Resilienz

Shownotes

Die Folge beschäftigt sich mit Resilienz im ganz konkreten Alltag: eigenes Umfeld, kirchliche Umgebung und im Umgang mit den eigenen hohen Ansprüchen. Ausgehend von persönlichen Szenen aus der Kindheit und heutigen Familiensituationen wird gezeigt, wie alte Prägungen in Stressmomenten wieder aktiv werden und Resilienz herausfordern. Du hörst unter anderem: • Wie frühe Erfahrungen mit „funktionieren müssen“ dazu führen, dass eigene Bedürfnisse noch heute hintenangestellt werden. • Warum es so schwer ist, in überfordernden Momenten um Hilfe zu bitten – und welche inneren Stimmen das sabotieren. • Wie sich Erschöpfung, Wut und Scham im Körper bemerkbar machen und ein Hinweis darauf sein können, dass Grenzen dauerhaft überschritten werden. Die Folge zeigt, welche Elemente Resilienz im Alltag wirklich stärken: • Kleine Unterbrechungen im Autopilot („Stopp, was brauche ich gerade wirklich?“) statt großer Lebensumbrüche. • Ehrliche Gespräche in Beziehungen, in denen Überforderung benannt werden darf, ohne perfekt wirken zu müssen. • Einen liebevolleren Blick auf das eigene jüngere Ich, das damals nur mit den Strategien überleben konnte, die heute manchmal im Weg stehen. Zum Schluss gibt es praktische Impulse, wie du in der nächsten Stresssituation kurz innehalten, deinen inneren Dialog verändern und so deine Resilienz Stück für Stück aufbauen kannst – realistisch, alltagsnah und ohne zusätzlichen Optimierungsdruck.

Hinweise: Emmy-Werner-Studie: https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/1054139X92901577

Ursula Nuber: https://www.resilienz-akademie.com/resilienz-staerken/nuber-sieben-saeulen/

Viktior Frankl (Reiz-Reaktion): https://www.franklzentrum.org/zentrum/viktor-frankl-leben-und-lehre.html

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00:00:00: Wenn ich an Resilienz denke, habe ich ein Gesicht vor Augen. Mariam. Eine Mutter aus dem Iran, die ich aus meiner Gemeinde kenne. Eine Tochter hier, die andere noch dort. Abschlüsse nicht anerkannt, Deutsch gelernt, Arbeit gefunden, Freundschaften Gemeinde, ein Netzwerk aufgebaut. Sie kämpft ruhig beharrlich, für ihre Töchter Ich frage mich oft, woher nimmt sie diese Kraft? Resilienz ist nicht Zähne zusammenbeißen. Resilienz ist nichts Starres. Sie verändert sich mit unserem Leben. Sie wächst, wenn wir annehmen was ist, nach Lösungen suchen, uns etwas zutrauen und Menschen um uns haben, die mitziehen. Bei Mariam sehe ich annehmen was noch nicht zu ändern ist und handeln wo es geht.

Kleine Schritte, Hilfe annehmen, Hilfe geben, ein Netzwerk knüpfen das: trägt. Ich lerne von ihr eine widerständige Hoffnung. Nicht naiv, nicht heroisch, alltagstauglich. Und ich merke auch, wir verlieren viel, wenn wir Menschen mit Fluchterfahrung abstempeln als geflohen oder fremd. Dann übersehen wir ihr Wissen Wie man Strukturen liest, wie man Durchhaltekraft teilt, wie Glaube und Alltag zusammenhalten. Ihre Geschichte ist nicht nur Bedarf, sie ist Ressource. Für uns alle. Vielleicht heißt Resilienz für diese Woche, ehrlich fragen, was mich trägt und wen ich mittragen kann. Nicht groß, aber konkret. Eine Nachricht, ein Kontakt, ein Termin der Türen öffnet Resilienz ist ansteckend wenn sie geteilt wird. Und Mariam, sie wird weitergehen.

Nicht, weil alles leicht ist, sondern weil sie einen Grund hat. Das: macht mir Mut. Stachel und Herz, der Podcast mit Sarah Wetscherer und Thea Hummel. Wir wollen Kirche zu einem safer Space machen. Dafür legen wir den Stachel in die Wunde. Mal mit Gästinnen, mal zu zweit aber immer mit Herz. Ja, hallo herzlich willkommen bei Stachel und Herz. Stachel Vielen Dank für diese schöne Andacht, Sarah. Ja, wenn ich nicht gerade podcaste dann darf ich ja auch wunderbare Radio-Andachten halten und irgendwie war die total passend für unsere heutige Folge und dann dachten wir, ein Cold Open ist ja total angesagt, deswegen machen wir das.

Genau. Resilienz Also ihr habt die Andacht schon gehört. Wir wollen über Resilienz sprechen, weil wir uns gedacht haben, Resilienz ist ein gutes Thema. Also so in einem Jahr, was: hinter uns liegt mit Krisen und so weiter und auch ein Jahr, wo es vielleicht nicht besser wird, dann ist Resilienz etwas, was wir... Gebrauchen können so und ihr vielleicht auch. Und wenn ich an Resilienz denke, denke ich nicht zuerst an Coaching-Ratgeber oder an so Insta-Sprüche wie, weiß ich nicht, die so nach dem Motto sind, so Arschbacken zusammenkneifen. Ich denke eben an Menschen wie Mariam an Leute, die seit Jahren in unsicheren belastenden Verhältnissen leben und trotzdem Netzwerke knüpfen die Kinder großziehen, sich irgendwo einbringen, in unserer Gesellschaft, in der Kirche auch.

Vor allem die Strukturen hier auch lesen und sich da auch selber so einfügen können oder auch eben aufstehen. Und ehrlich gesagt, ich merke dann, wie eng mein eigenes Resilienzbild auch manchmal ist. Also dass ich... Ja, vielleicht auch eher, Insta-Sprüche sind ja jetzt nicht nur schlecht, aber dass ich das auch eher so darauf: reduziere und dass es irgendwie noch viel, viel mehr ist und ja, darauf wollen wir heute so ein bisschen eingehen. Ja, Resilienz ist ja auch so ein echtes Modewort geworden. Die Wirtschaft will resiliente Mitarbeitende, die Politik will resiliente Gesellschaft, Kirche will resiliente Gemeinden und Ja, viele Menschen haben gerade einfach nur Weltschmerz und Erschöpfung. Und deswegen wollen wir heute schauen, was meint Resilienz jenseits von diesem Selbstoptimierungsgeschwurbel?

Wo kann sie helfen, persönlich, kollektiv und wo wird sie zur Zumutung? Und auch, was verpasst Kirche eigentlich, wenn sie nicht intersektional hinguckt und genau solchen Geschichten wie der von Mariam keine Bühne gibt? Ja genau, weil Menschen, die an mehreren Rändern irgendwie auch gleichzeitig leben, ja, ich meine mit Fluchterfahrung mit Rassismuserfahrung, vielleicht mit prekärer Arbeit, mit: Care-Verantwortung die entwickeln Formen von spiritueller und politischer Resilienz von denen Mehrheitsgesellschaft und Kirche oft gar nicht so richtig weiß und auch nicht wissen wollen oder ist. Diese Perspektiven einfach auch fehlen Also wenn wir darüber nicht sprechen, denke ich, verlieren wir nicht nur... Diese Geschichten, sondern auch, glaube ich, auch ein theologisches Wissen und auch eine spirituelle Resilienz. Und das ist eigentlich, das ist irgendwie auch krass weil gerade eine Kirche deren Bild voll ist mit Geschichten von Leuten am Rand, ja, also wenn ich irgendwie, das haben wir auch oft so in Konferenzen, gerade so auch bei der VUM in Konferenzen, irgendwie auch die Theologie vom Rande her denken und so.

Und in Kirche sagt man das ja auch gerne oft so, dass Jesus sich mit den Marginalisierten verbündet hat und so weiter. Aber das nicht so lebend dann verpassen wir da richtig was. Ja und in dieser Folge wollen: wir zuerst ein bisschen drauf schauen, was die Resilienzforschung eigentlich sagt. Da haben wir nämlich letztes Jahr, also bei der VEM, gibt es ein- bis zweimal im Jahr immer so Vorträge für Mitarbeitende. Also zu unterschiedlichen Themen und zwar von Stressbewältigung bis hin zu Rückengesundheit Am Arbeitsplatz. Wie sitze ich richtig, um meinen Rücken zu schonen und solche Sachen. Also alles, was irgendwie mit Gesundheit zu tun hat, da kommt dann ein Experte oder eine Expertin und hält dann so einen Vortrag und da können wir dann alle zuhören.

Und da hatten wir letztes Jahr einen Vortrag von der Barmer Zum Thema Resilienz und den fanden wir beide richtig gut und da nehmen wir ein bisschen drauf Bezug. Dann reden wir über Macht und Strukturen, also wer soll hier resilient sein und gegen wen oder was und wer profitiert davon,: wenn jemand resilient ist oder wenn eine Gesellschaft oder eine Gruppe resilient ist. Wir schauen auf Viktor Frankl, erzählen so ein bisschen, wer das war und gehen so ein bisschen auf die Frage nach Sinn. Also, wie kann sein berühmter Satz helfen? Wo wird er gefährlich, wenn wir ausblenden wie ungleich die Startbedingungen sind? Also auf diesen Satz den erzählen wir euch gleich auch. Da gehen wir so ein bisschen mit ein und unterhalten uns darüber. Und zum Schluss fragen wir, wie kann Kirche ganz konkret dazu beitragen, dass Resilienz nicht nur so ein Zähne zusammenbeißen wird, sondern auch wirklich widerständige Hoffnung wird? Genau und ich weiß noch, dass wir, als wir diesen Vortrag da hatten, also Thea ist ja MAF-Vorsitzende, also von der Mitarbeitendenvertretung in der VUM, ist Thea die Vorsitzende, also musste sie gewisserweise auch dahin.

Also nicht dass jemand verpflichtet Ich habe ja auch dafür gekämpft dass wir diese Vorträge: bekommen. Ja weiß, genau. Deswegen, ich weiß aber noch, wir hatten irgendwie eine Terminkollision oder irgendwie auch Stress an dem Tag und dann haben wir sonst nie. Genau Und dass wir da eigentlich nicht so richtig viel Bock drauf hatten unbedingt. Ja, das passte alles nicht so gut. passte irgendwie alles nicht, genau. Und dann saßen wir da aber beide und waren beide total begeistert davon, das weiß ich noch. Also deswegen auch, da wollen wir euch auch so ein bisschen mit reinnehmen. Und es wird nicht darum gehen, irgendwie so... Du hast gerade schon gesagt, so die Selbstoptimierung, also jetzt noch euch eine To-Do-Liste mitzugeben, das mache ich auch immer bei Antirassismus-Seminaren ungerne obwohl alle das gerne wollen. Es geht irgendwie auch nicht darum, in sieben Schritten resilient zu werden, sondern eher darum, gemeinsam zu sortieren, was trägt mich gerade wirklich, weil wir stehen ja auch immer noch relativ am Anfang des Jahres, da kann man sich ja solche Fragen ja nochmal stellen. Dann wer trägt mit und also wo bin ich auch verbunden mit anderen da?

Und wo: dürfen wir eigentlich auch sagen, ich kann gerade nicht resilient sein und das nicht direkt auch als persönliches Versagen verstehen, sondern das vielleicht auch in Fragen zu Strukturen einzusortieren. Also welche Strukturen tragen eigentlich dazu bei, dass ich vielleicht auch gar nicht so resilient sein kann gerade. Genau, aber lasst uns doch mal einsteigen mit der Frage Was meint dieses Resilienz-Wort? Resilienz eigentlich. Ja, genau. Also steigen wir ein bisschen ein, das wird jetzt nicht staubtrocken aber so ein bisschen in die Forschung einzusteigen. Was ist eigentlich Resilienz Resilienz wird als ein dynamischer, lebenslanger Prozess im Wechselspiel zwischen Person und Umwelt beschrieben.

Also es ist nicht sowas Genetisches, entweder du hast es oder du hast es nicht, sondern das ist wirklich etwas, was man aufbauen, was man trainieren kann, was: wirklich auch ein Prozess ist. Und es gab eine Studie die wurde auch vorgestellt bei diesem Vortrag den wir besucht haben, die sogenannte Kauai-Studie von Emmy Werner. Könnt googeln, also gehen wir jetzt nicht allzu detailliert drauf ein, aber da wurden halt Kinder untersucht die mit vielen Risikofaktoren aufgewachsen sind. Und sie haben sich trotzdem überraschend gut entwickeln können. Also da würde nochmal gezeigt, Resilienz ist kein seltenes Wunder, sondern wirklich ein Resultat von einer Entwicklung.

Und da waren vor allem entscheidend Schutzfaktoren wie Resilienz Mindestens eine verlässliche Bezugsperson, also innerhalb der Familie, aber auch außerhalb der Familie, zum Beispiel Eltern oder Lehrkräfte und eigene soziale beziehungsweise: Selbststeuerungsfähigkeiten, also Kontrolle Resilienz entsteht im Zusammenspiel von Beziehungen, Unterstützungssystemen und auch erlernbaren Kompetenzen. Also das ist kein Wunderwerk, sondern das ist wirklich etwas, was man auch lernen kann. Es ist noch eine weitere Wissenschaftlerin, die genannt wurde, Ursula Nuber, die hat die sogenannten sieben Säulen der Resilienz entwickelt und also eine Säule ist zum Beispiel Optimismus also nicht nach dem Motto alles ist toll, sondern Es wird wieder besser und ich kann etwas beitragen.

Also resiliente Menschen rechnen mit Bewältigung und sehen Spielräume. Dann eine weitere Säule ist die Akzeptanz, also Realität anerkennen statt Energie in das darf nicht wahr sein zu verbrennen. Akzeptanz heißt nicht unbedingt gut heißen sondern: ich sehe klar, was ist und erst dann kann ich handeln Dann Lösungsorientierung, also Fokus weg von Problemkreisen bis hin zu konkreten nächsten Schritten Was hilft jetzt? Was ist beeinflussbar? So eine Lösung von der Opferrolle, also raus aus Aus diesem, die anderen sind schuld oder die Umstände ich kann eh nichts machen bis hin zur Selbstwirksamkeit, also was für Möglichkeiten habe ich, auch wenn sie klein sind. Dann eine Säule ist Verantwortung übernehmen, also eigene Anteile Entscheidungen und Grenzen ernst nehmen, wofür bin ich zuständig, wofür nicht, das stärkt auch die Handlungsfähigkeit.

Netzwerkorientierung, also Beziehung als Schutzfaktor, Unterstützung suchen, annehmen, geben. Das müssen viele ja auch lernen, das auch annehmen zu können. Und Resilienz ist eben nicht nur so eine Kopfsache, also etwas Innerliches, was man Was man irgendwie: für sich alleine erlernen muss, sondern es ist auch Verbundenheit. Und die siebte Säule ist Zukunftsplanung, also eine Perspektive entwickeln, Ziele, Sinn, nächste Etappen. Nicht alle planen alles so minutiös planen aber schon so einen inneren Plan Ja, so einen inneren Nordstern haben irgendwie, der durch schwierige Phasen tragen kann. Ein Nordstern sagt man das so, ne? So ein Orientierungspunkt Kommt vom Stern von Bethlehem?

Nee, das ist so aus der... Aus der wie heißt das, aus der, hier, Seefahrer, wie heißt das, wenn die so, wenn sie so anhand der Sterne. Seefahrer. Seefahrer-Sternkarten. Bevor es GPS gab. Na wie heißt das denn? Ja, ich weiß, was du meinst. Navigation. Ja. Da hat man sich an dem Deutschland orientiert Das machen wir als Zitat Bevor es GPS: gab, gab es Navigation. Nein, das ist Navigation, bevor es GPS gab. Humor macht auch resilient. Wäre meine achte Säule. Nee, krass, ich habe gerade noch mal, um noch mal ernst darauf einzugehen, so gedacht, dass Gerade so mit Optimismus. Und auch so positive Glaubenssätze und so. Ich habe ja... Total viele Affirmationskarten und so und auch bei den Kindern zu Hause irgendwie so positive Affirmationen mit Karten, die irgendwie hier so auch bei uns zu Hause wir nehmen gerade bei mir ein Wohnzimmer auf, deswegen sag ich hier bei uns zu Hause die auch hier so bei uns zu Hause rumstehen, so mit positiven Glaubenssätzen und so und von Jasmin von Farbflausen hängen auch die Poster im Kalender in den Kinderzimmern und so und das ist schon etwas, wo ich ähm Ich glaube, ich lange Zeit in meinem Leben gedacht habe, es sind nur so Kalendersprüche.

Aber die: können echt was bewirken. Also, dass ich auch einen positiven Blick habe und auch einen Optimismus entwickle und wie viel Kraft das auch in mir selber und auch in der Verbundenheit mit anderen hervorrufen kann. Das ist, glaube ich, echt toll Das habe ich lange Zeit zum Beispiel total unterschätzt auch was Resilient angeht Das war tatsächlich auch bei dem Vortrag so, dass ich da auch irgendwie nochmal so darauf gekommen bin, wie wichtig es ist, Akzeptanz, Optimismus aber auch lösungsorientiert Selbstwertschätzung.

Und dass das viel ja in so Affirmationen und in so in Anführungsstrichen Kalendersprüchen Ja auch vorkommt. Und da kann man jetzt sagen, naja, das ist irgendwie so ein Hype, auch mit so Spiritual Coaches und so. Aber da sieht man ja auch in unserer Gesellschaft echt einen Hunger von Menschen. Ja Leute wollen widerstandsfähiger also besser irgendwie mit dem Druck umgehen können, den so viele: empfinden. Ja ja. Und es ist ja auch, ja, also... Also ich kenne das auch mit diesen, ich sage jetzt nicht Kalendersprüchen aber mit diesen Affirmationen und dass das tatsächlich auch wirklich was bringen kann. Aber ich habe auch schon Erfahrung gemacht, dass sowas auch ein bisschen Druck bringt Machen kann. Da gehen wir später bei Viktor Frankl noch ein bisschen drauf ein. So dieses du hast Einfluss und was jetzt aus dieser Situation wird, das liegt an dir. Und das kann ja auch zu einem zu einem Druckfaktor werden. So nach dem Motto wenn du es nicht Wenn du änderst, dann ändert es sich auch nicht. Und das, was da draußen passiert, das ist ja irrelevant. Das kann ja auch so ein bisschen suggeriert werden dadurch.

Also einerseits stärkt das so die Selbstwirksamkeit und auch so das Gefühl von, ich habe die Möglichkeit...: Etwas zu beeinflussen. Ich bin nicht nur Opfer meiner Umstände ich bin dem nicht hilflos ausgeliefert, aber es kann auch so ein bisschen dazu führen, dass sich der Druck so ein bisschen umdreht so nach dem Motto wenn es dann nicht funktioniert, wenn es dann nicht klappt dann... Weil du nicht gut genug damit umgegangen bist, weil du nicht resilient genug warst. Ja, das stimmt. Das geht dann wieder in so eine Selbstoptimierung, auch in so ein kapitalistisches Leistungsdenken irgendwie dann. Das ist auch so davon geprägt Wo würdest du denn sagen, was waren so deine, als wir den Vortrag gehört haben, was waren so deine Anknüpfungspunkte Wo hast du...

Noch mal so gedacht, da fühlt sich Resilienz irgendwie stimmig an oder wo hast du Resilienz erlebt? Also woran mich das total erinnert hat, also ich fand das auch total positiv und ich habe gemerkt dass ich: glaube ich mein ganzes Leben lang schon ziemlich resilient bin, ohne es bewusst zu sein. Also ich glaube durch meine Biografie ich bin halt sehr oft umgezogen und auch in unterschiedlichen Ländern, in unterschiedlichen Erdteilen und ich habe glaube ich sehr früh gelernt, nicht nur anpassungsfähig zu sein, sondern auch resilient. Macht das total unbewusst irgendwie. Also ich denke da gar nicht drüber nach. Und das hat ja auch so ein bisschen diese Studie von Emmy Werner ergeben bei den Kindern. Die haben ja auch nicht sich diese sieben Säulen angeguckt. Und sie irgendwie kannten das Wort resilient. Kannte ich ja auch nicht. Aber trotzdem ist das irgendwie schon etwas, was man...

Nicht unbedingt bewusst trainieren muss. Und was ich, glaube ich, hatte, was aber auch so ein bisschen: daran liegt, und dann komme ich wieder so ein bisschen in die Kritik rein, dass ich als Kind auch schon sehr oft gelobt wurde, wenn ich zum Beispiel in schwierigen Situationen oder wenn ich da nicht in Panik geraten bin, wenn ich ruhig geblieben bin. Und das wurde immer bei mir sehr... Gelobt und gefördert und hat dann auch einfach dazu geführt, dass ich das irgendwie auch gelernt habe. Aber ja, das hat es schon sehr stark so... In diese Richtung gebracht von du entscheidest, ob du jetzt, ob du, ob du dich dem jetzt ausgeliefert fühlst oder nicht. Ja, interessant.

Also ich finde, da kommt auch das Thema nochmal Macht und Resilienz mit rein. Also Macht ist ja auch was Was wir Erwachsenen auch Kindern gegenüber ausüben. Also ich kann als erwachsene Person einem Kind: gegenüber Macht ausüben. Ich habe auch Macht gegenüber Kindern. Und ich knüpfe jetzt an dem Thema Kinder an, aber das kann man auch in jeglicher anderen Form von Diskriminierung und Machtverhältnissen sehen. Aber das ist für mich auch nochmal wichtig, dass das... Mit da reinkommt, weil wir leben ja in einer Gesellschaft, die von Macht und Hierarchien geprägt ist Auch innerhalb der Kirche, aber auch außerhalb der Kirche und so weiter. Und das stimmt alles mit der Resilienz. Aber wenn wir jetzt nur auf die einzelnen Personen gucken...

Dann wird Resilienz ja schon auch sehr schnell in diese Selbstoptimierungsschiene kippen. Es wird zu so einer persönlichen Sache. Genau, aber diese Strukturen und diese diskriminierenden Strukturen um uns herum, die sind quasi da und dann sagen wir, naja du musst dich jetzt irgendwie auch anpassen an diese Strukturen, du musst funktionieren du musst dich nicht ändern, du musst weiter funktionieren statt wir sagen,: wir... Da wird so ein bisschen ausgeblendet dass es ja auch wirklich unterdrückerische Systeme gibt. Also da wird diese Verantwortung sozusagen umgeschichtet auf den Einzelnen und ausgeblendet dass es wirklich Systeme gibt, die menschenfeindlich sind oder lebensfeindlich Und ich finde gerade, deswegen machen wir die Folge über Resilienz ja auch, gerade so die...

Die gesellschaftliche Lage, ja, also wir leben ja in einem Dauerkrisenmodus Sei es jetzt die Klimakatastrophe, sei es der sogenannte Rechtsruck, sei es Kriege und so weiter. Also all das... Ist ja einfach auch scheiße. Ja es ist lebensfeindlich Genau, und es ist menschenfeindlich auch so. Und wenn wir da dann immer nur sagen, wir müssen jetzt aber resilienter werden, wir müssen lernen, Krisen auszuhalten, dann wirkt: das eben auch wie so eine individuelle Pflicht während strukturelle Ungleichheit dann auch gleichzeitig bleibt. Und ich finde wirklich, Dass wir da von Menschen lernen können, die wirklich unglaublich resilient sind, die ich erlebe. Also sei es jetzt so eine Mariam, von der ich gerade erzählt habe. Den Namen habe ich natürlich geändert, der heißt nicht wirklich so. Aber auch andere Menschen, die... Ich finde auch nochmal, wenn wir auf die Folge zum Beispiel mit Lena zurückgucken. Also Lena Müller, wie resilient krass ist sie denn? Also mit einer chronischen Erkrankung mit einer unsichtbaren Behinderung. Auch die... Die rechte Hetze und so. Und trotzdem sitzt sie da und redet mit uns so darüber und hat sich nicht, also die liegt nicht am Boden, sondern das ist doch echt ein Zeichen von Resilienz dass sie da so sitzt.

Und da schauen wir... Finde ich als Kirche viel zu selten hin,: weil wir ja diese Hierarchie haben in der Kirche Wir wollen den armen Leuten helfen, seien es jetzt die armen schwarzen Leute vor Weihnachten oder sind das behinderte Menschen, denen wir jetzt eine Rampe bauen, damit sie teilhaben können. Oder, was ich überspitze jetzt natürlich, da machen wir eine queere Pop-Up-Hochzeit, damit die sich auch wohlfühlen bei uns. Und wer ist dieses uns überhaupt? Das ist ja sowieso... Naja, sei es drum. Aber da sind diese Machtverhältnisse, statt wir auch mal sehen lernen, was kann ich eigentlich alles an Resilienz von einer Regenbogenfamilie eigentlich lernen, die tagtäglich mit hoher Heteronormativität konfrontiert sind und tagtäglich da auch resilient mit umgehen müssen, auch mit ihren Kindern.

Ich weiß nicht, woran du da so denkst. Also wo siehst du in verschiedenen Kontexten auch so eine widerständige Resilienz? Also Resilienz, die nicht nur durchhält, sondern auch eben Strukturen infrage stellt. Ich musste da gerade so ein bisschen dran denken, als du gesagt: hast, das was Kirche alles bietet für diese angeblich externen Gruppen diese Minderheiten. Also machen wir jetzt eine Pop-Up-Hochzeit für queere Menschen oder einen Empowerment-Workshop für POC. Und dann hast du kurz gesagt, damit die sich bei uns wohlfühlen. Und wer ist überhaupt dieses uns? Und da sieht man immer auch wieder dieses Wir-und-Ihr-Denken. Und ich finde gerade diese marginalisierten Gruppen oder diese angeblich externen Gruppen, die hier zu Gast sein dürfen und die sich möglichst wohlfühlen sollen.

Aber warum kommen die denn nicht in den Gottesdienst? Ich glaube, das sind wirklich einerseits Gruppen von denen Resilienz erwartet wird. Also ob das jetzt ist so, ja wir leben in einer rassistischen Gesellschaft, musst du halt irgendwie mit: klarkommen oder ja du erlebst Queerfeindlichkeit, sei mal resilient, aber es sind ja häufig auch wirklich Leute, wo wir uns beim Thema Resilienz auch, wo wir auch was lernen können. Aber da sehe ich das ganz besonders. So eine Widerstandsfähigkeit. Genau ich glaube auch da würde ich eben unterscheiden. Zwischen jetzt wo du es gerade so sagst, angepasste Resilienz auf der einen Seite bedeutet, ich funktioniere weiter in einem ungerechten System und so selbstoptimierungsmäßig. Oder eben dann widerständige Resilienz.

Ich bleibe innerlich äußerlich handlungsfähig um etwas aber zu ändern Ändern. Und das tue ich auch mit anderen zusammen. Also das dann nochmal zusammenbringen, so den Widerstand und die Resilienz. Und das finde ich ist eine gute Überleitung auch zu Viktor Frankl. Viktor Frankl wer ihn nicht: kennt, war ein österreichischer Neurologe und Psychiater, Jude und Holocaust-Überlebender. Der war im KZ Theresienstadt in Auschwitz und Dachau und war Begründer der Logotherapie. Also das ist eine Therapiemethode, wo es um Sinnfragen geht. Die Frage nach dem Sinn. Und es gibt ein zentrales sehr bekanntes Zitat von ihm, kam übrigens auch in dieser Präsentation von der Barmer vor, den wir besucht haben. Und zwar hat Viktor Frankl geschrieben, dass Zwischen Reiz und Reaktion gibt es einen Raum und in diesem Raum haben wir die Freiheit und die Macht, unsere Reaktion zu wählen. Was halt das Inspirierende an diesem Satz ist, gerade auch von Viktor Frankl, also von einem Shoah-Überlebenden,

wir: sind unseren Umständen und Impulsen nicht hilflos ausgeliefert. Also zwischen dem, was uns passiert und zwischen dem, was wir tun, gibt es einen Raum, Der inneren Freiheit. Da können wir wahrnehmen, was gerade in uns los ist. Wir können das einordnen und wir können bewusst wählen wie wir reagieren wollen. Also wir können zwar nicht alles kontrollieren, aber wir können zumindest unsere eigene Haltung und unseren nächsten Schritt gestalten Planen. Ja, total. Und dann denke ich aber auch gleich wieder an das, das hast du gerade auch schon eben angedeutet, dass dieser Satz eben ja auch problematisch sein kann, wenn er benutzt wird, um strukturelle Gewalt auszublenden So nach dem Motto du hättest dich ja aber auch anders entscheiden können.

Oder auch um Um Leid auch zu romantisieren. Also so, was nicht tötet härtet ab oder Leiden macht stark.: Und da finde ich nochmal, kann eben auch dieser Satz halt auch gefährlich sein. Das sollte man schon auch, glaube ich, mit im Blick haben. Ja, und da ist es natürlich nochmal wichtig, Bei Viktor Frankl auch wirklich seinen Kontext in Erinnerung zu behalten. Also seine Biografie ernst zu nehmen. Also da geht es nicht darum, Sinn im Leid zu finden. Das wäre halt wirklich diese Romantisierung von Leid. Und dass man irgendwie einen Sinn darin findet, damit sich dieses Leid irgendwie in Anführungsstrichen gelohnt hat. Sondern... Sinn eher so als Einladung zu verstehen.

Also was hilft mir, nicht innerlich zu zerbrechen und nicht wie so ein Pflichtprogramm so Leid ist toll, weil es macht mich irgendwie widerstandsfähiger, sondern: es ist das, was nicht vermeidbar ist, Und da irgendwie diese innere Freiheit auch zu sehen und diese Selbstwirksamkeit auch zu trainieren und zu entwickeln Wo Leid nicht vermeidbar ist und da hinzukommen zu mehr Handlungsfähigkeit und nicht zu erstarren.

Ja, total. Und ich glaube übrigens auch, dass Kirche und Gemeinden doch auch gute Resilienzorte sein können. Also wenn ich zum Beispiel mir Rituale anschaue oder so. Gebet, Gottesdienste, Abendmahl oder Segen das sind ja alles auch... Und Rituale die Struktur geben und auch eine Sinnhaftigkeit: haben und das ist ja auch was, was zur Resilienz beitragen kann. Oder auch alleine, da komme ich nochmal jetzt wieder auf Mariam zurück aus meiner Radio-Andacht. Auch Gemeinschaft, also sich zu vernetzwerken. Menschen, die dich tragen, wenn du selbst gerade nicht kannst oder auch das Gefühl, ich kann andere mit durchtragen. Das trägt ja auch unglaublich dazu bei, die Resilienz zu stärken. Oder eben auch theologisch gesehen, die Geschichte von, Widerständiger Hoffnung, ja, also wenn ich zum Beispiel auch mir theologisch den Exodus angucke die Exilserfahrung im Ersten Testament, aber auch das Magnifikat der Lobgesang der Maria, wo sie, als sie schwanger ist zu Elisabeth geht Geht und dann davon singt dass die Reichen vom Thron gestoßen die Mächtigen vom Thron gestoßen werden und so, haben wir vielleicht vor Weihnachten irgendwo auch mal gehört.

Oder auch alleine die: Auferstehung an sich oder ganz viele so Befreiungserzählungen von den Rändern her. Also wenn ich mir viele Frauengeschichten auch angucke im Zweiten Testament und so, das sind ja alles auch Geschichten, die wir da in der Bibel haben, die von einer Unglaublichen Resilienz auch ausgehen und das ist ja auch ein Glaube auf den wir uns beziehen und berufen und ich glaube, da kann Kirche und Gemeinde schon viel auch zur Resilienzstärkung beitragen und gleichzeitig sehe ich auch Risiken darin Ja ist auch diese Gefahr. Gleichzeitig besteht da auch so eine Gefahr des spirituellen Gaslighting. Also so Sätze wie Gott bürdet dir nur so viel auf, wie du tragen kannst. Oder wenn du einfach nur genug betest oder mehr glaubst dann kannst du das auch alles überwinden Ja voll.

Ja, klar. Da muss ich auch schon wieder an unsere Folge über das rechte Christentum und so: denken. Also ja, total. Also ja, gerade so in evangelikaleren Gemeinden oder so, wo sowas dann auch nochmal stärker dann auch eben... Auch zur machtausübung wieder auch genutzt werden oder irgendwie so eine heroisierung der resilienz von marginalisierten menschen ja dass man so sagt dass das habe ich auch schon mal in ökumene gehört so also ihr seid so stark also arm aber glücklich da können wir uns richtig auch ein beispiel daran nehmen die kinder in afrika die kommen mit so wenig aus die spielen mit kaputten fachradreifen und sind glücklicher und das ist ja bei Meine Güte, das ist so stark und man ignoriert total...

Kolonialismus strukturelle Benachteiligung und so weiter. Aber auch diese Romantisierung von Leidenden, also die wie Jesus ihr Kreuz tragen. Genau Jesus als Vorbild des: ultimativen Leidenden. Und da dann auch, oder auch, du hast vorhin von Lena Müller auch gesprochen, unsere letzte Folge. Also diese Heilungsnarrative, also chronisch Kranke Behinderte, ihr seid zu stark in eurem Glauben und dadurch könnt ihr das entweder überwinden oder besser damit umgehen dass ihr doch so leidet. Das ist auch sowas Typisches was in der Kirche vorkommt. Auf der einen Seite ist es glaube ich schon wichtig, eben die intersektionale Resilienz in der Kirche in den Blick zu nehmen und sich ernsthaft zu fragen, was verliert Kirche wenn sie die Erfahrungen und Strategien derer ignoriert, die seit Generationen resilient sein müssen.

Und da auch zu gucken, welche spirituellen Praktiken, auch Spirituals also auch Gospels und so, ist ja auch irgendwie ein Ausdruck von Resilienz und so. Und: welche Überlebensstrategien von queer-christlichen Communities gibt es, von migrantischen Gemeinden, von ArbeiterInnenfamilien und so weiter. Das auf der einen Seite auch zu sehen und zu würdigen und das auch von zu lernen und nicht aus einer HelferInnen-Perspektive heraus. Auf der anderen Seite aber eben das nicht zu romantisieren. Das ist schon eine Gratwanderung die wir euch aber, liebe HörerInnen total zutrauen. Also und da vielleicht auch sich nochmal die Frage zu stellen jetzt beim Thema Resilienz, wie kann eigentlich so eine Kirche aussehen die diese Resilienz nicht ausnutzt sondern die sie ernst nimmt und Strukturen so verändert, dass sie zum einen Menschen entlastet aber auch von ihren Überlebensstrategien lernt Das finde ich auch mal Eine Frage, die wir und ihr so mitnehmen können beim Thema Resilienz.

Ja und auch an euch so Fragen, überlegt mal, wo habt ihr Kirche: auch als Resilienz fördernd erlebt? Also beides, wo habt ihr Kirche als Resilienz fördernd erlebt oder wo war Kirche auch eher so ein zusätzlicher Stressfaktor Wo musste ich Resilienz in der Kirche lernen? Wo musste ich Resilienz lernen, um überhaupt in der Kirche zurecht zu kommen? Aber auch ganz konkret, also was sind konkrete Dinge, die Gemeinden tun könnten, um Resilienz zu fördern? Aber eben so eine solidarische, widerstandsfähige Resilienz. Nicht so ein, wie kann ich mit Leid besser umgehen, sondern wie kann... Oder wie kann ich leistungsstärker und belastbarer sein, damit ich noch mehr tragen kann?

Sondern was sind konkrete Dinge, die man in Gemeinden tun kann? Ob das jetzt Pausen oder Rückzugsräume sind, ob das auch wirklich so Überlegungen sind, was sind: Anforderungen an unsere Ehrenamtlichen zum Beispiel die auch wirklich realistisch sind und nicht nur, wie können wir den auch angesichts von Sparmaßnahmen und so, wie können wir die Ehrenamtlichen noch mehr belasten? Ob das jetzt Supervision ist, wie Seelsorge aussehen kann. Das sind alles Überlegungen, die man auch in Gemeinden machen kann. Freue ich mich das ist ja alles schon sehr konkret. Kommen wir doch konkret zum Herz. Etwas fürs Herz.

Sarah, in Vorbereitung auf diese Folge hast du uns einen Song vorgestellt Empfohlen Ich kannte den noch nicht. Selina Bostic kannte ich schon, aber dieses Lied Die Resilienz haben Julian und ich uns vorhin im Auto angehört weil ich den noch nicht kannte. Und als Herz: dachte ich, lese ich euch mal den Songtext vor. Ich bin Kaktus in der Wüste. Frag mich mal, wie lange ich ohne Wasser kann. Ich bin ein unsichtbares Chamäleon. Pass mich den Gegebenheiten an. Ich bin 10.000 Hektar verbranntes Land, wo hier und da wieder was blüht. Ich bin die letzte Ratte im AKW, die wippt wenn der Rest schon in den Bunker flieht. Keine Panik, keine Panik das habe ich alles schon erlebt. Ein Wunder dass ich immer noch da bin, so oft wie meine Welt untergeht. Ich bin die Resilienz. Ein Boom, ein Bang, ein Ratatata trifft mich aus dem Nichts Und dann liege ich da. Der Film ist zu Ende, die Heldin ist tot, der kalte Asphalt ist getränkt in Blutrot. Mein lebloser Körper wird zu Grabe getragen, doch vor dem Abspann hört man mein Herz schlagen.

Keine Panik keine Panik das habe ich alles schon erlebt. Ein Wunder dass ich noch immer da bin, so oft wie: meine Welt untergeht. Ich bin die Resilienz. Ach schön, so gelesen wirkt das nochmal anders als das Lied. Ich konnte es jetzt nicht singen, das hätte ich jetzt nicht hingekriegt. Ja, also Resilienz heißt eben nicht Zähne zusammenbeißen und weitermachen. Resilienz heißt... Wir bleiben Menschen. Ich hatte heute Morgen einen Antirassismus-Workshop und da habe ich auch nochmal den Leuten gesagt, naja wir sind eben auch Menschen. Also auch wenn uns Dinge begegnen jetzt auch im Antirassismus wo wir selber auch merken da habe ich eine Abwehrhaltung und so, lass sie zu. Also wir sind Menschen mit... Gefühlen und mit Grenzen wir suchen Wege und wir sind gemeinsam unterwegs und das ist schön und das kann Resilienz eben auch bedeuten und wenn Resilienz nur den Einzelnen stark machen will, damit er ein ungerechtes System irgendwie aushält, dann ist das eben auch gut Teil des Problems.

Und wenn Resilienz uns: befähigt zu lieben zu widerstehen, also Widerstand zu leisten und zu verändern, dann kann sie eben auch echt Teil der Lösung sein. Ja, schön, dass ihr dabei wart heute bei unserer Folge zur Resilienz. Und wenn ihr euch jetzt so Gedanken macht zu Resilienz wo empfindet ihr sie als Zumutung, wo als echte Hilfe? Wollt die vielleicht auch mit uns teilen? Also wenn ihr eure Gedanken mit uns teilen wollt, schickt uns gerne eine Nachricht Und wenn euch diese Folge gut getan hat, dann teilt sie gerne auch mit anderen Menschen, vielleicht kennt ihr ja Menschen, die das gerade ganz gut gebrauchen können und ihr könnt uns super gerne auch eine Bewertung dalassen und uns weiterempfehlen Genau, das freut uns sehr, wenn ihr das macht. Und wir freuen uns auch, wenn ihr beim nächsten Mal wieder dabei wart. Schön, dass du dabei warst Sarah, und schön, dass ihr dabei wart. Danke dir auch, Thea. Bis bald, ihr Lieben. Tschüss.

Dies war ein Podcast der: Vereinten Evangelischen Mission. Wir hoffen die heutige Folge hat dir gefallen und zum Weiterdenken und Nachfragen angeregt. Falls ihr Fragen an uns habt oder uns Feedback geben wollt, freuen wir uns sehr darüber. Schreibt uns auf Instagram oder ganz klassisch per E-Mail an podcast.vemission.org. Weitere Informationen findet ihr auf www.rassismusundkirche.de. Mit dem Podcast wollen wir dazu beitragen, Kirche zu einem sichereren Ort zu machen. Daher versuchen wir unterschiedliche Perspektiven Perspektiven hörbar zu machen und wissen gleichzeitig, dass wir nie alle Perspektiven abbilden können. Wenn ihr das für eine gute Idee haltet und uns darin unterstützen wollt, schreibt über uns auf euren Social-Media-Kanälen oder lasst uns eine Bewertung bei Spotify oder iTunes da. Danke für eure Unterstützung, fürs Reinhören und vor allem für all die Menschen, die den Podcast inhaltlich und persönlich mit Beiträgen bereichern.

Bis dahin mit den besten Grüßen von der: VEM aus Wuppertal. Untertitelung ZDF

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