leben lang ist hier immer besser wissen eigentlich, wie es geht und so.

00:21:53: Und das war wirklich so ein Boah ist das geil!

00:21:58: Ich bin erleuchtet.

00:22:02: Das hat aber gar nicht so lange gedauert bis ich dann irgendwann manchmal in Frankfurt am Main eingeladen um mit pädagogischen Fachkräften zu interkultureller Kompetenz zu arbeiten.

00:22:15: So hieß das damals noch?

00:22:18: Und den habe ich dann so eine Mini-Einheit, so kleine Übungen zu Adotismus untergejubelt und die waren so...

00:22:26: Wow!

00:22:27: Weißt du noch wie die ging die

00:22:28: Übung?

00:22:28: Ich hab keine Ahnung.

00:22:30: Aber ich weiß das an dem Abend erstes mal.

00:22:34: alle gesagt haben Das war das spannendste am ganzen Tag mit dem Auftrag zu tun und eine Frau sagte dann, der da teilgenommen hat.

00:22:43: heute Abend rufe ich meine Mutter an

00:22:46: Und ich dachte

00:22:47: so, oh mein Gott.

00:22:48: Dann kriegt sie

00:22:50: an das.

00:22:52: und ich dachte Oh mein Gott was hab' ich gedacht?

00:22:57: Die kommen

00:22:57: morgen nicht!

00:22:59: Ich

00:23:00: sag deiner

00:23:01: Mutter los

00:23:01: in meinen Namen Aber es war richtig geil weil erst die am nächsten Morgen wieder kam hat sie gesagt ja... ...ich habe mit meiner Mutter geredet Und wir konnten wirklich das erste Mal reden, weil in dieser kleinen Übung war es immer das gewesen.

00:23:15: Interessiert mich jetzt selber, was ich sage.

00:23:18: Als Sie verstanden ist es ein System... Wir müssen das nicht ausschließlich zwischen uns beiden als Individuen irgendwie ausdiskutieren oder ich als Tochter, so meinte sie das ungefähr muss auch verstehen dass sie im System handelt ... ist von Allotismus geprägt und so.

00:23:38: Aber es ist ja trotzdem krass, ne?

00:23:39: Also weil wenn ich jetzt eine weiße Person das erste Mal was zu Rassismus sage dann kennst du auch als Anti-Rassisturstrainerin... Dann ist es ja auch nicht automatisch dass die weißen Personen direkt auch sagen kann Ah ja, das ist ein System.

00:23:55: Nee danke!

00:23:57: Deswegen bei Adultismus ist es ja auch krass gerade dann wenn's um Kind und Elternteil geht Und Kind macht elternteile darauf aufmerksam dass Elternteil dann auch das annehmen kann.

00:24:09: also glaube ich gerade Erleichterung oder Erlösung oder so auch genannt Befreiung Das ist ja auch nicht unbedingt gegeben.

00:24:16: von daher finde ich das total schön nach so einem Seminartag am Telefon noch der eigenen Mutter das zu erklären zusammen dahin zu kommen, dass die Mutter sagt, ah ja stimmt bravo danke.

00:24:28: Du musst eine geile Frage gewesen sein.

00:24:29: Stolle Übungen gewesen sein!

00:24:33: Aber was du sagst ist ja auch anders weil wenn du mit einer weißen Person über Rassismus sprichst hat dir nicht die Erfahrung und deswegen ist dieser Weg ja auch viel länger.

00:24:44: oft, aber wenn die erwachsene Person checkt.

00:24:49: Oh mein Gott, ich war ja selber in diesem System und ich habe selber das mal erfahren wie es ist beschrieben zu werden beurteilt zu werden.

00:24:58: Das ist auch die einzige Form der Diskriminierung, die wir alle kennen oder?

00:25:05: Die haben wir alle schon durchlebt und gleichzeitig gibt es aber auch Menschen, die das total verdrängt haben also vielleicht aus nachvollziehbaren Gründen bei traumatischen Erlebnissen auch in Kindheit oder wo das einfach auch dieser Adultismus, den man erlebt hat, so schmerzvoll war.

00:25:24: Dass man das so verdrängt und gleichzeitig vielleicht auch übernommen hat, sodass dann die Mutter nicht unbedingt in der Lage ist.

00:25:30: Es war auch Glück!

00:25:37: Aber da würde ich gerne auch noch mal anknüpfen, weil du machst ja Lesungen und Workshops.

00:25:41: Und bis als Trainerin machst Einheiten wie diese und arbeitest zu dem Thema.

00:25:48: Und sprichst natürlich auch viele Erwachsene an die auch selber Kinder... Waren, vielleicht auch Kinder haben oder mit Kindern zu tun haben.

00:25:59: Die Vielleicht-Auch-Kinder-Waren?

00:26:01: Vielleicht doch nicht!

00:26:03: Nein,

00:26:08: die selber Kinder waren und vielleicht auch kinderhaben,

00:26:11: das meinte ich.

00:26:12: Kinder

00:26:13: haben, oder mit Kindern zutun haben Entschuldigung.

00:26:16: Und genau... Mit Kindern zu tun haben Was würdest du sagen, was ist so die häufigste Frage mit der Erwachsenen auf dich zu kommen?

00:26:27: Nach zum Beispiel einer Lesung oder während eines Workshops.

00:26:33: Wenn ich viel Zeit habe, frage ich am Anfang, mit welchen Fragen die Leute kommen.

00:26:36: und die Häufigste ist tatsächlich wo hört Erziehung auf und wo fängt Adultismus an?

00:26:45: Dann sage ich mal Leute, jede nicht über

00:26:48: Erziehungen

00:26:49: Ich rede nicht über Erziehung, ich rede über Diskriminierung.

00:26:53: Und Erziehungen sozusagen selbst ist ja schon in diesem System von Adultismus drin.

00:27:00: Das ist da drinnen enthalten aber es gibt nicht so ein... Wenn ich so und so erziehe bin ich nicht adultistisch oder so, sondern ich muss erstmal selber verstehen was mache ich denn da in meiner erwachsenen Position?

00:27:12: Und wie sehe ich den Kinder?

00:27:14: Oder wie sehe mich auch wenn ich Mutter eben mit so einem mit so einem, hey da geht es lang und mein Kind soll später mal genauso cool werden wie ich oder ganz anders.

00:27:26: Und was aber in dieser Frage auch drinsteckt und das wird auch manchmal so explizit gefragt.

00:27:32: Aber also Leute sagen dann ja, aber ich muss doch an irgendeiner Stelle einen Katt setzen?

00:27:41: Oder irgendwo muss ich doch eingreifen... Ich kann ja nicht jetzt einfach irgendwie lessefär mein Kind zu wachsen lassen wenn es Eltern sind Und dann ist es immer spannend zu gucken, das ist wirklich richtig spannend.

00:27:52: Ich sage alles ist Macht was wir Erwachsenen tun und die einzige Macht die ich so vertreten kann ist schützende Macht weil wenn nun mal die Welt so gebaut haben dass Kinder da drinnen in vielfältigster Art und Weise verletzt werden können und Dann ist das vor allem wenn man mit pädagogischen Leuten arbeitet sehr lustig was plötzlich als Schutz wird.

00:28:15: Und diese Frage sich wirklich zu stellen, was passiert?

00:28:17: Wenn ich jetzt da nicht eingreife oder da keine Regel setze.

00:28:21: Ist das wirklich Gefahr für Leib-Lebenseele und so weiter in die Psyche der Person oder nicht?

00:28:27: Und wenn man sich das aber wirklich dauern fragt ist man auch echt busy.

00:28:32: Deswegen sind wir wirklich so Workshops gut wo man es einmal wirklich für sich durchdenkt.

00:28:37: Was schütze ich denn, wenn ich die sage Nicht, keine Ahnung.

00:28:41: Nicht dies tun nicht jenes machen.

00:28:43: Und z.B.

00:28:44: wen schütze ich?

00:28:44: Also für wehen ist das.

00:28:48: Ist das wirklich für das Kind oder...?

00:28:50: Das geht richtig tief an unsere eigenen Muster ran.

00:28:54: Weil es ja mit unserer Angst zu tun hat... Ich habe Sorge davor, dass du keine Ahnung ist immer der so passiert kann und so.

00:29:00: Und ich hab deine sehr gute Lektion von Simi gelernt.

00:29:06: Weil die kamen ja zur Welt als ich mit dem Thema schon zu lange war.

00:29:09: Meine Mutter erlebt die Dauerlose.

00:29:12: Geht das nochmal an?

00:29:17: Da war sie noch relativ klein, jung.

00:29:20: Das hat sie mir auch beigebracht.

00:29:21: Man sagt nicht klein, man sagt jung.

00:29:23: Bei klein ist einfach klein und jung ist irgendwie cool.

00:29:26: Und dann ist sie auf so eine Kletterspinne geklettert.

00:29:29: Es war ungefähr ... es war nasses Wetter.

00:29:32: Diese Seile waren rutschig und sie hatte einen Mantel an der ewig lang war Mütze, wo dauernd diese runterklappte.

00:29:40: Wo sie kaum was gebläht

00:29:41: hat.

00:29:42: und so ist die da hochgekraxelt Und ich hatte echt Schiss So untergesagt sind.

00:29:48: wie Kannst du wieder runterkommen?

00:29:50: Ich habe Angst dass dir etwas passiert.

00:29:51: und dann hab ich gesagt von da oben so runtergerufen ja wenn Du Angst hast dann guck doch weg.

00:29:58: Das war für mich zu lernen es geht um mich Es geht nicht darum meine angst aus.

00:30:03: also ich habe dann versucht tatsächlich die angst ausgeblendet habe ich umgedreht und nur gedacht Ich warte auch, der kam nicht.

00:30:11: Die hat wohlbehalten wieder runtergekommen.

00:30:14: Aber es geht darum wirklich zu gucken was macht mir echt Sorge?

00:30:18: Und wo gehe ich nicht drüber?

00:30:20: und dann aber... Also je älter der junge Mensch ist mit dem ich da zu tun habe das ist noch immer nicht Grund genug zu sagen machst du jetzt nicht weil ich das sage sondern das wirklich zu sagen ich hab richtig Sorge dass und da muss ich mich vorher mit mir selber beschäftigen Was ist denn meine Angst tatsächlich?

00:30:37: In dem Moment hattest du ja aber Angst, dass sie runterfällt.

00:30:39: Ja

00:30:40: und ich hab auf sie gehört!

00:30:41: Okay... Ja es ist interessant weil das zum Beispiel so ein Beispiel wie du gerade gesagt hast soll Pädagoge ändern die dann darauf kommen und sagen wo ist denn auch Schutz?

00:30:52: Und da sette ich z.B.

00:30:52: jetzt gedacht naja da wolltest du sehr schützen damit sie nicht runter fällt.

00:30:56: deswegen bin ich es interessant dass du dieses Beispiel nimmst.

00:30:59: Ich habe jetzt nämlich erst an so Beispiel gedacht wie sitzt ruhig am Tisch Sprech nicht mit vollem Mund.

00:31:06: Das kann ja schon

00:31:07: passieren.

00:31:08: Genau, da kann er nicht Schlimmes passieren!

00:31:10: Also das sind so Sachen wo ich jetzt bei Adultismus tatsächlich erst und auch kritisch mehr wachsen, dann kommen wir noch später drauf.

00:31:18: Wo ich daran gedacht hätte weil ich so denke eher still sitzen am Tisch nicht mit voller Mund reden irgendwie sowas kann da passieren?

00:31:27: So also dass hat dann mehr was mit mir zu tun.

00:31:29: aber dieses Beispiel gerade finde ich interessant denke ich nochmal Ich glaube

00:31:34: es hat mit dir zu tun, weil das wirklich... Das sind Hausaufgaben die wir als Erwachsene, wenn wir kritisch erwachsen sein wollen, wirklich machen müssen.

00:31:42: Und irgendwann mal in einer stillen Minute hinsetzen und sagen was will ich auch, dass sicher nicht passiert?

00:31:49: Weil dann kann ich das auch wirklich anders kommunizieren.

00:31:51: Dann sage ich nicht einfach darunter.

00:31:52: Ich habe es jetzt dreimal gesagt wird's gut damit ihr Sondern.

00:31:56: ich habe mir das hinterher auch gesagt.

00:31:57: Ich habe echt richtig, richtig doller Angst gehabt.

00:31:59: Wieso ist doch nichts passiert?

00:32:01: Ich hab mich doch festgehalten so.

00:32:03: Ich kann mich auch daran erinnern... ...ich bin auch als Kind viel und hoch auf Bäume geklettert

00:32:06: und

00:32:08: meine Oma dann immer hat Nein und nicht so hoch runter und ich bin nie runtergefallen.

00:32:13: also Und das ist interessant weil wenn meine Kinder jetzt irgendwo hoch klettern habe ich auch eher die Angst und denke so krass, ich war früher auch so.

00:32:21: Ich war da oben und unten standen erwachsene Personen die Angst hatte.

00:32:24: von daher muss sich da irgendwie gerade so dran denken mein Bruder der ist aber tatsächlich dann von dem Baum gefallen das ein paar Jahre jünger als ich und er hat ja mehrere Brüder es nicht zurück zu verfolgen.

00:32:41: Oh mein Gott.

00:32:43: Das ist auch nicht weiter schlimm, also hat die jetzt keine...

00:32:45: Also nichts

00:32:46: und das kann

00:32:46: ja ganz ziemlich

00:32:47: schlimm

00:32:48: sein.

00:32:48: Nein, nein, nein!

00:32:49: Was willst du sagen?

00:32:51: Ja und

00:32:51: es hat jetzt doch nicht irgendwie so, es hat keine, keine gewissigen Lebenserhaltenden Organe getroffen.

00:32:58: Es war nicht tief drin, es

00:32:59: war nicht der.

00:33:00: Aber lass uns weiter sehen.

00:33:04: Kann man nochmal wegstecken.

00:33:16: Das klingt dramatischer als es war.

00:33:21: Der

00:33:22: wird schon viel darüber

00:33:23: geredet über Autotismus, wenn wir jetzt ... Und haben gar nicht so richtig geklärt bisher, glaube ich.

00:33:29: Was ist es denn jetzt?

00:33:31: Wenn du das jetzt in so einem neunzig Sekunden Instagram-Real erklären müsstest – wir stoppen jetzt nicht die Zeit aber… und dich jetzt jemand so fragt was ist dann Adultismus eigentlich?

00:33:47: Dann würde ich sagen ja schade dass sie mir jetzt nicht hier sitzt weil ich klau' dann immer ihre Definitionen die sich entwickelt hat im Alter von keine Ahnung wie.

00:33:56: Also, sie hat zwei Definitionen und die unterscheiden sich auch.

00:34:00: Aber die erste, die Sie gemacht haben, dann weiß ich vielleicht nicht elf oder was?

00:34:04: Ich weiß es wirklich nicht mehr!

00:34:05: Da hat sie gesagt, Adotismus ist wenn größere kleinere absichtlich runter machen und sie auch die ganze Zeit damit aufziehen dass sie halt kleiner sind.

00:34:18: Und vielleicht sagen sie dann auch das sie nicht so klug sind wie sie Und das sage ich, kann nicht so auswendig.

00:34:24: Das ist in allen meinen Präsentationen benutze.

00:34:27: Ich stelle erst meine ... und die wäre voll lang, die wird nicht in zehn, neunzig Minuten mehr.

00:34:32: Meine wissenschaftlich akademisch formulierte Definition dahin.

00:34:36: Die sind gerne diese Powerpoint-Seite lang... und dann hinterher schiebe ich immer Simbys Satz und es ist wirklich spannend zu sehen noch vor ein paar Jahren kam Wenn dann ein Simbi-Satz kam, immer so was.

00:34:50: Ja das ist jetzt, ich weiss nicht... Also die erwachsene Anspruch von es ist ja zu simpel und das meint sie überhaupt mit absichtlich und das mit dem Grunde.

00:34:59: Die haben wirklich dieses Ding auseinander genommen und das passiert nicht mehr.

00:35:03: in den letzten Jahren ist es ständig dass Leute da sagen also manu ich will ja nichts nahe treten Aber Simbi is on the point.

00:35:11: Und dass du da irgendwie jetzt hier in fünftausend Zeichen mit komischen Wörtern irgendwie präsentiert hast, betrifft nicht die Realität und das ist ja was bei Diskriminierungsformen häufig ist oder dass die Leute dies abbekommen des anders schneller besser wirklich

00:35:28: sprachfähiger sind

00:35:30: ausdrücken können und sich dann nicht in irgendwelche komischen akademischen Texte versteigen sondern einfach kacke Braucht kein Mensch, fertig ist

00:35:39: es so.

00:35:41: Du meintest zwei Definitionen?

00:35:44: Nee das war die lange Powerpoint.

00:35:47: Achso!

00:35:48: Die

00:35:49: kann man auch

00:35:50: überall im Netz finden.

00:35:55: Aber was du vorhin meintst, Simbys Definition dass Sie das absichtlich machen... Was ist denn Erwachsenen häufig nicht bewusst wenn sie mit ... Kinder und Jugendlichen sprechen.

00:36:11: Also das mit der Absicht, das habe ich auch als ... Das ist das erste Mal so gesagt, da hab' ich gedacht, hm, ah, wie sich nicht... Ich habe mich gesagt, hm nah, mir sind die... Ich hab gedacht Entschuldigung!

00:36:23: Ich versuche ja nur gedacht, wo du gemerkt hast.

00:36:26: Ich versuch hier nur ein Zielmorm irgendwie diesen Haushalt am Laufen zu haben und einen Dach über den Kopf haben und auch was zu essen und so.

00:36:33: Und jetzt kommst du mit Absicht.

00:36:35: Gesagt habe ich Wie Absicht?

00:36:38: Kannst du mir das mal erklären, was soll denn daran Absicht sein?

00:36:40: und dann hat sie ganz schlau es sich auf die strukturelle Ebene gezwitscht.

00:36:45: Mit

00:36:45: elf?

00:36:46: Ja hör zu!

00:36:46: Also er hat jetzt nicht gesagt ich zwitsche

00:36:48: auf die Strukturänder.

00:36:50: Wutte euch erklärt ihr das jetzt mal aus Strukturenner als Lichter?

00:36:54: Wenn

00:36:54: du's nicht schneißt...

00:36:57: Nee, das ist wieder meine erwachsene Ramung.

00:37:01: Aber wer hat sich denn ausgedacht dass es Kindergärten

00:37:03: gibt?

00:37:06: Und wer hat sich denn eigentlich ausgedacht, dass es Schulen geben muss?

00:37:09: Und wer hätte sich dann ausgedachten, dass in den Schulen die Erwachsenen, diejenigen sind, die lehren und die Kinder, die immer zuhören müssen.

00:37:18: Und stillsitzen müssen!

00:37:18: Wer hat sich das denn

00:37:19: ausgedacht?!

00:37:20: Und wer hatte sie überhaupt ausgedachte, dass Kinder, der in die Schule gehen, kein Geld dafür bekommen?

00:37:25: Erwachsene aber schon!

00:37:26: Du lachst da drüber!

00:37:27: Aber es ist wirklich krass, weil im Moment wo wir studieren, dann sind wir erwachsen plötzlich gibt's Barvölk.

00:37:33: Weißt du?

00:37:33: Aber als Kind ist das nicht vorgesehen.

00:37:35: Du kannst doch hier lernen, doch hier entwickeln.

00:37:38: Das muss ja irgendwie lohnen genug sein nach dem Motto.

00:37:41: Und was da spannend drin ist, dass alle Systeme sind die existieren aber haben nicht mehr... Die wurden mal mit einer Absicht in die Welt gestellt, aber wir kennen sie nicht mehr.

00:37:53: Wir benutzen sie einfach und ich glaube so auf einer individuellen Ebene war es ganz häufig uns nicht bewusst.

00:37:59: Es ist diese Idee von dass wie ich, mit ihr spreche als junger Mensch.

00:38:07: das ist meine Macht und der Ton den ich setze.

00:38:10: Also ich sag oft so wir Erwachsenen sind dafür verantwortlich wie die Beziehung sich gestaltet.

00:38:16: Wir sind es nicht ganz alleine.

00:38:17: wenn jemand sich komplett verweigert oder irgendwie mich dauernd blöd kopnet dann wird es halt tatsächlich schwierig.

00:38:25: aber erst mal sind wir diejenigen die den Raum setzen Und wenn ich dann mit so einer Stimme reinkomme und jetzt wird's ja dazu das gemacht, dann setze ich den Ton.

00:38:34: Und dann setzte auch das Klima.

00:38:35: Das ist eine krasse Form von Macht.

00:38:38: Und da wissen ganz viele Leute mich so... Also es ist ihnen nicht bewusst so dass sie das sozusagen setzen.

00:38:45: Das is irgendwie glaube ich was ziemlich wichtiges und auch dass wir es verändern können.

00:38:50: Ja und es ist also ein Rollenverständnis ne?

00:38:52: So hat ein Erwachsener zu sein

00:38:54: So habe ich als Lehrerin, so habe ich selber Lehrern erlebt und wo sind Lehrerinnen oder Erzieherinnen usw.

00:39:00: Und so weiter und so fort.

00:39:03: Ohne das zu hinterfragen?

00:39:05: Ja.

00:39:06: Ist die ganze Bewegung rund um bedürftnisorientierte Erziehungen eine adultistisch sensible Haltung, würdest du das sagen?

00:39:17: Ich habe gerade einen Workshop gehabt, wo es darum ging und da hab ich das Wort zum ersten Mal gehört.

00:39:21: Weil ich kümmere mich ja nicht um Erziehung wie ich dachte.

00:39:25: Dann hat er so ein Wissen aus deren Erzählung verstanden worum's da geht.

00:39:30: aber wir haben viel darüber gesprochen.

00:39:31: oder jemand sagte dann Aber also um welchen besten Bedürfnisse gehts eigentlich bei der bedürfnis orientierten Erziehungen?

00:39:40: Da bin ich wirklich tief genug drin um dass irgendwie jetzt dazu was zu sagen, aber ich glaube alles was so mit Bindung, Bindungstheorien zu tun hat das müsste echt auch mal mit so einer adultismuskritischen Brille durchleuchtet werden.

00:39:54: Fällig spannend!

00:39:56: Ja

00:39:57: und

00:39:59: du erzählst die ganze Zeit auch ja dass es die letzten Jahre sich so verändert hat auch dass Menschen sensibler geworden sind.

00:40:07: Woran liegt das?

00:40:09: Obwohl das ja in der Diskriminierungsform ist, die wir alle erlebt haben selber Woran nicht, dass das so schwer zu erkennen ist für erwachsene Menschen?

00:40:24: Ich glaube ein bisschen hast du vorhin gesagt.

00:40:29: Vielleicht verdrängen Menschen auch mit schlimmen Kindheiten vor allen Dingen aber ich glaube nicht nur Menschen mit schlimmer Kindheiten verdrängt.

00:40:36: Ich hätte es über fünfzig und vielleicht weiter bei mir langsam das Langzeit gedacht.

00:40:46: Aber ich merke, dass Erinnerungen zurückkommen an meine eigene Kindheit, die ich ganz lange nicht hatte.

00:40:50: Also schon mit dem Thema gearbeitet und dauernd gemerkt, ich komme an bestimmte Sachen gar nicht mehr ran.

00:40:57: Ich erinnere mich nicht.

00:40:57: Ich weiß nicht mehr wie ging das dann weiter oder wer war denn da überhaupt?

00:41:00: Und so weiter.

00:41:02: Also ich glaube, dass Verdrängen irgendwas hat.

00:41:04: Und vor allen Dingen... weiß dann Rassismus ähnlich, wenn man dann etwas auch noch wissenschaftlich zementiert und sagt wirklich es gibt Kinder.

00:41:16: Und die kann man erforschen und dann kann man Erziehungswissenschaften studieren und Pädagogik.

00:41:21: Da wird ja alles möglich festgeschrieben.

00:41:23: ich glaube da verändert sich hoffentlich in der Gegenwart und hoffentlich auch zukünftig noch ein bisschen was zum Positiven.

00:41:31: aber diese Idee von alle erwachsenen Wissen das Kinder sind und dass man deswegen weil wir wissen wie sie sind und was die brauchen mit denen machen muss.

00:41:41: Das ist so ein Automatismus, wie Sexismus halt auch irgendwie Jahrhunderten Automatismus war zu sagen die Frauen können das halt einfach nicht und sie sollen lieber kochen und die Kinder erhöhten weil was anderes können die einfach nicht.

00:41:52: um diese Gewissheit dieses Kollektiv gesetzte So is das?

00:41:57: Ist aber im Kontext von Adultismus besonders schräg weil wir es ja mal erfahren haben.

00:42:03: Und irgendwie ich frag mich auch immer warum nehmen wir das denn nicht mit?

00:42:07: Oder erinnern uns noch mal zurück und in den Workshops geht's ganz häufig darum, zu gucken was wollte ich denn eigentlich?

00:42:14: Ich mache manchmal eine Übung die ist so lustig wo ich sage wie habt ihr euch als Kinderwelt erklärt welche Fragen habt ihr Euch gestellt.

00:42:23: Da kommen so smarte hoch philosophische Sachen raus.

00:42:30: Warum kann ich etwas nicht machen das mein Bruder darf?

00:42:35: Warum haben Kinder kein Geld?

00:42:38: Jemand hat mal gefragt, wer macht die Schiffe unten sauber.

00:42:42: Das ist so geil diese große Tanker.

00:42:45: Oben putzen so Leute?

00:42:46: aber was ist denn mit dem was da unten?

00:42:50: Und wo ich so denke war und das sind immer so Momente wo Leute anknüpfen an ihr früheres Ich.

00:42:56: Ich war mal ganz schön, ich habe geile Fragen gestellt.

00:42:58: Und jetzt als Erwachsener hab' ich da auch nur übernache Antworten für alles Mögliche und Fragebestimmte Sachen nicht mehr, das stellen mir Fragen nicht mehr.

00:43:06: Irgendwas weiß ich wesentlich, ich weiß es echt nicht.

00:43:09: Ich glaube manchmal denke ich Macht zu haben ist ja auch geil irgendwie, also Gestaltungsmarkt dies dass und so... ...und vielleicht ist es das was uns dazu bringt eben nicht Mitzuwachsen in dem Sinne von, ich bin immer noch neugierig.

00:43:29: Ich glaube, wer nach so'n Pult?

00:43:30: Gut ist die Frage.

00:43:32: So ist man als erwachsene Person und schneitest dich ab ein Stück weit auch von der Meignin.

00:43:36: So jetzt bist du achtzehn, jetzt bist Du erwachsen.

00:43:39: Ja das ist es halt nämlich weil was wir sagen, jede von uns hat diese Diskriminierungsform erlebt aber jeder erwachssene Person ist auch buchstäblich daraus gewachsen, also hat sich sozusagen gelösen können von diesem Diskriminierungsform als betroffene Person.

00:44:04: Plötzlich irgendwann bist du ja dann erwachsen und wirst nicht mehr in Anführungsstrichen wie ein Kind behandelt oder adultistisch behandelt.

00:44:14: Also das Als schwarze Person kann sie ja nicht irgendwann aufhören, schwarz zu sein in einer weißen Dominanzgesellschaft.

00:44:28: Aber es erklärt trotzdem noch nicht warum ich den Scheiß, den ich selber abgekriegt habe zurückzahle!

00:44:35: Ja, das

00:44:36: stimmt.

00:44:37: Ich bin mal mit jemandem... Da habe ich in Halle einen Input gegeben und da musste ich mit einem Taxi hinfahren weil

00:44:42: ich eigentlich hatte und der Taxi

00:44:44: war mich dann gefragt was ist denn da im Voranstalt?

00:44:50: Und er war so.

00:44:51: äh also Meine Mutter hatte so viele Kinder und damals war das irgendwie, da wurden wir nicht gefragt.

00:44:58: Da gab es also eine Regelöffel und mir hat sie auch nicht geschadet.

00:45:01: Und ich dachte so ... Ich würde

00:45:03: sagen ... Schmack!

00:45:06: Ja?

00:45:07: Aber das ist auch etwas... Also das bringt mich auch zur nächsten Frage weil eben dieses, ich bin noch an diesem bewusst unbewusst.

00:45:16: was sind

00:45:18: so

00:45:19: typische Sätze aus dem Alltag die Du als adultistisch bezeichnen würdest?

00:45:26: und warum?

00:45:26: Und warum ist das häufig so?

00:45:29: ja unreflektiert, unbewusst oder unterbewusst

00:45:32: so

00:45:34: reproduziert?

00:45:38: Weil ich es sage.

00:45:41: Warum soll ich das jetzt machen?

00:45:43: Weil Ich es sage weil es so ist stelle dich nicht an.

00:45:48: Aber was mir vielleicht noch wichtig ist an der Stelle zu sagen wir leben ja nun mal in einer Welt mit ihren ganzen kapitalistischen Zwängen ist das ziemlich unrealistisch, sich zu denken.

00:45:58: Oh ich bin jetzt absolut altotismuskritisch.

00:46:01: jeden Morgen wenn ich auf die Arbeit muss

00:46:04: und es

00:46:04: geht in die Kinder oder in die Schule können wir in Ruhe erst mal diskutieren ob die Schuhe jetzt angezogen werden?

00:46:10: Oder nicht?

00:46:11: Und ob sie richtig rum sind oder nicht?

00:46:14: Das ist also alles was ihr erzählt.

00:46:16: ist so eine Vision eigentlich und in den Workshops geht's häufig darum zu gucken.

00:46:21: aber wie breche ich das denn jetzt runter damit dass in diesen Kapitalistischen

00:46:26: als sagt irgendwie passt.

00:46:27: Und ich sag dann aber ihr könnt ja, ihr müsst nicht morgens beim Schuh anziehen darüber diskutieren sondern ihr könnt in einer ruhigen Minute.

00:46:35: also als wir hier noch zusammengelebt haben als Familie mit Simi und Lukas hatten wir den gleichen Schmus auch mit die Schule müssen.

00:46:42: Ich muss jetzt nicht zur Arbeit das freien Ruf berinden Aber trotzdem gab es ja irgendwie so Zeit und so.

00:46:47: Wir haben das irgendwie nebenbei irgendwann mal anders am Wochenende oder so geklärt.

00:46:51: Ich habe gesagt ich hab keine Lust jeden Morgen Fünfmal zu sagen, kannst du jetzt bitte aufstehen?

00:46:58: Kannst du dich jetzt bitte anziehen?

00:47:00: Kannest du mal deine Zähne putzen.

00:47:02: Wie wär's denn wenn du jetzt...

00:47:04: Ich hab da kein

00:47:05: Lust drauf!

00:47:05: Das ist echt nervig und deren Augen leiern habe ich auch gemerkt dass es nicht nur für mich nervig ist wie so eine Schallplatte da und das gleich runterzuleiern.

00:47:14: Nein, dann haben wir gesagt können wir mal zusammen überlegen wie wir das so machen können dass ich nicht so viel reden muss am Morgen.

00:47:21: Dann haben wir zusammen überlegt und gab es unterschiedliche Wecker die zu unterschiedlichen Zeiten geklingelt haben.

00:47:28: Dann kamen sie immer erst zu mir ins Bett.

00:47:30: Sie hat immer erstmal in Traum erzählt und sie haben diese Rituale sozusagen sich selbst entwickelt.

00:47:38: also ich weiß nicht vielleicht Klappt das bei anderen Leuten hier, aber uns hat es irgendwie relativ gut geklappt.

00:47:42: Dass ich dann gesagt habe wir können ja auch irgendwo hinmalen was es zu tun gibt am Morgen

00:47:47: bevor man

00:47:48: aus dem Haus geht damit ich das nicht einfach die ganze Zeit sagen muss mit dem malen haben wir gelassen weil die kannten den abdaufe eigentlich auch und Ich glaube dass so dieses reden wirklich wie ich jetzt mit euch rede Die Basis ist wo wo Leute gemeinsam Ideen entwickeln.

00:48:07: Und nicht ich jetzt sage, so läuft das!

00:48:08: So hat es zu laufen.

00:48:09: wenn du dich nicht dran hältst muss ich halt laut werden oder irgendwie sowas.

00:48:13: Aber alle so Sätze die so naja die meine Macht zementieren.

00:48:18: Du hast wie verstehst du das?

00:48:22: Erzähl ich dir mal anders wenn du mal größer bist und so.

00:48:25: Ich denke immer das ist unsere Faulheit mit überlegen.

00:48:28: Wie kann ich denn auch ein komplexes

00:48:29: Thema

00:48:31: So erklären, dass du es eben verstehen kannst.

00:48:34: Und nicht einfach abbügeln mit ... Das erzähle ich immer wenn du achtzehn bist wie das mit den Blümchen und den Schmetterlinge.

00:48:41: Das

00:48:41: ist vielleicht ein bisschen früher.

00:48:45: Aber das würde man heute als Bedürfnisorientier der Erziehung bezeichnen.

00:48:51: Wenn ich das richtig verstanden habe?

00:48:52: Ich bin auch keine Erklärerin drin, sondern wirklich

00:48:54: mal belesen oder mal beinztet

00:48:56: werden.

00:48:57: Du hast vorhin erzählt, wenn du diese Abfrage machst.

00:49:02: Wer hat schon mal von dem Begriff gehört?

00:49:04: Und das war vor zehn Jahren noch ganz anders als heutzutage.

00:49:07: ist viel mehr Wissen auch und viel mehr Sensibilisierung.

00:49:12: was passiert denn typischerweise in den Köpfen von Erwachsenen?

00:49:15: werden sie das erste Mal mit dem Begriff und der Bedeutung oder der Definition oder mit solchen Beispielen konfrontiert werden?

00:49:26: Also vielleicht auch noch mal darauf bezogen, der Titel deines Eures Buches ist ja also der Teil von dir.

00:49:32: Ist adultismus und kritisches Erwachsenen sein?

00:49:36: Da ist ja nicht nur adultismus sondern auch kritisches Erwachsenden sein.

00:49:39: was das dann mit dem Begriff vielleicht auch.

00:49:42: Wenn es jetzt bei unterschiedlich ist.

00:49:45: Nee, also was

00:49:45: hast du nochmal gefragt hier

00:49:47: Was passiert in den Köpfen wenn von erwachsenen werden sie das erste Mal damit konfrontiert werden weil

00:49:52: Es

00:49:53: ist Ja also ich sag mal Du und Simbi zum Beispiel, ihr habt das auch gemeinsam so erarbeitet schon als Simbi noch jung war.

00:50:05: Aber für viele ist es ja etwas... Sie hören das zum ersten Mal oder werden das erste mal damit konfrontiert als Erwachsene?

00:50:11: Und ist es neu für sie?

00:50:13: gleichzeitig kennen sie das aus ihrer eigenen Erfahrung.

00:50:17: was passiert da?

00:50:18: aber dann halt Ja

00:50:19: jetzt habe ich's.

00:50:20: okay Das hat sich auch verändert.

00:50:24: Ich weiß noch, die allerersten Male, wenn ich irgendwo über Adotismus geredet habe und die Leute aber total genervt.

00:50:37: Wenn du das was ich mit meinem Kind nennst, Mache Diskriminierung ist schon keine Lust mehr.

00:50:42: Kannst gleich nach Hause gehen?

00:50:44: Das kann mir richtig gut vorstellen!

00:50:47: Das ist doch Liebe, das ist doch Verantwortung.

00:50:50: Das ist auch Fürsorge.

00:50:51: Da steckt eine Menge Strafe.

00:50:53: Ich will,

00:50:54: dass das Kind was erreicht in dieser Welt und niemand wird.

00:50:57: Genau!

00:50:57: Es ist meine Aufgabe als Vater, als Eltern.

00:51:00: Was

00:51:03: geht denn nicht darum wo da Spaß und Liebe drin ist?

00:51:07: Das ist ja die positive Seite der Macht.

00:51:10: Aber

00:51:10: ich rede über die dunkle Seite nicht mehr.

00:51:12: Und das hat sich verändert.

00:51:14: Weil wenn ich heute mit Leuten spreche, kommt häufig so ein... Oh mein

00:51:19: Gott!

00:51:20: Endlich habe ich mal einen Wort für das was ich die ganze Zeit spüre.

00:51:24: So

00:51:24: endlich kriegt es eine logik, keine Logik aber irgendeinen Rahmen und ist nicht irgendwie.

00:51:31: nur.

00:51:31: meine wilde Fantasie ist dass da etwas komisch ist und was schief läuft.

00:51:36: Das hat sich verändert Aber es gibt auch heute noch viele Leute die so skeptisch sind vor allen Dingen wenn's nur Vorträge sind, und ich nicht mit denen biografisch irgendwie reingehen kann.

00:51:46: Was hast du eigentlich erlebt?

00:51:47: Und wie hat sich das angefühlt?

00:51:49: War das irgendwie ungerecht oder war es gemein oder über deine Grenzen?

00:51:53: Wenn's nur so gehört wird gibt's noch schnell diesen.

00:51:56: Ja ist schon was dran, aber mir irgendwie sehe ich nichts.

00:52:00: Deswegen rede ich sehr gerne über kritisches Erwachsensein.

00:52:02: Oh eine Elegantie!

00:52:06: Genau so haben wir uns das vorgestellt.

00:52:11: Weil das was du am Anfang gesagt hast hier, es geht um Adultismus aber nur die Erwachsenen reden.

00:52:17: Das kann man ja parallelisieren.

00:52:19: Es geht um Rassismus und weiße Leute reden über kritisches Weißsein bitte schön!

00:52:23: Und nie über irgendwelche Rassismuserfahrungen, die sie nicht gemacht haben.

00:52:26: Und diese Überlege oder diese Transport sozusagen.

00:52:28: wir reden über kritisches Erwachsensein.

00:52:30: ich rede nie über Kinder

00:52:32: Was ich

00:52:33: auch so manchmal mit Beispielen jetzt, wie ich das hier auch gemacht habe.

00:52:37: Mit diesem Juni Lukas aber eigentlich geht es ja die ganze Zeit nur um uns weil wir den Kampf produzieren und deswegen müssen wir auch gucken was haben wir als Erwachsene so gelernt?

00:52:48: Und wie können wir das verlernen?

00:52:50: Wie können wir da weglassen oder

00:52:55: umbauen

00:52:56: oder irgendwie so.

00:52:57: und dass ist kritisches Erwachsen sein.

00:52:59: Das ist eigentlich dieses was ich vorhin gedacht hab.

00:53:02: Und Leute, ich hatte das echt alles gemacht als die Kinder noch klein war.

00:53:05: Ich habe mich abends hingesetzt wenn sie im Bett waren und mir überlegt wann haben die heute man die laut ungeduldig haben geweint geschrien?

00:53:15: was hab ich gemacht damit es passiert ist nochmal dieses ich setze die Beziehung ich bin dafür verantwortlich wie das zwischen uns läuft und dann tatsächlich irgendwie mal ziemlich genau zu gucken.

00:53:26: Okay, wenn ich das heute so gemacht habe dann muss ich das morgen nicht genauso wiederholen sondern kann mir was anderes ausdenken.

00:53:32: und so ist es auch mit Knallung, mit Werten, mit Regeln sich wirklich hinzusetzen.

00:53:37: Wie will man einen Job antritt?

00:53:40: Nein, vielleicht auch lieber einen Jobantritt.

00:53:41: Aber da

00:53:41: sehe ich mich doch genau

00:53:43: zu überlegen wie will ich denn sein?

00:53:46: Welche Werte will ich dem weitergeben?

00:53:48: und sage ich dann mein wichtigster Wert ist Ehrlichkeit.

00:53:52: Es ist nicht so aber angenehm, es wäre so.

00:53:54: Und dann erzählte ich dir was vom Weihnachtsmann!

00:53:57: Also wer das richtig wirklich echte Wahrheit?

00:53:59: Ich weiß noch wie Simi ausgerastet ist als Lukas ihr gesagt hat, Simis gibt kein Weihnachtsmann.

00:54:04: Das war... Da ist eine Welt zusammengebrochen Und ich habe gedacht, warum machen wir das?

00:54:09: Warum können wir nicht sagen, das ist eine schöne Geschichte die Leute sich erzählen und so.

00:54:12: Warum tun wir es so als gebt den Echt?

00:54:14: Dann verkleiden die Leute einen Kopf anstiefe oder so.

00:54:18: Aber dann kannst du nicht von Ehrlichkeit reden wenn du solche Lügengebäude aufbaust.

00:54:22: Es hat Coca Cola uns mitgegeben.

00:54:26: Aber

00:54:26: zu meiner Zeit in der DDR gab's auch schon Weihnachtsmänner.

00:54:29: Aber gab's da nicht auch schon Coca Cola?

00:54:32: Ja aber nicht im Osten.

00:54:33: Aber vielleicht ist es rüber gesprachlich,

00:54:35: ne?

00:54:35: Ja.

00:54:35: Vielleicht

00:54:38: vom Nikolaus

00:54:39: abgeleitet oder...

00:54:40: Ich dachte immer der Weihnachtsmann kommt von Coca Cola!

00:54:43: Ich glaube,

00:54:45: dass der so aussieht.

00:54:48: Es gibt auch Zeichnungen vom Weihnachtsmann aus dem neunzehnten Jahrhundert.

00:54:54: Ihr könnt

00:54:56: das ja fact-checken und wir freuen uns auf eure Briefe.

00:55:00: Aber da möchte ich noch mal gerne anknüpfen weil du sagst am Anfang steht halt diese Frage wer will ich sein?

00:55:08: Und dann aber Die Frage praktisch gesehen, was sind denn so kleine Unterschiede?

00:55:15: Ob es jetzt beim Sprechen oder beim Handeln, beim Auftreten.

00:55:20: Was sind dann so kleine unterschieden die man machen kann, die aber einen großen Unterschied für Kinder machen?

00:55:26: Normal reden.

00:55:30: Nicht die Stimme plötzlich hören und blöde Fragen stellen

00:55:33: wie Wasser heute in der Schule.

00:55:35: Soll ich den darauf antworten?

00:55:41: Wenn ich meine so eine Frage wie war es in der Schule, sagt er immer gut.

00:55:44: Was habt ihr

00:55:44: so gemacht?

00:55:47: Und was hast du gelernt?

00:55:48: Weiß ich nicht mehr.

00:55:50: Weil das kein Gespräch ist!

00:55:52: Das ist ein Interview.

00:55:54: Ich habe keinen Bock auf Interviews.

00:55:57: Es geht vielleicht auch nicht wenn man mit einem Partner liebt.

00:56:03: Na Schatz, wie war's denn heute auf der Arbeit?

00:56:06: Ich sag ja nicht, aber gut.

00:56:10: Also das ist glaube ich ein großer Unterschied.

00:56:12: wie spreche ich tatsächlich und spreche oder mache ich Kommandos?

00:56:16: Zieh dich an.

00:56:20: Und spreche auch über Themen die mich interessieren.

00:56:29: Du lebst mit Kindern, du auch.

00:56:32: Gibt es noch Pokémons?

00:56:33: Ja, also mein Sohn ist jetzt schon wieder raus.

00:56:36: Aber der hatte eine sehr intensive Pokémon-Phase.

00:56:40: Der jemals bestand...

00:56:42: Das ist nicht mal so nass mit drei

00:56:46: Millionen

00:56:47: völlig

00:56:48: frei erfundenen Namen!

00:56:49: Genau und weiter Entwicklungen?

00:56:53: Und was ist denn legendär?

00:56:54: Ich hab's

00:56:55: echt nicht geschnallt Ich habe es nicht verstanden.

00:56:58: Aber ich dachte

00:56:58: unglaublich komplexes.

00:57:00: Wieso versteht ihr das?

00:57:01: Wieso könnt ihr euch das alles merken, ob das jetzt ins Feuer oder keine Ahnung was?

00:57:06: und Gespräche gehen dann vielleicht über Pokémons.

00:57:09: Und dann muss ich mich... Dann saß ich da immer da gesessen und ich finde das einfach interessant.

00:57:14: Ich verstehe es aber dann hab' ich nochmal wiederholt und wieder falsch gemacht und so.

00:57:17: Aber das sind glaube ich Unterschiede die wir machen können und wo wir auch lernen Wir sind im Gespräch und nicht ja wir machen gerade irgendwie Und dann, was vielleicht auch noch gut ist, ist tatsächlich sich zwischendurch immer mal zu überlegen.

00:57:32: Das hat auch mit Sprechen zu tun, aber auch nur mit anderen Sachen.

00:57:34: würde ich das, was ich jetzt gerade tue, mit einer erwachsenen Person ähnlich machen.

00:57:40: Auch so über die Haare, wo schon einfach ... oder so eine Waage knaffeln ein bisschen.

00:57:43: Steht das

00:57:44: mal drauf?

00:57:45: Nein, die Haar greifen können

00:57:46: wir bauen.

00:57:47: Nein, ich weiß nicht mehr, ob ich in der Waage Knall bin, sondern

00:57:52: eine erwachsende Person.

00:57:54: Müsli, wie du das so langsam gemacht hast.

00:57:56: Ich reingreife!

00:58:01: Da würde ich

00:58:02: dir das auch einfach aus der Hand nehmen und sagen, ich mache das jetzt mal schnell oder wieso?

00:58:06: Also tatsächlich immer zu gucken, mache ich das jetzt gerade weil du drei bist oder dreizehn oder mache ich...

00:58:11: Anfassen,

00:58:12: ne?

00:58:12: Ja.

00:58:13: Anfassend ist es tatsächlich, Junge.

00:58:17: Das habe ich auch oft gemacht, wirklich zurückzufallen und zu sagen ... ... würde ich das jetzt mit meiner besten Freundin auch so machen.

00:58:25: Und wenn ich dann oder das Dagen... Das sind meine Tassen im Schrank, das höre

00:58:29: ich auch zum Erwachsenen.

00:58:29: Ich freu

00:58:30: mich immer so, okay ist ja eigentlich offenbar zu allen.

00:58:35: Manches

00:58:36: ist allgemeingültig!

00:58:37: Also würdest du auch sagen dass das so die ersten Schritte sind?

00:58:39: Wenn uns Menschen zuhören und auch Menschen, die deine Workshops besuchen und so denken ok ich habe jetzt eine Idee davon was damit gemeint ist.

00:58:49: Und das sind so Sachen.

00:58:51: Wäre das zum Beispiel so eine Frage, die ich mir dann stellen könnte.

00:58:55: So auch als ersten Schritt oder so als Reflexionsfrage im Alltag?

00:59:00: Würde ich das was ich jetzt vorhabe mit diesem Kind zu tun?

00:59:03: Auch würde ich so auch mit einer Erwachsenenperson dringen?

00:59:06: Würd' ich auch ne Erwachsene Person in die Wange knalfen?

00:59:10: Oder ja auch hast du da noch andere...

00:59:12: Ja bis wenn es richtig geil ist.

00:59:14: Ich hab mal mit Eltern hier nicht nur eine Adultismus-Lerngruppe, so eine Elterngruppe.

00:59:20: Wir haben uns mehrmals getroffen an verschiedenen ... Über einmal in der Woche oder so abends.

00:59:27: Da haben wir irgendwann über Regeln gesprochen.

00:59:29: Das ist eine richtig geile Sache herausgekommen.

00:59:31: Ich habe die nämlich gefragt, welche Regeln gibt es bei euch zu Hause?

00:59:36: Dann haben die diese aufgeschrieben hand vor Regeln halten.

00:59:40: Und bis zur nächsten Woche fragt ihr bitte eure Kinder, welche Regeln gibt es bei uns zu Hause?

00:59:44: Plötzlich waren die Listen doppelt und dreifach so lang ganz vieles.

00:59:48: Aber unbewusst wenn ich die Regeln nicht einhalten muss, dann merke ich nicht das ist eine Regel.

00:59:55: So.

00:59:55: aber wenn ich dausehend verständlich dann waren die doppelt so lange und dann haben wir gesucht was welche regeln regelt was.

01:00:06: Also was regelt ihr eigentlich?

01:00:07: Das ist ein bisschen wie mit dem Schutz.

01:00:09: Regel die jetzt einfach nur, hey ich bin hier in der Machtposition

01:00:13: weil

01:00:14: es gibt keine Schokolade aber kommen so die Kinder im Bett hole ich mir irgendwie eine Riesentafel auf den Kaunstisch oder sowas.

01:00:20: und das könnte tatsächlich auch etwas spannendes sein mit Kindern über Regeln zu reden.

01:00:24: welche Regeln haben wir ja eigentlich und welche sind eigentlich geil und welche sind doof und welche können wir vielleicht auch weglassen.

01:00:30: Und ihr werdet echt,

01:00:31: auch wenn ihr das werdet.

01:00:32: Das

01:00:33: ist echt spannend!

01:00:34: Ja, das weiß ich auch.

01:00:36: Es kann alle schon vorstellen wo wie du denkst...

01:00:40: Ich glaube auch gerade heutzutage viele Erwachsene oder viele Eltern glauben dass sie selber Also ich bin viel lockerer, als es jetzt in meinem Elternhaus war.

01:00:54: Ich bin da nicht so streng.

01:00:56: Wir sind eher anti-autoritär unterwegs und so weiter.

01:00:59: Und realisieren aber selber gar nicht wieviel unbewusst passiert an Regeln.

01:01:08: Ja, genau.

01:01:09: Ich kenne aber auch viele gerade Müttern die dann ... Nee, Veta glaube ich auch, aber ich rede halt mehr mit Müttern Die auch selber unter so einem Druck stehen.

01:01:20: Deswegen was du am Anfang gesagt hast, dass die Auseinandersetzung mit Adultismus eine Befreiung und Erleichterung sein kann.

01:01:27: Das glaube ich auch weil gerade im Bezug darauf wenn erwachsene Menschen sagen So etwas wie das haben wir auch nicht geschadet.

01:01:35: aber das muss so sein und deswegen setzen wir das jetzt hier durch Und selber den Sinn und Zweck vielleicht gar nicht da hinkommen das zu hinterfragen Aber selber merken Ich stehe hier unter einem Druck, weil dieses kleine Wesen funktioniert nicht so wie ich will.

01:01:51: Das ist ja auch anstrengend.

01:01:52: Beziehungsweise

01:01:53: das kleine Wiesen funktioniert nicht

01:01:56: wie

01:02:00: wir in der Welt zu funktionieren haben.

01:02:03: Was uns ja auch weh tut!

01:02:04: Ja eben,

01:02:05: für mich

01:02:06: will ich auch öfter mit vollem Mund sprechen... Wie machst du das?

01:02:09: Habe ich gerade auch schon hier im

01:02:10: Buschaß gemacht.

01:02:12: Ich hatte gerade schon, ich weiß nicht ob man das

01:02:14: gehört hat, aber

01:02:15: ich hatte ein Gummibärchen

01:02:18: in den Mund.

01:02:18: Ja

01:02:18: es ist ja auch viel Druck von

01:02:19: außen.

01:02:20: Deswegen sagt, ich als Mutter muss ja auch oder ich als Eltern muss auf eine gewisse Art und Weise wahrgenommen werden.

01:02:29: Wir als Familie haben eine Wirkung, werden so und so gesehen und wenn das Kind nicht mitmacht dann stimmt das Bild nicht mehr, dass nachher aus.

01:02:39: Ja aber genau das meine ich.

01:02:40: ja wenn ich sage es geht eigentlich die ganze Zeit um uns.

01:02:43: und bei welches Wildes Bild ist mir eigentlich wichtig?

01:02:47: oder wer ist mir wichtig?

01:02:49: Ich habe irgendwann so festgestellt dieses ich will eigentlich als Erzieherin die Freundinnen von den Kindern sein und nicht die Erziehern.

01:02:56: Das hat mich rund um die Uhr geklappt

01:02:58: aber meistens ganz schön

01:03:00: war eine wirkliche Entscheidung.

01:03:01: Ich bin hier nicht für die Leiterin oder für meine Kolleginnen, aber auch für die Eltern da und ich bin für die Kinder da.

01:03:07: Und dann war mir das also relativ wurscht wie was von Bildung abgebe wenn ich mit denen durch den Garten tobe sind vom Mittagsschlaf nicht erfasst für drei jährige Leute.

01:03:21: Wenn ihr euch hier legen wollt macht einfach aber müsst dich so.

01:03:24: Das ist wirklich ne Arbeit an der eigenen Person Und ist es mir wichtig, tatsächlich wie ich wahrgenommen werde.

01:03:32: und es ist mir wichtig dass meine Kinder später sagen was eigentlich ganz schön eine coole Marm.

01:03:37: Das ist schon ganz

01:03:37: gut gemacht.

01:03:39: Wieso?

01:03:39: Ich weiß nicht.

01:03:39: vielleicht sagen das auch viele Kinder ziehen aber ich hab zum Beispiel sehr lustig als die Kinder in der Pubertät waren... ...und ich immer von allen möglichen anderen Leuten gehören habe.

01:03:48: oder das kennen wir auch so aus Film oder so wenn Jugendliche dann sagen oh mein Eltern sind zu peinlich!

01:03:56: Wenn ich immer gesagt

01:03:57: habe, warum sagt ihr das eigentlich?

01:03:58: Ich dachte es ist so ein Teenie-Spruch.

01:04:00: Und dann muss man sich halt mal peinlich verhalten damit.

01:04:04: Das

01:04:06: war dieses... und ich weiß es ist ein ausgelutscher Begriff aber wirklich so bin ich authentisch.

01:04:14: Bin ich mit denen so wie ich mit euch jetzt hier bin oder gehe in eine Rolle und werde jemand anders.

01:04:20: Und ich glaube das anstrengende oder einste Anstrengend Sachen ist eine Rolle zu spielen Und dann diese Rolle auch, die aus der Rolle gehen durchzuhalten.

01:04:30: Ich hab mal irgendwie mit den Kindern hier mal blau gemacht an einem Freitag.

01:04:34: Es war so alles blöde,

01:04:35: es ist

01:04:36: Herbstwetter so und wir sind wach geworden.

01:04:38: alle waren so

01:04:40: okay boah mit

01:04:41: dem Wetter raus zu gehen und überhaupt.

01:04:43: Dann haben sie zu Hause geblieben und dann habe ich eine Entschuldigung geschrieben am nächsten Montag.

01:04:48: Die waren halt krank und konnten nicht zur Schule kommen.

01:04:50: Ich dürfte nicht sagen, dass wir einfach nur Kinder Lust hatten nach zwei Tagen.

01:05:00: Dann musste

01:05:01: ich in die Schule

01:05:01: tragen

01:05:02: und das war eine spannende Lektion.

01:05:05: Die Lehrerin hat mir dann ganz lange erklärt warum es nicht geht.

01:05:09: Das ging ja auch im Bild, ne?

01:05:10: Bin ich eine gute verantwortungsvolle Mutter, die ihre Kinder völlig wurscht wie's den gerade geht oder mir selbst in die schule jagt Oder hab' ich Bock irgendwie ein langes Wochenende mit denen zu haben.

01:05:22: Und am Ende sagte sie aber den wichtigen Satz, der hat gesagt, wissen Sie was Frau Ritz?

01:05:26: Mir persönlich ist es doch völlig wurscht und ich kann das sogar nachvollziehen.

01:05:32: Aber in meiner Rolle als Lehrerin... Alter Schwede!

01:05:37: Was ist mit dir eigentlich los?

01:05:38: Was ist denn du für eine Schere im Kopf wenn es mir persönlich wursacht isst?

01:05:44: Was passiert denn dann dass ich sage ja, es ist eigentlich wursht, aber eigentlich nicht

01:05:49: Das ist so

01:05:49: eine Abspaltung, die Schule

01:05:51: herzutieren

01:05:52: und ihre Zeit klauen um zu sagen dass es so nicht geht.

01:05:54: Also

01:05:55: diese Rollen ist so ne Abspaltung.

01:05:56: also ich habe sozusagen Ich bin ich aber auch irgendwie komplett gegensätzliche andere

01:06:03: Person.

01:06:04: Das ist so, wie als Friedrich Merz das mit dem Stadtbild gesagt hat.

01:06:08: Da hat sein Pressesprecher hinterhergesagt, dass er ruhig sagen könnte, weil es hatte ja nicht in der Rolle als Bundeskanzler gesagt,

01:06:16: sondern

01:06:17: in der Role als Parteiforsitzender

01:06:19: der CDU

01:06:20: und das war dann die Erklärung der CDU dafür, das ist dann doch okay, aber das hat er ja auch nicht als Bundeskanstler gesagt.

01:06:25: Achso!

01:06:26: Da

01:06:26: hält er immer so ein Händchen hoch?

01:06:28: Wie Hallo jetzt red ich gerade...

01:06:31: Jetzt

01:06:31: bin ich Bundeskanzler und das sag' ich hier.

01:06:33: Also

01:06:34: sagt's, aber diese Logik funktioniert anscheinend auch auf höchster politischer Ebene.

01:06:37: zu sagen?

01:06:38: Oder

01:06:38: nicht!

01:06:39: Genau oder nicht?

01:06:40: ja... Aber sie versucht es ja, der hat dabei nicht gelacht als er das gesagt hat.

01:06:44: Der meinte das ärrende.

01:06:44: Und

01:06:45: wie ist dir was richtig geil, weil es gehört nicht in den Podcasts.

01:06:47: Ich hab am nächsten Tag mit Jugendlichen, mit jungen Erwachsenen gearbeitet die dabei waren daraus zu gehen.

01:06:56: Ja, bei dieser Preisverleihung.

01:07:00: Bei der Stiftung?

01:07:01: Bei

01:07:01: dem Stadtbild schon.

01:07:03: Das war doch bei der Preisverlegung, wo er bei Deutschland Stiftungen und Integration.

01:07:07: Und die, die da irgendwie

01:07:10: diesen Workout gemacht haben...

01:07:11: Ich hab die so gefreut!

01:07:12: Ja das war ein ganz tolles Bild.

01:07:14: Und das war aber als Reaktion auf diese Stadtbild-Aussage.

01:07:18: Die hatten auch so Sticker oder so.

01:07:20: Ich fand es so großartig.

01:07:22: Ja.

01:07:24: Ach cool, doch das gehört unbedingt in diesem Buch.

01:07:26: Das gehört dazu weil das ist auch spannend war mit den jungen Leuten die alle irgendwie anfangen mit der Zwanzigung.

01:07:31: Allotismus wird ja leider...

01:07:32: Die Stipendiat-Innen der Stiftung.

01:07:34: Hört

01:07:34: ja nicht mit achtzehn Augen.

01:07:35: Kann ich nicht sagen jetzt wie die achtzehntes Krieg hin, Allotism und mehr ab.

01:07:40: Und da so zu merken auch als ich mit denen zusammen im Raum war es waren ein Powerment Workshop wo sie so das gemacht haben aber dann selber total

01:07:52: So, war das jetzt richtig?

01:07:54: War es okay und haben wir das gut?

01:07:56: also so in so einem Impuls.

01:07:59: Ja

01:07:59: ja.

01:07:59: Und dann hinterher so gar nicht wussten, was ist denn eine geile Sache.

01:08:04: Ich saß halt die ganze Zeit da.

01:08:05: Jo!

01:08:06: Ich bin euer Fan und so um das einordnen zu können dass ich das richtig fand.

01:08:12: Die haben sie ja gemacht und haben's auch richtig gefunden aber die waren ganz lost trotz oder manche von denen waren trotzdem lost in diesem Protest.

01:08:18: Das fand ich echt sehr berührend.

01:08:20: Total Ja, ne fand ich auch richtig stark.

01:08:22: Ich hatte das mit Quinten Caesar zusammen auf Instagram geteilt die Szena wo sie rausgegangen sind.

01:08:30: Das gab's ja dann auch als kleines Filfchen aus Social Media was dann rum gegangen ist

01:08:35: und übrigens einer der Erwachsenen den Bruch mitschreiben.

01:08:39: Aha oder malen muss?

01:08:40: Friend of the podcast!

01:08:43: Quint war schon zweimal bei uns im Podcast.

01:08:46: Ja genau

01:08:47: also... Ja, das war auf jeden Fall auch interessant was für Reaktionen dann unter diesem Video übrigens kam.

01:08:55: Das kam natürlich dann auch irgendwie... Ach, das führt jetzt alles zu weit!

01:09:00: Aber die mehrheitlichen Reaktionen, die ich darauf gehört habe dass sie rausgegangen sind und aufgestanden sind, die waren einfach eine coole Art und Weise darauf zu reagieren.

01:09:10: Und

01:09:10: so ruhig?

01:09:11: Ja,

01:09:12: genau es wirkte so selbstbewusst und

01:09:15: empowernd Es war einfach empowernt.

01:09:21: Es war auch nicht so mit denselben Waffenschlagen zurückschlagen, sondern irgendwie was Neues erfinden.

01:09:29: Was irgendwie auch kreativ ist und etwas zum Schmunzeln bringen.

01:09:34: Der redet einfach

01:09:36: weiter.

01:09:37: Das wär nischt!

01:09:42: Aber apropos junge Menschen... wie sind denn so?

01:09:46: gibt es da besondere Rückmeldungen oder so Reaktiongespräche, die du mit jungen Menschen führst, die dich echt so berühren als Reaktionen auf euer Buch.

01:10:00: Auf deine Arbeit wo du sagen wirst ja das ist echt was, was oft kommt oder was mal kam und was mich total berührt hat als Reakktion

01:10:10: von einer jungen Person?

01:10:15: Naja, also ich arbeite ja tatsächlich ausschließlich mit Erwachsen.

01:10:21: Und... Ich glaube was mich... Was kann auf das Buch nochmal zurückkommen?

01:10:27: Da kommt so häufig dieses Hört doch mal zu

01:10:34: als

01:10:35: Erwartung oder als Feststellung Erwachsene hören nicht zu.

01:10:40: Das habe ich auch tatsächlich früher schon ganz häufig von jungen Menschen gehört.

01:10:44: und ein Kind hat eine Das hat eine Geschichte geschrieben, das heißt Ohrenputzer.

01:10:52: Und da geht darum dass die Erwachsenen scheinbar, das ist seine Interpretation oder seine Fantasie behauptet Erwachsene haben so Filter in den Ohren Die machen das sie immer nur sich gegenseitig

01:11:05: zuhören

01:11:06: und niemals Kindern.

01:11:08: Wenn Sie dann ein Problem haben Dann sagen sie zu den Kindern Ne, warte mal jetzt.

01:11:14: Wir müssen das erst mal irgendwie setteln... Aber das Kind hat ja die Idee schon!

01:11:18: Hat die Lösung schon?

01:11:19: Und dann schreibt

01:11:20: er so und nach Gefühl drei Jahren werden sie das Problem endlich gelöst haben, dann kommen Sie so jetzt was wolltest du vorhin sagen?

01:11:27: und ist halt die Idee, die der junge Mensch hatte schon verpufft?

01:11:31: und ich glaube das ist tatsächlich etwas was sich bei mir selber auch festgestellt habe.

01:11:34: höre ich dir wirklich zu oder weiß ich schon was du sagen willst?

01:11:39: Oder es ist langweilig, was du erzählst.

01:11:42: Hör ich dir zu?

01:11:43: Ich glaube das ist tatsächlich irgendwie was...

01:11:45: Hab' ich auch echtes Interesse tatsächlich daran.

01:11:48: Genau!

01:11:48: Wie du es gerade mit dem Pokémon so erzählt

01:11:51: hast.

01:11:51: Würdest du sagen dass es das... Was du auch für dich gelernt hast als du diesen Blick gewechselt hast?

01:12:01: Also für dich persönlich?

01:12:02: Ja, was würdest Du sagen hat sich bei Dir am meisten verändert als du diesem Blickwechsel gemacht

01:12:09: hast

01:12:16: von so einem Erziehungsgeschädigtenpersonen zu gucken, wie funktioniert unsere Beziehung.

01:12:26: Und das ist vielleicht auch noch was Wichtiges, was ich sagen will.

01:12:29: Wir reden ja über eine Diskriminierungsform und alle Diskriminierung für Ichwurscht haben den Job Menschen zu teilen in zwei Gruppen oder mehr Menschen aus dem Kontakt zu bringen, Menschen aus der Beziehung zu bringen oder die Beziehungen zu erschweren, den ich nicht mehr weiß.

01:12:44: Was darf ich dich denn jetzt eigentlich fragen?

01:12:45: Wie darf ich das anschauen und so... Und es war irgendwann so ein.

01:12:49: Oh mein Gott!

01:12:49: Es darf in meinem Universum nicht um Erziehung gehen sondern es muss um Beziehungsgehen und das verändert alles.

01:13:00: Also wir haben hier die ersten Fünf Jahre von Lukas' Lebenszeit als Familie zusammengelebt und dann bin ich mit den Kindern hierher gezogen, getrennt von dem Vaterlebend.

01:13:09: Und war plötzlich Single-Morning.

01:13:11: Ich hab so einen Schiss gehabt.

01:13:13: Ich war so... Boah, ihr habt so ein komischen Job der irgendwie kennenkehrende

01:13:17: Brötchen

01:13:18: irgendwie mietet zum Zeichen.

01:13:20: Ich bin doch immer alleine mit zwei so jungen Kindern und so.

01:13:23: Und ich habe das

01:13:24: versucht.

01:13:24: Ich habe gesagt Leute, ich hab richtig, richtig, schiss!

01:13:28: Keine

01:13:29: Ahnung wie das jetzt hier irgendwie funktionieren soll?

01:13:34: Können wir drüber quatschen, was ihr braucht?

01:13:36: Wie das gehen soll und so weiter und sofort.

01:13:38: Und das ist Beziehung.

01:13:40: So würde ich mit einer Freundin auch reden zu sagen, ich habe keine Ahnung.

01:13:43: können wir irgendwie das anders hinkriegen?

01:13:46: Ich glaube dass es für mich der größte die größte Erkenntnis gewesen wie kann ich auch mit eine Person die drei ist beziehungen haben in Beziehungen gehen oder wenn sie dreizehn ist oder irgendwie sowas

01:13:59: nicht nur ein Abhängigkeitsverhältnis

01:14:02: Und das ist ja tatsächlich, dass was vielleicht Adulatismus auch noch unterscheidet von anderen Diskriminierungsformen.

01:14:07: Das ist dieses Abhängigkeitsding.

01:14:10: Was man zwar Frauen jahrhundertelang erzählt hat, abhängig von einem Mann muss heiraten oder was man sogar schwarzen Leuten in der Persklavung erzählte du brauchst es ja bla bla bla.

01:14:20: und bei Kindern ist es halt echt so die können halt nicht mit Lulli an eine Begegnung.

01:14:27: Der braucht's halt tatsächlich.

01:14:28: und so das macht unsere Macht Diese Abhängigkeit macht uns so groß.

01:14:34: Nun klingt das so, jetzt wissen wir auch deine Kinder sind Mitte zwanzig hast du gerade gesagt und mit viel Abstand schauen wir darauf Und es klingt alles so, oh ja nun warst du Single Mom und habt euch so hingesetzt.

01:14:48: Ja klar da war das schon mal.

01:14:50: Nein

01:14:51: hast du auf uns gesagt?

01:14:52: Ich habe versucht

01:14:54: die Dramatik.

01:14:55: Okay,

01:14:55: okay.

01:14:56: Das kam schon ziemlich dramatisch.

01:15:00: Ja, nein.

01:15:00: Und trotzdem sitzt ihr hier und denkt boah

01:15:01: manu ein krass!

01:15:03: Wie cool!

01:15:04: Du hast dich so hingesetzt und das mit denen so besprochen.

01:15:07: und dann denke ich vielleicht gleich auch in so viele Situationen wo ich auch gerne... Anders handeln würde als Mutter und es nicht tue oder so, da wo ich auch gerne war.

01:15:18: Also sind ja bei mir so dann automatisch auch so Sachen die dann auch mit schwingen.

01:15:27: Aber das wollte ich gar nicht fragen.

01:15:28: Ich wollte fragen... Ah ist eine komische Überleitung!

01:15:32: Jetzt hab' ich's aber ausgesprochen.

01:15:34: Es wirkt jetzt komisch die Frage auf dass du weißt.

01:15:39: Haste jetzt einfach so...

01:15:41: Jetzt bin ich auch gespannt.

01:15:42: Lass das drittig rausgeschnitten, ist ja so!

01:15:46: Dann würde ich Sie fragen, die wirkt jetzt komisch, weil ich so denke okay Mann und jetzt erzähl mal wo du Fehler gemacht hast.

01:15:53: Das wollte ich eigentlich.

01:15:54: Wo würdest Du sagen?

01:15:56: Wo war Dein... wie ich positiv überformuliert.

01:16:01: Wo war dein größtes Learning?

01:16:04: oder wo würdest du sagen boah da hab' ich echt.

01:16:07: Ich weiß, wie du die Frage stellen kannst.

01:16:09: Wie soll ich dir was anderes machen?

01:16:10: Ja danke!

01:16:12: Oder?

01:16:15: Weil darüber habe ich mich tatsächlich viel nachgedacht gerade jetzt über ein Jahreswechsel.

01:16:22: Gerade

01:16:22: noch gerettet.

01:16:24: Shake my the Gents.

01:16:25: Angesehen dass du gedauert

01:16:27: bist.

01:16:28: Ich weiss doch was zu fragen.

01:16:34: Das ist jetzt wirklich sehr... Privat und persönlich.

01:16:38: Das ist richtig gut, so was einzuleiten!

01:16:40: Jetzt schaltet niemand ab!

01:16:42: Ich

01:16:42: dachte, du sollst

01:16:43: nur eine Einleitung

01:16:44: nutzen.

01:16:47: Das habe ich auch nicht so häufig erzählt weil es mit Scham besetzt ist?

01:16:52: Wir sind hierhergezogen, wir waren vorher in NRW, ich habe gesagt das ist nicht mein Dorf, das ist nur ne Ansammlung von Häusern gewohnt und dann bin ich mir den halt nach Berlin gezogen ohne sie zu fragen wo gemerkt die man... Drei und fünf oder vierundfünf.

01:17:10: Und dann haben wir hier zusammen gewohnt, und dann irgendwie sind wir nach vier Jahren oder so hat sie mir gesagt ... Also ich war noch mal in den Ferien bei ihrem Vater.

01:17:20: Dann kam sie mich aus dem Fernsehen zurück und hat gesagt So Mama!

01:17:23: Jetzt möchte ich gerne nicht zu meinem Papa ziehen sondern die Schulen beim Papa ausprobieren.

01:17:30: Das war sehr schlau.

01:17:34: Und ich war so, how?

01:17:37: No.

01:17:39: Aber... ...Altatismus hat mich gezwungen damit umzugehen zu gucken und ich hab immer gesagt Ich kann das nicht... Da passiert ja ja jede Menge Selbstzweifel.

01:17:53: Was habe ich falsch gemacht?

01:17:54: dies das und so.

01:17:56: und ich habe zu mir gesagt ich kann das erst entscheiden wenn ich es verstehe und ich versteh's echt nicht.

01:18:02: Ich habe auch nicht gesagt, ich wollte

01:18:05: einfach wegziehen.

01:18:07: Es gab ja Gründe, warum ich aus der Beziehung rausgegangen bin und diese Gründe waren nicht beseitigt.

01:18:16: Und trotzdem als sind wir mir dann irgendwann ... Wir haben wirklich sehr lange darum gerungen.

01:18:21: Guck mal wie leicht wäre das gewesen?

01:18:24: Ich hätte das Aufenthaltsbestimmungsrecht zu sagen, nee ist nicht!

01:18:28: Ohne

01:18:29: das auch zu erklären.

01:18:30: Ich wusste halt auch nicht, ich muss das ja erklären.

01:18:32: und wie kann ich denn den erklären was mit ihrem Vater aus meiner Perspektive irgendwie seltsam ist?

01:18:40: Und irgendwann hat sie zu mir gesagt als Erklärung warum sie das will sagt sie ich will neue Erfahrungen sammeln und dann habe ich gedacht so okay bin ich zu sagen Du sammelst erst neuer

01:18:54: Bau und

01:18:55: nicht sagen, dass du

01:18:55: neu etwa bin.

01:18:57: Dann hätt

01:18:57: sie sozusagen gehen lassen... ...und das würde ich heute noch mal so machen.

01:19:04: Da habe ich nicht genug Überschutz nachgedacht.

01:19:11: Vor allen Dingen, was ich auch viel zu wenig bedacht habe ist so... Ich bin Einzelkind.

01:19:17: Ich hab nicht soviel wie es mit Geschwistern war.

01:19:19: Ich war auch noch nie mehr auf dem Schirm gehabt.

01:19:20: Wie es mit Loyalität und Eltern gegenüber.

01:19:24: Wenn die mir sagen können oder Simi Lukas ist mitgegangen der wollte das Riesenfass gar nicht aufmachen.

01:19:32: aber ich dachte wenn sie mich sagen können wir mal wegziehen dann können sie auch sagen wir wollen wieder wegziehen wenn's da hat, nicht fetzt oder sowas nicht einschätzen können, wie vielleicht da Manipulation im Spiel ist.

01:19:46: Wie eben Loyalität funktioniert und so.

01:19:49: Zinbi hatte eigentlich gesagt wir waren jetzt vier Jahre bei dir, jetzt ziehen wir vier Jahre zu Papa und dann kommen wir wieder zurück und ich dachte du solltet ihr vierzehn?

01:19:57: Ich muss mal sagen,

01:19:59: ne, das sind gute

01:20:00: Zeiten zurückzukommen!

01:20:02: Und nach vier Jahren habe ich sie dann dran erinnert, die haben übrigens die vier Jahre sind um.

01:20:06: Was ist denn jetzt mit deinem geilen Plan, den du da mal geschmiedet hast?

01:20:10: Sie war auch wirklich sehr gut überlegt.

01:20:12: Das war so herzerwärmend wie sie dann Dos und Don't Listen gemacht hat.

01:20:18: was hab' ich wenn ich bei Papa bleibe?

01:20:20: oder was gewinne ich, wenn ich wieder zurück nach Berlin ziehe zu meiner Mutter und so.

01:20:25: Auch da kam dann irgendwie so ein Move von Daddy's Seite, der das völlig verunmöglicht hat.

01:20:31: Das ist was, was ich heute wirklich denke.

01:20:35: Das habe ich nicht gut genug.

01:20:37: Antizipiert auch was kann da alles?

01:20:39: Also die sind jetzt nicht grausam irgendwie aufgewachsen

01:20:42: oder so.

01:20:42: Aber

01:20:43: halt wirklich so wie... Wie ich das nicht gemacht hätte zumindest und das war auch wirklich spannend oder schwierig am Anfang wenn die aus so einer Dreierkombo kommen wo wir versuchen gemeinsam Dinge irgendwie.

01:20:56: Ich hab immer gesagt Wir sind hier in der WG In der hat jeder irgendwie Zeug zu tun.

01:21:01: Aber hauptsächlich geht es darum, dass wir gut miteinander klarkommen und dann aber in eine Haushalt kommen wo es Regeln gibt.

01:21:09: Lukas hat mich nach zwei Tagen völlig entsetzt angerufen und gesagt, Mama weißt du was

01:21:13: der

01:21:14: Papa gesagt hat?

01:21:16: Ich war schon so

01:21:16: oh mein Gott

01:21:18: ich soll in meinen Kindern

01:21:20: Zimmer

01:21:20: gehen und dort meine Hausaufgaben

01:21:22: machen.

01:21:24: Wir haben halt hier alle zusammen in der Küche gesessen und Hausaufgaben gemacht.

01:21:30: Also das ist tatsächlich was, wo ich denke nicht gut gelaufen... Ich tröste mich dann immer damit dass ich auch denke aber diese plötzlich nur noch Ferienmarmen zu sein.

01:21:42: Das war dann halt umgedreht, die haben bei dem gelebt und in den Ferien hier gewesen hat mich in so eine richtig geile Position gewöhnt.

01:21:50: Ja, natürlich

01:21:51: war

01:21:51: das nur die Zuckerzeit.

01:21:52: Coole

01:21:52: Mom musste nicht zu irgendwelchen älteren Abenden

01:21:56: lachen

01:21:57: und so.

01:21:57: Die muss sich

01:21:58: morgens früh

01:21:59: aufstehen.

01:22:00: Das

01:22:00: hatten wir auch plötzlich nicht mehr.

01:22:01: Wie stehen wir auch?

01:22:03: Und ich glaube es ist dadurch unsere Beziehung und durch das wie ich versuche mit denen zu sein wirklich dies richtig?

01:22:10: also Ich mag diese sehr gerne weil sie sind alle sehr offen miteinander.

01:22:14: jetzt eben du sagst sie sind bitte zwanzig Und trotzdem, also die erzählen mir Sachen wie man denkt das hätte ich meiner Mutter mit.

01:22:21: Das würde

01:22:22: ich ja heute noch nicht.

01:22:24: Ja, das denke ich bei unseren Kindern

01:22:26: auch.

01:22:26: Das ist die schöne Seite da dran

01:22:28: total.

01:22:30: Ich glaube viele unserer Hörerinnen können sich damit identifizieren auch.

01:22:35: Also dieses

01:22:37: was,

01:22:38: was hätt ich anders gemacht?

01:22:40: Oder entweder ob es jetzt Eltern sind oder Menschen die mit Kindern arbeiten und mit Kindern zu tun haben Und was würdest du sagen, wie kann man für sorglich sein und trotzdem auch Macht reflektieren?

01:22:58: Macht die man ja auch hat als Erwachsene.

01:23:01: Wie du schon sagtest dieses Abhängigkeitsverhältnis lässt sich ja nicht einfach.

01:23:04: also Kinder können sicher nicht daraus lösen.

01:23:08: Und wie kann Man diese Macht reflektion da eine Umgang mit finden und trotzdem fürsorglich sein.

01:23:22: Ich glaube, das sieht es gar nicht aus.

01:23:23: schließt und macht reflektieren.

01:23:30: ich glaube dass funktioniert besser wenn ich mit jemanden sprechen kann in anderen erwachsenen personen Und wirklich den alltag so abzusuchen mal wo bin ich?

01:23:48: Bestimmerin sozusagen des kinder?

01:23:50: Ich bin

01:23:50: nur im richtigen Stimme

01:23:51: sein.

01:23:53: Wo bin ich die Bestimmerin?

01:23:54: Und dann abzugleichen mit ist es Schutz oder was regelt das, oder warum mache ich das so?

01:24:00: Könnte es auch anders sein und ich glaube dass es auch ein Unterschied zu anderen Diskriminierungsformen vielleicht des Kinderjahres je jünger desto breiter noch sind tatsächlich irgendwie zu sagen.

01:24:12: wenn man sie fragt was ist eigentlich kacke was mache ich richtig blöde?

01:24:16: da geben die einem auch Antworten Schwarze Frau und wir sagen, kannst du ein Buch lesen?

01:24:21: Ich weiß nicht,

01:24:21: dein Hausbegab oder so.

01:24:23: Erkläre

01:24:23: jetzt nicht Rassismus!

01:24:25: Aber mit Kindern geht es relativ leicht... Die sind dann auch offen.

01:24:29: Irgendwann nicht mehr so richtig weil sie schon gelernt haben die sowieso nicht zu oder machen dann mit unseren Aussagen irgendwas.

01:24:35: aber tatsächlich im Gespräch zu bleiben wie wollen wir das denn hier machen?

01:24:40: also vielleicht auf dem Parameter sitten dass ist nicht verhandelbar für mich Aber ob ich miteinander irgendwie ins Gespräch komme, so tun als wären das richtige Menschen.

01:24:50: Das ist

01:24:54: ein wildes Konzept.

01:24:55: Kinder sind Menschen!

01:25:00: Viele haben ja auch das Gefühl und es habe ich gerade schon mal angerissen wo du mich gerettet hast mit dem dass ich in dein Kopf gucken konnte und die Frage gestellt Aber viele haben ja vielleicht das Gefühl, ich habe das alles verstanden.

01:25:18: Ich will es auch besser machen.

01:25:21: Ach, ich mache halt auch Fehler!

01:25:24: Wie reagierst du darauf, wenn was jemand so zu dir sagt?

01:25:26: Es

01:25:26: wäre blöd, wenn wir keine Fehler machen würden oder?

01:25:28: Und die Frage ist ja... wie würde ich mit einer erwachsenen Person umgehen bei der ich einen Fehler gemacht habe?

01:25:35: Wahrscheinlich würde ich mich entschuldigen.

01:25:38: Vielleicht würde ich fragen, könnte ich jetzt irgendwie wieder gutmachen?

01:25:43: Wie kann ich es in Zukunft besser machen?

01:25:46: Und da sind auch Kinder sehr großzügig mit Ratschlägen.

01:25:50: Was ging es denn anders?

01:25:53: und auch tatsächlich so?

01:25:54: dieses, was auch noch eine Hausaufgabe ist die wir als Eltern eigentlich haben müssten, das habe ich irgendwann im Laufe der Jahre erkannt ist Wir reden ja wenn wir über Kinder reden ständig über Grenzen.

01:26:06: Kinder brauchen Grenzen.

01:26:07: Es gab aber noch Jan Ubrocke.

01:26:10: Der hatte so ein dickes Buch geschrieben Kinder brauchen Grenzen.

01:26:16: Ja, doch.

01:26:17: Kenne ich.

01:26:18: Und ich dachte so... Lieber Jan Uroge!

01:26:22: Mit wie vielen Kindern hast du eigentlich gesprochen?

01:26:26: Wie haben die das dann gesagt?

01:26:27: Oh ey, Grenzen sind richtig

01:26:29: geil.

01:26:29: Das bräuchte ich

01:26:31: wirklich

01:26:31: mal.

01:26:32: Bist du was ich mal bräuche?

01:26:33: Grenzen!

01:26:38: Da bin ich fündig geworden.

01:26:39: bei Jesperjul.

01:26:42: Jesper Jules ist ein dänischer Familientherapeut gewesen.

01:26:45: Leider muss man sagen und der hat das mit den Grenzen ziemlich gut erklärt, er hat gesagt eigentlich machen wir Grenzen so um die Personen und rum die jetzt irgendwie diejenige ist, die wahrscheinlich Grenzbenetzung begehen.

01:26:55: aber er meinte könnten wir nicht einfach anstatt zu sagen ich begrenze dich Mit meinen Regeln und so sagen meine Grenzen sind Ich möchte nicht von dir beleidigt werden ich möchte nicht Von dir geschlagen.

01:27:09: also ich als Erwachsene Und das ist tatsächlich spannend.

01:27:13: Als ich das verstanden habe, hab' ich mich hingesegst.

01:27:15: Ich hab immer meine Grenzen nachgedannt und es war echt nicht leicht.

01:27:19: Weil nichts ist was wir lernen.

01:27:22: Seit ihr als Kinder jemals gefragt wurden, sagen wir, sind eigentlich deine Grenzen?

01:27:26: Nein.

01:27:27: Wir wissen

01:27:28: das nicht voneinander und deswegen latschen wir halt dauernd drüber.

01:27:31: Mir wurde gesagt, was meine Grenze sind.

01:27:33: Was deine Grenze... Genau!

01:27:35: Das darfste nicht.

01:27:37: Ja.

01:27:38: Und warum kommen wir nicht zu einem Saying von Menschen brauchen Grenzen,

01:27:41: wenn sie irgendwie

01:27:42: ein bisschen von ihren Grenzen wissen und dann sich irgendwas miteinander machen wollen?

01:27:45: Warum haben hier so eine Idee im Kopf von Kinderbrauchendes?

01:27:48: Wachstumscheinmanier ist ja der Bullshit!

01:27:51: Ich

01:27:51: denke gerade so bei meinen Kindern an einer Grundschule gibt es diese Stoppregel und da gibt's auch über die Schilder so dass ihre Grenze dann aber erst in so einen Akutmomenten.

01:27:59: So wenn man selber Alarm schlägt kann ich stoppsagen.

01:28:04: Weißt du was ich erlebt habe als Simi das

01:28:05: hatte?!

01:28:08: Sie kam jeden Tag nach Hause und war so, heute habe ich gelernt.

01:28:11: Und auch mit dieser Hand und Stopp und dies und das.

01:28:14: Und sie war richtig stolz.

01:28:16: Und dann hole ich sie vom Hort ab und sehe wie eine Erzieherin mit einem Kind aus Simbis Klasse da gerade rumstreitet ob es jetzt rausgeht oder nicht?

01:28:26: Oder die Jacke entzieht oder nicht und so.

01:28:28: Und das Kind

01:28:29: sagt halt mittendrin.

01:28:30: Stop!

01:28:30: Und die Erzieherin

01:28:31: hört

01:28:32: auf... Das gilt nur bei anderen Kindern.

01:28:35: Ist denn

01:28:35: das?

01:28:37: Du

01:28:37: lernst vormittags in der Schule ein richtig geiles Empowerment-Tool, Und schon nachmittags erlebst du, dass das funktioniert eigentlich?

01:28:44: Naja oder auch es darf nur angewendet werden bei anderen Kindern.

01:28:48: Bei Erwachsenen gilt das nicht glaube

01:28:49: ich.

01:28:49: Es darf gegen dich verwendet sein aber du darfst es nicht verwenden.

01:28:52: Du

01:28:52: darfst's auch verwenden!

01:28:53: Aber bei Kindern...

01:28:55: Ich hab das damit jetzt tatsächlich versteckt und das wurde auch so im Elternabend eingeleitet.

01:28:58: Das ist auch eine Prävention gegen sexuellen Missbrauch und die Werte und sofort also dass sie nicht mit Erwachsern mitgehen.

01:29:04: dafür wurde das gelernt.

01:29:06: Also Sie dürfen das schon sagen aber sie müssen gut wählen.

01:29:09: Wann ist denn jetzt wirklich akute Gefahr?

01:29:11: Das kann nicht einfach sein, richtig

01:29:12: gut zu lernen.

01:29:14: Also

01:29:14: hier darf ich jetzt nähen und da muss ich trotzdem jagen oder

01:29:18: so.

01:29:19: Aber genau, also im Gegensatz zu dem Autor von Kinderbrauchengrenzen hast du ja tatsächlich auch mit Kindern

01:29:27: zu tun und

01:29:27: den Kindern und Jugendlichen.

01:29:28: Also sie werden in einem Prozess nicht nur mit allen bezogen sondern sind instrumental daran beteiligt zum Beispiel an dem neuen Buch Und Du machst diese Arbeit jetzt schon sehr lange.

01:29:42: Was würdest Du denn sagen wenn Du an die nächsten zehn Jahre denkst?

01:29:45: oder wie soll das in zehn Jahren Wenn du das mal so ein bisschen visionär denkst, was wünschst du dir?

01:29:55: Wie Kinder dann in dieser Gesellschaft über Erwachsene sprechen

01:29:58: sollen.

01:29:59: Wie Kinder über Erwachsenen sprechen

01:30:01: sollen?

01:30:02: Du arbeitest jetzt mit Kindern und hörst ihnen zu und sie sprechen darüber wie ihre Position in der Gesellschaft ist, wie Erwachsnende mit ihnen umgehen, also Sie sprechen über Erachsene Was sie erleben.

01:30:22: Wie soll das, wenn du diese Fragen dann stellst in zehn Jahren?

01:30:26: Was wünschst du dir, dass die Kinder antworten?

01:30:29: Wow!

01:30:29: Du hast so eine Utopie

01:30:31: ruhig.

01:30:33: Unser Podcast heißt ja auch Stacheln und Herz unser Traum von... Also wir träumen ganz gerne in diesem Podcast.

01:30:38: Also gibst du mehr als zehn Jahre?

01:30:41: Vielleicht Honard oder so?

01:30:44: Wenn es da noch Menschen gibt.

01:30:45: Also ich weiß nicht, in zehn Jahren wird sich vielleicht nicht so wahnsinnig viel verändert haben.

01:30:51: Aber wenn ich mir jetzt eine nicht zeitlich gerahmte Utopie vorstelle und ich würde sagen... Was denkt ihr denn so über Erwachsene?

01:31:01: Richtig geil, wenn die sagen würden wie Erwachsenen.

01:31:05: Sind das?

01:31:07: Also wenn wir es wirklich schaffen bis zum Zeitpunkt X diese Diese Grenze, dann ist mein Kind und dann ist man erwachsen irgendwie gar nicht mehr zu haben.

01:31:22: Das fände ich richtig geil!

01:31:24: Ich habe auch mal mit Leuten zusammen eine Spinnenübung gemacht, da haben wir uns überlegt wie sehr eine Welt aus in der es keinen Adultismus gibt?

01:31:33: In dieser Welt vorher schon gab's auch kein Sexismus-Rassismus mehr weil wir ja als Kinder lernen, wie Diskriminierung funktioniert.

01:31:42: Aber die Welt war so, dass ich gedacht habe.

01:31:44: Ich möchte sofort jetzt auf der Stelle dahin.

01:31:47: Häuser

01:31:48: waren anders.

01:31:49: Lernen war anders.

01:31:51: Überall gab es diese alten Kälte noch, diese Akkogumiautomaten.

01:31:55: Die hingen irgendwie überall.

01:31:56: Da musste man auch gar kein Geld reinschmeißen weil den Kapitalismus gab's ja

01:31:59: auch nicht.

01:32:03: Man setzt sich irgendwo hin wo gerade jemand irgendwas erzählt und man setzt sich dazu und Leute machen nur das was sie wollen und gerne machen.

01:32:10: Es

01:32:10: ist richtig geil!

01:32:11: Utopie war das.

01:32:13: Und ich glaube aber in zehn Jahren vielleicht endlich haben Erwachsene gelernt zuzuhören, endlich hören Erwachsenen uns zu und endlich ist Partizipation nicht mehr nur ein blödes Schlagwort sondern es ist gar keine Frage.

01:32:33: natürlich bestimmen wir alles gemeinsam.

01:32:38: Nun waren wir ja alle mal Kinder.

01:32:42: Ja, du auch.

01:32:43: Vielleicht?

01:32:45: Die Täter sind nicht so ganz sicher.

01:32:47: Aber Manu und ich sind uns sicher.

01:32:52: Wenn Du an Dein Kind, Dein... Du!

01:32:56: Kleinen Junge-Manu denkst Was würdest Du Dir gerne sagen mit deinem heutigen Wissen über Adultismus?

01:33:07: Das ist gar keine theoretische Frage.

01:33:10: Das mache ich jeden Tag.

01:33:12: In meinem Bett hängt ein Bild von mir als zweierige, vielleicht anderthalb... Also ich bilden mir manchmal eigentlich, kann mich sogar in den Situation an dem Moment erinnern, aber vielleicht ist das auch... Und ich sage jedem, ja eigentlich jeden Morgen du bist richtig cool!

01:33:28: Ich liebe dich!

01:33:31: Schön!

01:33:32: Und ich hieß übrigens nicht Manu sondern Ehlchen.

01:33:36: Ehlch nicht, mag dich, du bist wirklich so was es von Klar zu haben, dass diese junge Person mich dahin gebracht hat, wo ich jetzt bin.

01:33:48: Und die hat mit allen Widrigkeiten Rassismus adoptiert sein und so ist eine starke Person.

01:34:01: Das habe ich euch ganz vertraut.

01:34:03: Ja, ja auch ein wunderschöner Gedanke zum Schluss denn wir sind leider schon am Ende unseres Gesprächs angekommen Und es gibt eine Frage, die wir allen unseren Gästinnen stellen.

01:34:20: Egal was das Thema ist und egal... ob unsere GästeInnen etwas mit der Institution oder mit dem Gebilde von Kirche am Hut haben.

01:34:32: Und wir haben jetzt gar nicht darüber gesprochen über Kirche als Institution in einer Gesellschaft, wir haben eigentlich nur Wendern überhaupt über Schule vielleicht gesprochen.

01:34:44: aber wir stellen diese Frage trotzdem weil wir sie allen stellen Weil es uns auch interessiert, einen Blick von außen.

01:34:54: Was ist also?

01:34:55: die Frage lautet?

01:34:56: Was ist dein Traum von Kirche?

01:34:58: oder was wünschst du dir auch für die Kirche?

01:35:02: Weil unser Podcast wird auch von vielen Menschen, die in der Kirche aktiv sind gehört und das würde uns auch in deinem Fall sehr interessieren.

01:35:13: Mein Traum vom Kirchen bezogen auf Allotismus.

01:35:17: Bezogen auf das, was wir besprochen haben?

01:35:22: Es ist gar kein utopischer Traum.

01:35:25: Den habe ich echt erlebt.

01:35:27: Ich war nämlich tatsächlich in der Kirche als Jugendliche, als Kind und als Jugendlicher In der jungen Gemeinde und so Und wir reden gerade von den Achtzigern in der DDR.

01:35:42: Also es waren so zwei Sachen einmal wirklich zu erleben sprechen Menschen miteinander.

01:35:51: Und hier wird Welt noch mal anders gedacht, anders als in Schule und auch anders als sich das zu Hause.

01:35:56: Und es gab so wie man redet wirklich über Probleme usw.

01:36:00: Wir reden über die Achtzige, das heißt Kirche war in der DDR ja auch wirklich was superprogressives.

01:36:06: Diese ganzen Montagsdemos, die gingen ja von der Kirche aus.

01:36:10: Und wir hatten im kleinen Orten, dem ich gelebt habe eine richtig geile Kategorie drin Anurose Lutzmann Falls sie das hört.

01:36:17: Mit Shout-Out an Androhse!

01:36:19: Die war so ein Vorbild für mich, die hat anders gelebt, die hatte ich anders gekleidert und die ist anders mit uns als junge Menschen umgegangen.

01:36:27: Die hat Beziehung gemacht.

01:36:28: Und die hat nicht unser Alter gesehen sondern uns als Personen... Das ging soweit dass ich dann gedacht habe Ich will auch Katikäte nennen.

01:36:37: Das hat sich leider nicht verwandelt.

01:36:40: Aber das war für mich wirklich so ein Ort ... in so einem Start wieder DDR wirklich reden zu können.

01:36:51: Und es gab halt auch Leute, die ausgereist sind.

01:36:57: Es gab einen Jungen der mit seiner Familie irgendwie... Der war plötzlich einfach nicht mehr da.

01:37:04: und schon diese anfänglichen Utopien über was könnte das hier eigentlich auch noch?

01:37:08: Ich war neunundachtzig dann schon in Berlin.

01:37:10: also noch aus Berlin habe ich dann da nicht mehr so mitbekommen.

01:37:13: aber ich fand In der Zeit war Kirche wirklich ein geiler Ort.

01:37:17: So für Aufbruchsstimmung und nicht so was, was ich jetzt irgendwie so denke mit einem verstaubtes, hohes Zeug habe ich so... Das hatte Kraft!

01:37:26: Und das hatte Power!

01:37:26: Es hatte Visionen!

01:37:28: Und es hat mich tatsächlich als junger Person noch unfassbar angesprochen.

01:37:32: Ich bin hier in einem Haus.

01:37:35: Ich war jetzt vor kurzem wieder in der Stadt, die heißt Mügeln wo ich aufgewachsen bin und bin da irgendwie so rumgestromert.

01:37:40: Das wäre dann so ein ganz warmes Gefühl an den... Fenstern vorbei zu gehen vom Gemeinderaum und das Sassenbüren haben echt so Utopien gesponnen.

01:37:49: Das war tatsächlich irgendwie cool!

01:37:51: Und ich frag mich, ob und wie Kirche... Ich hab den Kontakt nicht mehr aus verschiedensten Gründen.

01:37:59: Ob die heute noch so einen Drive-Amt wickeln kann?

01:38:03: Nötig wär's ja in der Zeit wo auch alles Kopf steht und dann ist es irgendwie durcheinander geraten ist.

01:38:09: Es wäre vielleicht sogar ein Magnet oder wenn das irgendwie So wie ich das in den Achtziger Jahren in der DDR erlebt habe, Kirche wirklich so ein Ort wird wo auch was passiert.

01:38:21: Ich meine, die haben ja nicht nur rumgesessen und gelabert, sie sind da noch

01:38:24: wirklich einen Unterschied gemacht.

01:38:25: Die

01:38:25: sind auf die Straßen gegangen und haben da ihre Andachten gehalten und so.

01:38:31: Ach schön!

01:38:31: Ein schöner Traum von Kirche, vielen Dank dass du ihn mit uns geteilt hast.

01:38:35: Und auch vielen Dank für dieses Gespräch.

01:38:37: also

01:38:38: wir haben so

01:38:38: viel gelacht und gleichzeitig So viel tiefer auch in diesem Gespräch gehabt, so viel gelernt.

01:38:45: Das ist einfach total schön hier bei dir zu sitzen.

01:38:47: Wir könnten noch eine Stunde weiter machen.

01:38:50: Können wir ja auch.

01:38:53: Ich hab Zeit!

01:38:56: Ja und danke euch auch fürs Zuhören.

01:38:59: liebe HörerInnen Wir verlinken auf jeden Fall dein Buch und vielleicht kommen ja Menschen, die diesen Podcast gehört haben auch mal in eine oder andere Lesung oder Workshop von dir und euch.

01:39:11: Und wir sind gespannt auf das neue Buch!

01:39:16: Vielen

01:39:17: Dank!

01:39:19: Danke

01:39:21: euch!

01:39:21: Tschüss!

01:39:29: Wir hoffen, die heutige Folge hat dir gefallen und zum Weiterdenken

01:39:32: und Nachfragen

01:39:33: angeregt.

01:39:34: Falls ihr Fragen an uns habt oder uns

01:39:36: Feedback geben

01:39:37: wollt, freuen wir

01:39:38: uns sehr darüber!

01:39:39: Schreibt uns auf

01:39:40: Instagram oder ganz

01:39:41: klassisch per E-Mail an podcast.tvemission.org.

01:39:45: Weitere

01:39:46: Informationen findet ihr auf www.rassismusundkirche.de.

01:39:51: Mit dem Podcast wollen wir dazu

01:39:53: beitragen Kirche

01:39:54: zu einem sichereren

01:39:55: Ort zu machen.

01:39:56: Daher versuchen wir unterschiedliche Perspektiven hörbar zu machen und wissen gleichzeitig, dass wir

01:40:02: nie alle Perspektive abbilden können.

01:40:05: Wenn ihr das für eine gute Idee haltet und uns darin unterstützen

01:40:08: wollt

01:40:08: schreibt über uns auf euren Social-Media Kanälen oder lasst uns eine Bewertung

01:40:13: bei Spotify

01:40:14: oder iTunes

01:40:14: da!

01:40:15: Danke

01:40:15: für eure

01:40:16: Unterstützung fürs Reinhören und vor allem für all die Menschen, die dem Podcast inhaltlich und persönlich

01:40:23: mit Beiträgen bereichern.

01:40:24: Bis dahin

01:40:25: mit den

01:40:26: besten Grüßen von der VAM aus Wuppertal.

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